28.02.2018: Die neuen Stipendiaten stehen fest Kulturakademie Tarabya: Stipendiaten 2018/2019

Die neuen Stipendiaten der Kulturakademie Tarabya stehen fest: Aus über 300 Bewerbern hat eine unabhängige Jury 16 Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Disziplinen mit Wohnsitz in Deutschland ausgewählt, die ab September an den Bosporus ziehen. Erstmalig konnten sich die Kandidaten über einen Open-Call bewerben. Unter den Stipendiaten befinden sich unter anderen die Künstlerin Julia Lazarus, die Publizistin Almút Sh. Bruckstein Coruh, der Filmemacher Adrian Figueroa, der Tänzer Kadir Memis, die Schriftstellerin Ulla Lenze und die Musikerin Cymin Samawatie. 

Mit dem Residenzprogramm soll der deutsch-türkische Kulturaustausch gefördert werden. Über 60 Künstlerinnen und Künstler haben bisher in der Residenz gearbeitet. Eine unabhängige fünfköpfige Jury hat nun die Kandidaten für den Aufenthalt 2018/2019 ernannt. Erstmals initiativ bewerben konnten sich Kulturschaffende sowie deutsch-türkische Künstlertandems mit Arbeits- und Wohnsitz in Deutschland aus den Sparten Architektur, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Design, Literatur, Musik, Film, Publizistik oder Kulturtheorie.
 
Der Juryvorsitzende Joachim Sartorius ist erfreut über die Entscheidung: „Wir haben Stipendiatinnen und Stipendiaten ausgewählt, die in ihren jeweiligen Disziplinen die aktuelle Kunstszene Deutschlands maßgeblich prägen und die hochmotiviert sind, ihren Aufenthalt in der Türkei als Inspiration für ihre Arbeit zu nutzen. Am meisten freue ich mich, dass sich Tarabya auch für türkische Künstlerinnen und Künstler öffnet und erstmals ein deutsch-türkisches Tandem gefördert wird. Damit wird der Sinn des künstlerischen Austausches mit der Türkei ganz konkret und fassbar.“
 
Stipendiaten 2018/2019
Jasmin Ihraç (1. September - 31. Dezember 2018)
Cymin Samawatie (1. September - 31. Dezember 2018)
Ignaz Schick (1. September - 31. Dezember 2018)
Diana Näcke (1. September - 31. Dezember 2018)
Andréas Lang (1. September - 31. Dezember 2018)
Dr. Almút Sh. Bruckstein Çoruh (1. September 2018 - 30. April 2019)
Aykan Safoğlu (1. Januar - 31. August 2019)
Heval Okçuoğlu und Antonia Märzhäuser (1. Januar - 31. August 2019)
Lucy Fricke (1. Januar - 30. April 2019)
Mürtüz Yolcu (1. Januar - 30. April 2019)
Adrian Figueroa (1. Januar - 30. April 2019)
Kadir (Amigo) Memis (1. Januar - 30. April 2019)
Julia Lazarus (1. Mai - 31. August 2019)
Samir Odeh-Tamimi (1. Mai - 31. August 2019)
Liliana Marinho de Sousa (1. Mai - 31. August 2019)
Ulla Lenze (1. Mai - 31. August 2019)
 
Über die Kulturakademie Tarabya
Die Kulturakademie Tarabya wurde im Jahr 2012 auf Initiative des Deutschen Bundestags gegründet und ermöglicht einen künstlerischen Austausch zwischen der Türkei und Deutschland. Das Haus der Kulturakademie befindet sich auf dem Gelände der historischen Sommerresidenz des deutschen Botschafters in Tarabya (Istanbul), auf der europäischen Seite Istanbuls etwa 15 km nördlich des Stadtzentrums. In sieben Künstler-Apartments, einem gemeinsamen Begegnungsraum und zwei Ateliers bietet die Kulturakademie den Stipendiatinnen und Stipendiaten optimale Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten. Die Kulturakademie wird von der Deutschen Botschaft Ankara betrieben und ist Teil der Kulturarbeit der Deutschen Botschaft in der Türkei. Das Goethe-Institut trägt die kuratorische Verantwortung für die Kulturakademie Tarabya.
 
