21.01.2019: Museumszusammenarbeit zwischen deutschen und afrikanischen Ländern Goethe-Institut unterstützt „Agentur für Internationale Museumskooperation“

Mit der „Agentur für Internationale Museumskooperation“ will das Auswärtige Amt zukünftig die Museumszusammenarbeit zwischen deutschen und vorwiegend afrikanischen Ländern stärken und internationale Kooperationen weiter auszubauen. An der Umsetzung des mit rund 8 Millionen Euro vom Bundestag geförderten Konzepts beteiligt sich unter anderen auch das Goethe-Institut. 

Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, begrüßte die Initiative des Auswärtigen Amts: „Deutschlands Museen verfügen über ein großes Potenzial hochwertiger Sammlungen. Ich begrüße sehr, dass die vom Auswärtigen Amt geplante Internationale Museumsagentur Voraussetzung schafft, damit sich die Museen künftig stärker internationalisieren und sich in Kooperationen und Koproduktionen einbringen. So können kulturelle Lerngemeinschaften über die Kunst gefördert werden. Das Goethe-Institut unterstützt das Zusammenkommen von Museumsexpertinnen und Kuratoren schon seit längerem durch seine internationale Arbeit in Form von Plattformen, Ausstellungsprojekten oder Forschungsreisen. Mit der neuen ,Agentur für Internationale Museumskooperation' sind nun auch die politischen Weichen gestellt, um deutsche Museen stärker im Ausland zu vernetzen und den Austausch untereinander zu intensivieren.“
 
Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, betonte die Synergien, die aus der Arbeit der neuen Museumsagentur mit der weltweiten Tätigkeit des Kulturinstituts der Bundesrepublik Deutschland entstehen werden: „Die Zusammenarbeit von Museen weltweit ist für das Goethe-Institut seit Jahren ein wichtiges Thema: In vielen Regionen von Afrika bis Südostasien bieten wir Diskussionsformate, um über die Zukunft von Museen nachzudenken, wie etwa die ,Museumsgespräche‘, die wir in den vergangenen Jahren zuerst in Ostasien und Osteuropa und nun zuletzt in sieben afrikanischen Metropolen durchgeführt haben, deren Ergebnisse in diesem Jahr in einer großen Konferenz in Windhoek zusammengeführt werden. Große Ausstellungsprojekte wie ,bauhaus imaginista‘, das wir mit wichtigen deutschen und internationalen Partnern realisieren, sowie umfangreiche Aus- und Fortbildungsprogramme für Kuratorinnen und Kuratoren gehören ebenso zu den Arbeitsfeldern des Goethe-Instituts. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir die Einrichtung einer neuen Museumsagentur, denn sie kann große Ausstellungsprojekte direkt zwischen Museen fördern und technische und logistische Unterstützung leisten. Sie schließt damit eine wichtige Lücke in der weltweiten Ausstellungskooperation. Gestützt auf unsere langjährige Erfahrung in diesem Feld und mit Hilfe unseres weltweiten Netzwerks arbeiten wir gerne daran mit.“
 
Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit 159 Instituten in 98 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild.

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