20.03.2019: Das Goethe-Institut auf der Leipziger Buchmesse 2019 Europa literarisch erkundet

Das Goethe-Institut widmet sich Europa auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse Europa. Am 23. März spricht Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, mit der serbischen Autorin Iva Brdar und dem kroatischen Autor Dino Pešut über Perspektiven der jungen Generation auf Europa. Außerdem stehen auf dem Programm der deutsch-griechische Literaturdialog und die Erkundung eines europäischen Freiheitsbegriffs mit Tanja Dückers, die das E-Book „A good European“ präsentiert.

 

Der Präsident des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann sagte anlässlich der diesjährigen Leipziger Buchmesse: „In einer Zeit, in der Europa verstärkt in Frage gestellt wird und sich Länder gegenseitig abschotten, ist es wichtig, Netzwerke zu bilden, um das Bewusstsein für die europäische Gemeinschaft und ihre Ideale zu stärken. Mir ist es deshalb ein wichtiges Anliegen, mit der jungen Autorengeneration in Leipzig über ihre Erwartungen an Europa zu diskutieren.“ Er sagte weiter: „Das Goethe-Institut engagiert sich für die europäische Integration und fördert zum Beispiel mit Residenzen und Übersetzungen insbesondere junge europäische Nachwuchsautorinnen und -autoren. Ich freue mich, dass wir eine Auswahl unserer Aktivitäten auf der diesjährigen Buchmesse in Leipzig auch in Deutschland präsentieren können.“

Unter dem Titel „Daumenregeln und aufgeschürfte Knie. Worüber schreibt die kommende Generation?“ wird Klaus-Dieter Lehmann mit der serbischen Brücke-Berlin-Preisträgerin Iva Brdar und dem zuletzt mit dem Deutschen Jugendtheaterpreis ausgezeichneten kroatischen Dramatiker und Schriftsteller Dino Pešut über die aktuelle politische Lage in Südosteuropa diskutieren.
23. März 2019, 12.30-13.30 Uhr, Traduki-Bühne, Halle 4, D 507

In „A Good European. Eine Besprechung des Freiheitsbegriffs in Europa“ gehen die Autorinnen Tanja Dückers und Nasrin Siege mit ihren Kurzgeschichten dem Begriff der Freiheit nach. In „Libellen“ thematisiert Tanja Dückers beispielsweise das Fortwirken des Zweiten Weltkriegs in der Enkelgeneration, während Nasrin Siege sich in „Papa kommt nach“ in die Perspektive eines geflüchteten Mädchens hineinversetzt. Alle Texte sind im Rahmen des Projekts „Freiraum“ entstanden und unter www.goethe.de/freiraum nachzulesen.
23. März 2019, 15 Uhr, ARTE-Bühne in der Glashalle, linke Empore, Stand 11

Zum Auftakt seines Griechisch-Schwerpunkts 2019/20 stellt das Litrix-Programm des Goethe-Instituts das Thema „Frühlingserwachen. Deutsche und griechische Literatur im Austausch“ in den Mittelpunkt. Die deutsche Übersetzerin und Autorin Michaela Prinzinger und der griechische Autor Christos Asteriou sprechen mit dem Moderator Konstantinos Kosmas von der FU Berlin über neue Initiativen und Projekte zur Stärkung des Literaturaustausches zwischen Deutschland und Griechenland.
22. März 2019, 15 Uhr, ARTE-Bühne in der Glashalle, linke Empore, Stand 11

Und schließlich schlägt das Goethe-Institut mit der Podiumsdiskussion „Die Macht der Vervielfältigung. Von prä- zu postdigitaler reproduktiver Kunst in Brasilien und Deutschland“ in der Reihe „Leipzig liest“ eine Brücke von Europa nach Brasilien. Das brasilianisch-deutsche Ausstellungsprojekt beleuchtet verschiedene Facetten der Reproduktion in der deutschen und brasilianischen Druckkunst. In dem Panel nehmen Gregor Jansen, Kurator der Ausstellung, und Andreas Schalhorn, Kurator am Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, den Originalitätsbegriff im Zeitalter des (Post-)Digitalen in den Blick.
23. März 2019, 15-17 Uhr, HALLE 14, Zentrum für zeitgenössische Kunst, Leipziger Baumwollspinnerei

Literaturprogramme des Goethe-Instituts
Das Goethe-Institut stärkt den Dialog und die Zusammenarbeit im Bereich der internationalen Literaturbeziehungen und trägt zur Stärkung der Präsenz deutscher Literatur im Ausland bei. Ein Förderprogramm für Übersetzungen unterstützt ausländische Verlage bei der Publikation deutscher Literatur. In den fast 40 Jahren seines Bestehens wurde die Veröffentlichung von rund 6.000 Büchern in 45 Sprachen ermöglicht, allein im Jahr 2018 wurde die Übersetzung von rund 280 Werken gefördert. Des Weiteren bietet das Goethe-Institut Künstlerinnen und Künstlern durch Residenzprogramme, davon zurzeit elf speziell für Literatur und Übersetzung, einen Raum für neue Perspektiven. Gegenwärtig leben und arbeiten deutsche Autoren und Übersetzerinnen dank dieser Residenzen unter anderem in Belgrad, Buenos Aires, Ljubljana, Nanjing, Helsinki und Pazin. Gleichermaßen wird auch ausländischen Autorinnen und Autoren ein Aufenthalt in Deutschland ermöglicht. Weitere Programme des Goethe-Instituts für eine angebotsorientierte Form der Literaturvermittlung sind Litrix.de und Books First. Litrix.de präsentiert ausgewählte, deutschsprachige Neuerscheinungen und bietet für diese Titel eine gezielte Übersetzungsförderung in wechselnde Schwerpunktsprachen an, derzeit ins Griechische. Books First ist ein Projekt, das das Goethe-Institut anlässlich des Deutschlandjahres in den USA (2018/19) zur Vermittlung deutschsprachiger Literatur ins Englische ins Leben gerufen hat.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.ahojleipzig2019.de
www.goethe.de/literatur

Das Programm des Goethe-Instituts auf der Leipziger Buchmesse wird in Zusammenarbeit mit der Leipziger Buchmesse und ARTE sowie mit TRADUKI, dem Ministerium für Kultur der Republik Kroatien, und dem Ministerium für Kultur und Information der Republik Serbien realisiert.

Kontakt:
 
Hannah Cuvalo
Pressereferentin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906 471
hannah.cuvalo@goethe.de

Heike Friesel
Bereichsleiterin
Literatur und Übersetzungsförderung
Goethe-Institut Zentrale
Tel.: +49 89 15921 287
heike.friesel@goethe.de