Jury und Beirat
Zu den fünf Mitgliedern der Jury zählen der ehemalige Leiter der Berliner Festspiele und Schriftsteller Joachim Sartorius, die Intendantin des Maxim-Gorki-Theaters Shermin Langhoff, die Jazzpianistin Julia Hülsmann, die Filmemacherin Feo Aladag und der Islamwissenschaftler und Journalist Rainer Hermann. Die Jury wurde vom Beirat der Kulturakademie berufen. Dem Beirat gehören Vertreter des Bundestags, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Auswärtigen Amts und des Goethe-Instituts an. Der Akademiebeirat berät auch über die konzeptionellen Leitlinien für die Kulturakademie.
 
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.kulturakademie-tarabya.de
                                                                                                              
Kurzbiografien der Stipendiaten 2018/19

Dr. Almut Sh. Bruckstein Çoruh ist Professorin für jüdische Philosophie, Kuratorin sowie Gründerin und Leiterin von „ha'atelier“, einer Plattform für Philosophie und Kunst. Sie war Co-Direktorin des Projekts „Jüdische und Islamische Hermeneutik als Kulturkritik“ am Wissenschaftskolleg zu Berlin mit Navid Kermani und Angelika Neuwirth und ist Initiatorin des „Taswir“ Kunst- und Rechercheprojekts. Sie hält zahlreiche Gast- und Stiftungsprofessuren im In- und Ausland inne, u. a. die Rudolf-Arnheim-Professur an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie publiziert regelmäßig und kuratiert zahlreiche Ausstellungen, zuletzt 2017 die Ausstellung Performance „Lady Dada Kalam“ im Kunsthaus KuLe Berlin.
 
Adrian Figueroa arbeitet als Theaterregisseur, Videokünstler und Filmemacher. 2009 schloss er sein Masterstudium an der Central School of Speech and Drama in London ab. Seit 2010 realisierte er verschiedene Dokumentarfilme in Mexiko, der Türkei, Brasilien, Großbritannien und Deutschland. 2014 entstand sein Dokumentarfilm „Die Lücke - Ein Stück Keupstrasse“ über den NSU-Anschlag. Seine Arbeiten als Theaterregisseur und Videokünstler führten ihn an verschiedene deutsche und internationale Theater und Institutionen. Das Projekt „One Day I went to Lidl“, inszeniert am Ballhaus Naunynstrasse, wurde 2016 zum Theatertreffen der Jugend eingeladen. In Zusammenarbeit mit dem Gefängnistheaterprojekt „aufBruch“ verwirklicht er Theaterprojekte in Berliner Justizvollzugsanstalten. 2017 porträtierte er in dem doku-fiktionalen Film „ANDERSWO“ Gefängnisinsassen der JVA Tegel; dieser Film feierte Premiere bei den 51. Internationalen Hofer Filmtagen. Seine Theaterproduktion „Stress“, die auf Interviews mit Inhaftierten der Jugendstrafanstalt Berlin basiert, wurde im Dezember 2017 am HAU Hebbel am Ufer uraufgeführt.
 
Lucy Fricke wurde als Schriftstellerin für ihre Arbeiten mehrfach ausgezeichnet. Sie war u.a. Stipendiatin der Villa Kamogawa in Tokyo, der Deutschen Akademie Rom und im Ledig House in New York. Nach „Durst ist schlimmer als Heimweh“ (Piper Verlag, 2007), „Ich habe Freunde mitgebracht“ (Rowohlt Verlag, 2010) und „Takeshis Haut“ (Rowohlt Verlag, 2014) ist „Töchter“ (Rowohlt Verlag, 2018) ihr vierter Roman. Seit 2010 veranstaltet Lucy Fricke HAM.LIT, das erste Hamburger Festival für junge Literatur und Musik. Sie ist Mitglied in der Jury für den Friedrich-Luft-Theaterpreis sowie den Karl-Heinz-Zillmer-Verlegerpreis und für das PEN-Zentrum. Sie lebt in Berlin.
 
