15.07.2019: Presseeinladung Ausstellungseröffnung „Love At First Fight!“ im Schwulen Museum in Berlin

Mit dem Multimediaprojekt „Queer As German Folk“ eröffnet das Goethe-Institut anlässlich des 50. Jahrestags der Stonewall-Aufstände neue Perspektiven auf 50 Jahre queere Bewegungsgeschichte in Deutschland – und stellt dabei Querverbindungen zur aktivistischen Szene in den USA her. Die innovative, rund 100 Exponate umfassende Ausstellung ist ab dem 18. Juli unter dem Titel „Love At First Fight!“ im Schwulen Museum Berlin zu sehen. Zusätzlich wird sie seit Mai an insgesamt acht Goethe-Instituten in Nordamerika gezeigt. Ein queeres Filmprogramm und Diskussionsveranstaltungen begleiten die Ausstellung.

In ganz Deutschland gehen in diesen Wochen Hunderttausende queere Menschen für ihre Rechte auf die Straße, ob in Köln, Berlin oder in Pirna - ob lesbisch, schwul, bisexuell, trans* oder inter*. Sie feiern sich selbst und diejenigen, die diese Paraden möglich gemacht haben: Denn vor 50 Jahren setzten die Stonewall-Aufstände in der New Yorker Christopher Street den Startpunkt für queere Revolten in vielen Teilen der Welt. Aber wie kam der Funke aus den USA nach Deutschland? Und was hat er wann entzündet? Auf diese Fragen will die Ausstellung „Love at First Fight!“ ab dem 18. Juli im Schwulen Museum in Berlin nach Antworten suchen.

„Love at First Fight!“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Goethe-Instituts und des Schwulen Museums. Die Wanderausstellung wirft dabei Schlaglichter auf den Widerstand der vergangenen 50 Jahre: Plakate, Flyer, gedruckte Protestaufrufe, Underground-Fanzines, Streitschriften. Die Ausstellung schaut überall dorthin, wo sich auch innerhalb der Bewegung Widerstand und Widerspruch regte: die frühen Treffpunkte für Lederschwule in Kreuzberg, die feministische Szene in der DDR, der sogenannte Hexenprozess um ein lesbisches Paar in Itzehoe 1974 oder Protestaktionen heutiger trans*Bewegungen.

Das Wilde und Chaotische dieser Zeit spiegelt sich auch in der Szenografie der Ausstellung - erdacht vom Berliner Gestaltungsbüro chezweitz. So werden bei „Love at First Fight!“ die Exponate auf unterschiedlichste Träger wie Leinwände, Plakate, T-Shirts, Flyer oder Klebebänder gedruckt und dann mobil im Raum installiert. Auf diese Weise passt sich die Ausstellung an die jeweiligen lokalen Kontexte und Räumlichkeiten an.

Ausstellungseröffnung „Love at First Fight“ im Rahmen des Multimedia-Projekts „Queer As German Folk“
Datum:
18. Juli 2019, 19 Uhr
Ort: Schwules Museum, Lützowstraße 73, 10785 Berlin

Die Ausstellung ist Teil des Multimediaprojekts „Queer As German Folk“ des Goethe-Instituts, das die Geschichte und Geschichten queeren Widerstands in Deutschland und den USA seit Stonewall beleuchtet. Neben der Station in Berlin tourt das Projekt seit Mai bis Ende des Jahres an acht weiteren Goethe-Instituten in Nordamerika, darunter New York, Toronto, San Francisco und Mexico-Stadt. Ein Diskussions- und Filmprogramm begleitet die Ausstellungen an den jeweiligen Orten. Ab 2020 soll „Queer As German Folk“ für mindestens weitere fünf Jahre auf Tour gehen und weltweit die Netze des Goethe-Instituts sowie des Schwulen Museums nutzen.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.goethe.de/usa/queer
www.schwulesmuseum.de

„Queer As German Folk“ ist ein Projekt der Goethe-Institute in Nordamerika in Zusammenarbeit mit dem Schwulen Museum, Berlin, und der Bundeszentrale für politische Bildung.

Kontakt:

Dr. Jessica Kraatz Magri
Pressesprecherin und
Bereichsleiterin Kommunikation
Goethe-Institut e.V.
Tel. +49 89 15921 249
Jessica.KraatzMagri@goethe.de

Georg Blochmann
Institutsleiter
Goethe-Institut New York
Tel.: +01 212 439-8680
Georg.Blochmann@goethe.de

Daniel Sander
Pressekontakt
Schwules Museum
Tel.: +49 30 695 992 52
presse@schwulesmuseum.de