Kanada/Deutschland Ausstellung „Partners from Immigration to Innovation“

Germany-@-Canada 2017 – Partners from Immigration to Innovation
Germany-@-Canada 2017 – Partners from Immigration to Innovation | Foto: Museum Pier 21

Mehr als drei Millionen Kanadier haben deutsche Vorfahren. Vom 27. Juni bis 26. Juli spannt die Ausstellung „Canada and Germany: Partners from Immigration to Innovation“ einen Bogen von der Einwanderung im 18. Jahrhundert bis zur wirtschaftlich-technischen Partnerschaft der beiden Länder heute. Die Ausstellung ist einer der Höhepunkte der Deutschlandwochen in Kanada. 

Ottawa
27. Juni bis 26. Juli 2017

Seit dem frühen 18. Jahrhundert erlebte der hohe Norden Amerikas verschiedene Phasen deutscher Einwanderung, die das Land und seine Kultur geprägt haben. Daran erinnert – im 150. Jubiläumsjahr der Konföderation Kanadas – die Ausstellung „Canada and Germany: Partners from Immigration to Innovation“. Im International Pavilion im Herzen der Hauptstadt Ottawa wird vom 27. Juni bis 26. Juli 2017 die deutsch-kanadische Geschichte unter den Schlagworten „Immigration“ und „Innovation“ ausgeleuchtet.

Deutsche als Gründer und Gegner

Das erste von insgesamt vier Kapiteln der Ausstellung behandelt unter anderem die Einwanderung deutscher Mennoniten im 18. Jahrhundert, die in Europa wegen ihres Glaubens verfolgt wurden. Ebenso werden Gründer wie John Motz vorgestellt, der 1859 in Ontario das „Berliner Journal“ ins Leben rief, die damals bedeutendste deutschsprachige Zeitung Nordamerikas.
 
Der Ausstellungsteil „From Enemies to Friends“ konzentriert sich dagegen auf die Zeit der Konflikte wie die des Zweiten Weltkriegs, während der rund 34.000 deutsche Kriegsgefangene in Kanada inhaftiert waren, sowie auf die Ära des Kalten Krieges. Erzählt wird auch die Geschichte der „Canadian Forces Base“ in Lahr im Schwarzwald, die noch bis 1994 der wichtigste kanadische Militärstützpunkt in Europa war. Der Oberbürgermeister von Lahr reist zur Ausstellungseröffnung an.
 
„The Inuit of Labrador and the Germans“ beleuchtet die Missionierung der indigenen Bevölkerung in Labrador durch evangelische deutsche Prediger von der Mitte des 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Erzählt wird unter anderem die Geschichte rund um das Tagebuch von Abraham Ulrikab, der zu einer Gruppe von Inuit gehörte, die in den berüchtigten Völkerschauen in Europa Ende des 19. Jahrhunderts ausgestellt wurde und welche im Verlauf ihres Aufenthalts fern ihrer Heimat den Pocken zum Opfer fiel.
 
Der vierte Teil – „Canadian-German Innovation“ – legt den Fokus auf die gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Unter anderem ist mit dem „HitchBOT“ ein mit deutscher Technologie entstandener Verwandter des berühmten Roboters zu sehen, der 2015 per Anhalter quer durch Kanada reiste.

Deutschland feiert mit Kanada

Die Ausstellung ist einer der Höhepunkte eines vielfältigen, der deutsch-kanadischen Freundschaft gewidmeten Kulturprogramms im Jubiläumsjahr 2017. Das Goethe-Institut und die Deutsche Botschaft Ottawa veranstalten Konzerte und Ausstellungen, Diskussionsabende, partizipative Installationen, Lesungen und Filmprogramme, die über das ganze Jahr und ganze Land verteilt stattfinden. Das Programm „Germany-@-Canada 2017 – Partners from Immigration to Innovation / L’Allemagne @ Canada – Partenaires: de l’immigration à l’innovation“ betont den historischen Beitrag Deutschlands zum kulturellen Mosaik Kanadas sowie die aktuelle Kooperation zwischen den beiden Ländern in Kultur, Wissenschaft und Forschung.
 
„Germany @ Canada 2017 – Partners from Immigration to Innovation / L’Allemagne @ Canada – Partenaires: de l’immigration à l’innovation“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts und der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Kanada, an dem zahlreiche weitere deutsche und kanadische Partnerorganisationen mit eigenen Programmen beteiligt sind. 

Kontakt

Viola Noll
Pressereferentin
Goethe-Institut Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906 471
noll@goethe.de
 
Uwe Rau
Institutsleiter, Projektleiter „Germany @ Canada 2017“
Goethe-Institut Toronto
Tel.: +1 416 5935257 201
uwe.rau@toronto.goethe.org    
 
Katja Melzer
Institutsleiterin
Goethe-Institut Montreal
Tel.: +1 514 4990159 101
katja.melzer@montreal.goethe.org
 
Peter Finger
Berater (i.R.)
Kultur und Kommunikation
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Tel.: +1 613 7801 525
pr-1@otta.diplo.de