Jasmin Ihraç ist Choreografin und Tänzerin. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Nach ihrem Studium der Soziologie an der Freien Universität Berlin studierte sie Zeitgenössischen Tanz, Kontext und Choreografie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz in Berlin (HZT). Ihre Stücke wurden u.a. an der Volksbühne Berlin, am Ballhaus Naunynstraße („Mj'a sin-Verflechtungen“) und am Palais de Tokyo, Paris („On Speeches“) gezeigt. Sie tanzte 2014 in „Collective Jumps“ von Isabelle Schad am HAU Hebbel am Ufer und in verschiedenen Kollaborationen in Deutschland, Frankreich und der Türkei. Die choreografische Arbeit „On Confluence“ feierte im Dezember 2016 am HAU Hebbel am Ufer Premiere. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Förderungen, u.a. von der Kunststiftung NRW und vom Goethe-Institut für ihr Soloprojekt „Sahman-Grenze-Kuş“, das erstmals im November 2017 in der Galerie Kunst & Denker Düsseldorf gezeigt wurde.

Andréas Lang begann seine Ausbildung bei den Fotografen Dieter Blum, Michael Leis und Werner Janda. Nach seiner Arbeit als freischaffender Fotograf in Paris begann er 1995 mit nicht auftragsgebundenen Arbeiten, so auch mit Video-, Experimental- und Dokumentarfilmen. Seine zentralen Themen sind die Natur, Orte und Landschaften. Lang erhielt diverse Stipendien - zuletzt das Arbeitsstipendium für Bildende Kunst des Kultursenats Berlin 2017. Seine Arbeiten wurden in Gruppen- und Einzelausstellungen weltweit gezeigt, u.a. bei „The Atlantic Triangle“, Saracura, Rio de Janeiro/Brasilien (2017).
 
Julia Lazarus lebt und arbeitet als freischaffende Kuratorin, Künstlerin und Filmemacherin in Berlin. Sie studierte an der Universität der Bildenden Künste und am California Institute of the Arts in Los Angeles. Seither produziert sie sowohl Filme als auch Video-Installationen, die auf internationalen Filmfestivals wie der Globale Berlin und der Viennale Wien gezeigt werden. Ihre Arbeiten wurden in Gruppenausstellungen wie „contesting/contexting SPORT“ 2016 im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien und in Einzelausstellungen gezeigt. Für ihre künstlerischen und kuratorischen Arbeiten erhielt sie zahlreiche Preise, Stipendien und Förderungen, u.a. ein Mentoring-Programm der Universität der Künste mit Judith Siegmund und ein Stipendium der Villa Aurora.
 
Ulla Lenze studierte Musik und Philosophie auf Lehramt in Köln. Sie lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. Ihr Debütroman „Schwester und Bruder“ (DuMont Literatur und Kunst Verlag, 2003) wurde u.a. mit dem Ernst-Willner-Preis beim Klagenfurter Bachmann-Wettbewerb und dem Jürgen Ponto Preis für das beste Romandebüt 2003 ausgezeichnet. 2004 war sie als „Stadtschreiberin“ des Goethe-Instituts in Damaskus. 2008 erschien im Ammann Verlag ihr Roman „Archanu“. Der Roman „Der kleine Rest des Todes“ (Frankfurter Verlagsanstalt, 2012) wurde auf Platz 5 der SWR-Bestenliste gewählt. 2015 wurde ihr vierter Roman „Die endlose Stadt“ veröffentlicht. Für ihr Gesamtwerk erhielt Ulla Lenze den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2016.
 
Liliana Marinho de Sousa realisierte während ihres Pädagogikstudiums in Köln verschiedene medienpädagogische Dokumentarfilme. Sie schloss ihr Studium 2007/2008 mit ihrem ersten Dokumentarfilm „Kein Knopf im Kopf“ in Kooperation mit dem Medienprojekt Wuppertal ab. 2009 produzierte sie einen Dokumentarfilm über „Liebe und Sexualität bei körperlich geistig behinderten Jugendlichen“, 2010 erschien die Dokumentarfilmreihe „Was glaubst du?“ zum Thema subjektive Religiosität und Glauben von jüdischen und christlichen Jugendlichen. Für ihre künstlerische Arbeit erhielt sie 2017 u.a. den Golden Leaf Award vom Duhok International Film Festival, Irak, und den BBC Arabic Festival Award für den „Besten abendfüllenden Dokumentarfilm“.
 
