23.05.2019: Auszeichnung wird im Goethe-Institut New York überreicht Damion Searls wird mit Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis ausgezeichnet

Der US-amerikanische Schriftsteller und Übersetzer Damion Searls erhält den diesjährigen Helen und Kurt Wolff Preis für seine Übersetzung von Uwe Johnsons Roman „Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl“. Am 23. Mai 2019 wird die mit 10.000 US-Dollar dotierte Auszeichnung im Goethe-Institut New York überreicht.

Der Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis zeichnet jedes Jahr eine herausragende Literaturübersetzung vom Deutschen ins Englische aus, die im vorangegangenen Jahr in den USA veröffentlicht wurde. Seit 2015 wird der von der deutschen Regierung finanzierte Preis vom Goethe-Institut New York übergeben. Der diesjährige Preisträger ist Damion Searls. Er wurde von einer fünfköpfigen Jury für seine Übersetzung von Uwe Johnsons Roman „Jahrestage“ ausgewählt. Die amerikanische Ausgabe des Romans erschien 2018 bei NYRB Classics unter dem Titel „Anniversaries. From the Life of Gesine Cresspahl“.

In der Begründung der Jury des Helen und Kurt Wolff Preises heißt es: „Dieser mehrbändige Roman, der eine gewaltige Übersetzungsherausforderung darstellt, zeichnet ein Jahr im Leben von Gesine Cresspahl auf - einer Frau, die mit ihrer kleinen Tochter das ostdeutsche Heimatstädtchen in Richtung New Yorks Upper West Side verließ. Searls' Übersetzung dieses Monumentalwerks - das mit den Schriften von Joyce, Faulkner und Balzac verglichen wurde - ist die erste vollständige Ausgabe des Romans auf Englisch. Seine facettenreiche Übersetzung fängt den schwindelerregenden Wirbel der Ereignisse ein, vom Alltäglichen bis zum Weltbewegenden, mit akribischer, akustisch faszinierender Prosa und sorgt auf fast 1.700 Seiten für fesselnde Lektüre.“

Der aus New York stammende Übersetzer und Schriftsteller Damion Searls übersetzt aus dem Deutschen, Norwegischen, Französischen und Niederländischen, darunter zahlreiche Bücher klassischer und moderner Autorinnen und Autoren wie Marcel Proust, Rainer Maria Rilke, Friedrich Nietzsche, Ingeborg Bachmann oder Elfriede Jelinek. Als Autor hat er unter anderem über Hermann Rorschach und den Rorschach-Test geschrieben. Außerdem hat er eine Ausgabe von Thoreaus Tagebüchern herausgegeben und eine verlorene Arbeit von Melville publiziert.

Neben dem Helen und Kurt Wolff Preis wird am 23. Mai 2019 auch der Gutekunst Prize of the Friends of Goethe New York im Goethe-Institut New York an die Übersetzerin Erin Palombi vergeben. Der mit 2.500 US-Dollar dotierte Förderpreis der Friends of Goethe New York unterstützt Nachwuchsübersetzerinnen und -übersetzer deutscher Literatur unter 35 Jahren, die bislang weder publiziert noch unter Vertrag für eine Buchübersetzung stehen.

Weitere Informationen zu den Übersetzerpreisen finden Sie unter:
www.goethe.de/us/helenandkurtwolffprize
www.goethe.de/us/gutekunstprize

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