Kadir (Amigo) Memiş kam im Alter von zehn Jahren nach Berlin. Inspiriert durch die aufkommende Hip Hop-Kultur der 1980er Jahre brachte er sich als Autodidakt das Tanzen auf der Straße selbst bei. 1993 gründete er mit Vartan Bassil die B-Boy Crew Flying Steps, die zahlreiche Titel im Rahmen renommierter „Breakdance-Battles“ gewannen. Zusammen mit Takao Baba rief Amigo die „Dance-Unity“ ins Leben, eine Kommunikations- und Austauschplattform für Tänzer weltweit. Daraus entstand auch „Funkin' Stylez“, einer der größten internationalen Hip Hop-Battles Deutschlands. In Memiş Produktionen spielt der individuelle Austausch zwischen den Tänzern aus verschiedenen Kulturen eine zentrale Rolle. Er arbeitete an zahlreichen Theater- und Opernhäusern, wie an der Staatsoper München, der Deutschen Oper Berlin, am Ballhaus Naunynstraße und am HAU Hebbel am Ufer. Darüber hinaus wurden seine Stücke in zahlreichen europäischen Städten wie Paris, Helsinki und Istanbul gespielt.
 
Diana Näcke studierte Journalistik und Theaterwissenschaften an der Universität Leipzig und lebt als freie Autorin und Regisseurin in Berlin. Ihr erster Kino-Dokumentarfilm „Meine Freiheit, deine Freiheit“ (2011) lief erfolgreich auf internationalen Festivals und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Ihr zweiter Kino-Dokumentarfilm „Die Geister, die mich riefen“ (2017) gewann das 25p-Cine-Stipendium und den Bremer Dokumentarfilmpreis. Neben ihrer Arbeit als Filmemacherin arbeitet Diana Näcke als Autorin, Kamerafrau und Cutterin für das Fernsehen (rbb, TV Polska und Al Jazeera) und produziert eigene Beiträge.
 
Samir Odeh-Tamimi studierte Musikwissenschaften und Komposition. Er entwickelte eine eigene Musiksprache, die sich aus seiner Auseinandersetzung mit westeuropäischer Avantgarde und arabischer Musikpraxis speist. Seine Kompositionen sind bei renommierten Festivals zu hören und er erhielt Aufträge u.a. vom Deutschlandfunk, vom WDR und vom Bayerischen Rundfunk/musica viva. 2010 wurde sein Musiktheaterstück „Leila und Madschnun“ bei der Ruhrtriennale in Bochum uraufgeführt. Samir Odeh-Tamimi ist seit 2016 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und erhielt im gleichen Jahr den Musikautorenpreis der GEMA. Seit Mitte 2017 arbeitet der Komponist an einem großen Musiktheaterwerk für das renommierte Opernfestival Aix-en-Provence, dessen Uraufführung im Juli 2019 stattfinden wird.
 
Heval Okçuoğlu lebt und arbeitet als Publizistin in Istanbul. Nach ihrem Bachelor in Medienwissenschaften mit dem Schwerpunkt Fernsehjournalismus an der Bilgi Universität Istanbul hat Okçuoğlu als Publizistin für verschiedene Kunst- und Kulturmagazine und für Medienhäuser wie Doganburda und Prosieben/Sat1 gearbeitet. 2015 gründete sie das inzwischen international bekannte Kunstmagazin 212, das auf Türkisch und Englisch erscheint und dessen Chefredakteurin sie ist. Ihre Tandempartnerin ist Antonia Märzhäuser, Schriftstellerin und Journalistin aus Berlin. Nach einer Hospitanz beim Blank Magazin (2011 bis 2013) war sie als Redakteurin und Projektmanagerin beim Onlinemagazin „Freunde von Freunde“ tätig. International hat sie beim TOO MUCH Magazine in Tokyo und beim Radio Monocle 24 in London gearbeitet. Als freie Journalistin erscheinen ihre Beiträge u.a. in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Tagesspiegel.
 
Aykan Safoğlu lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte an der Universität der Künste Berlin und dem Bard College in New York. Safoğlu war Artist-in-residence des SAHA-Studio der Rijksakademie van Beeldende Kunsten in Amsterdam. In seinen Arbeiten beschäftig er sich mit Geschichten aus marginalisierten Perspektiven, alternativen Lesarten von Kunstwerken, Queer-Politik, zeitgenössischen Identitäten in der Türkei, Nationalismus und Exil. Safoğlu hat an diversen Gruppenausstellungen teilgenommen, wie z.B. bei „Vaterfiguren sind schwer zu finden“, nGbK, Berlin (2016); „THE BILL: For Collective Unconscious“, Artspace, Auckland (2016) oder „Home Works 7“, Ashkal Alwan, Beirut (2015). Seine Arbeiten wurden auf diversen internationalen Filmfestivals gezeigt.
 
Cymin Samawatie studierte Jazzgesang an der Universität der Künste Berlin und gründete 2002 das Quartett Cyminology, das seitdem in 24 Ländern tourte und über 500 Konzerte gab. Als Solosängerin arbeitete sie u.a. mit Bobby McFerrin, den Berliner Philharmonikern, Martin Stegner, Walter Seyfarth, Roger Willemsen und Sasha Waltz zusammen. Sie gab Meisterklassen, Workshops und Seminare im In- und Ausland. Sie hat die künstlerische Leitung auf verschiedenen Festivals inne, u.a. „Festival Female Voice of Iran“ in Berlin und seit 2013 die Leitung des Orchesters „Divan der Kontinente“. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen - zuletzt den Deutschen Weltmusikpreis RUTH 2018.

Ignaz Schick ist Klangkünstler, Performer, Komponist und Bildender Künstler. Nach seinem Studium an der Akademie der Bildenden Künste München arbeitete er in Berlin, wo er wichtiger Bestandteil der jungen Echtzeitmusikszene wurde. Aus der Live-Elektronik entwickelt er ein eigenständiges elektro-akustisches Instrumentarium, die „Rotating Surfaces“. Seit 2012 konzentriert er sich auf die Realisierung von Konzeptkompositionen und experimentellen Radiostücken. Schick ist Kurator von Festivals für experimentelle Musik und betreibt das Experimentalmusiklabel Zarek. Er tourt weltweit, solo oder mit Gruppen wie Perlonex und Phosphor, hat zahlreiche Alben veröffentlicht und mit international renommierten Künstlern wie Mwata Bowden, Don Cherry und Sven-Ake Johansson zusammengearbeitet. 2017 war er Stipendiat der Villa Aurora in Los Angeles.

Mürtüz Yolcu war von 1995 bis 2011 Kurator des Diyalog Theaterfests Berlin, für das er 2006 die Goldene Tulpe erhielt. Als Schauspieler hatte er Engagements u.a. am Berliner Ensemble, Ballhaus Naunynstrasse, HAU Hebbel am Ufer und den Münchner Kammerspielen sowie verschiedene Rollen im deutschen und türkischen Fernsehen und Hörfunk. Als Workshop-Leiter beim Istanbuler Stadttheater übernahm er den Workshop „Kahvedan“. Ihm oblag die Projektkoordination der türkischen Filmwoche Berlin von 2007 bis 2013. Yolcu war zudem Kurator des Comedy-Programms „ŞİMDI NOW!“ in der Werkstatt der Kulturen und produzierte Musikvideos.

Kontakt: 
 
Dr. Jessica Kraatz Magri
Pressesprecherin
und Bereichsleitung
Goethe-Institut Zentrale e.V. 
Tel.: +49 89 15921 249
jessica.kraatzmagri@goethe.de
 
Viola Noll
Stellv. Pressesprecherin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906471
noll@goethe.de