30.10.2019: „Wunderbar Together“ geht zu Ende Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigt Abschluss des Deutschlandjahrs USA in Boston

Mit über 2000 Veranstaltungen in allen 50 US-Bundesstaaten besuchten das Deutschlandjahr USA mehr als 1,5 Millionen US-Amerikaner*innen. Als bisher größtes Deutschlandjahr feiert es im November seinen Abschluss mit einer US-weiten Reihe von Veranstaltungen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigt das Deutschlandjahr mit einem Grußwort und einem Konzertbesuch in Boston.

Höhepunkt ist am 31. Oktober der Besuch des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, Schirmherr der Initiative „Wunderbar Together“, anlässlich des Konzerts des Gewandhausorchesters Leipzig und des Boston Symphony Orchestras sowie der Wiedereröffnung des Goethe-Instituts Boston. Der Bundespräsident würdigte das Deutschlandjahr: „Damit Demokratie und Freiheit eine Zukunft haben in dieser Welt voller Anfechtungen und Konflikte, damit der ,Westen‘ mehr bleibt als eine Himmelsrichtung, dafür brauchen wir einander. Dafür brauchen wir die transatlantische Partnerschaft! Ganz aktuell, dank des Deutschlandjahrs, sind nun für viele Menschen in Deutschland und den USA tausende neue Bilder dieser transatlantischen Freundschaft hinzugekommen.“

Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik, sagte über dieses bislang größte vom Auswärtigen Amt geförderte Deutschlandjahr: „Das Deutschlandjahr in den USA hat lebendig gezeigt, was ,Wunderbar Together‘ heißt: Deutschland und die USA verbindet viel – unabhängig von der politischen Lage. Die Fragen der Globalisierung können wir nur gemeinsam beantworten – und die Zivilgesellschaft kann wichtige Impulse dafür geben, um das transatlantische Verhältnis weiter zu gestalten. Jetzt heißt es, den Dialog zwischen unseren Gesellschaften auch über das Deutschlandjahr hinaus fortzuführen.“

In den vergangenen zwölf Monaten fanden sich unter der Initiative „Wunderbar Together“ 368 Partnerorganisationen zusammen, welche die Verbindungen zwischen Deutschland und den USA vertieften und erneuerten. „Die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA sind fest und intensiv, dies wurde in den vergangenen zwölf Monaten mit insgesamt rund 2000 Veranstaltungen deutlich. Beide Länder haben gezeigt, dass sie ,Wunderbar Together‘ sind, gemeinsame Erinnerungen, Werte und Perspektiven teilen. Ich freue mich sehr darüber, wie positiv die Menschen in den USA unsere Angebote aufgenommen haben – vor allem auch die jungen Menschen im Herzen der USA. Deshalb wird nach Beendigung des Deutschlandjahrs unser Land den transatlantischen Dialog aktiv weiter befördern: Wir freuen uns, zum Abschluss des Deutschlandjahrs gleich drei Institute in Washington, Boston und Los Angeles in neuen Häusern wiederzueröffnen“, kommentiert Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, das die Projektleitung dieses Deutschlandjahrs inne hatte.

Auch die Pop Up Tour in Chicago, Atlanta, St.Louis und Portland präsentierte mit einer Roadshow aus Ausstellungen, Edutainment, Konferenzen und Science Slam die kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA. Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), betonte: „Bei der Pop Up Tour haben deutsche Unternehmen ihr starkes Engagement für die transatlantischen Beziehungen gezeigt. Die Vereinigten Staaten sind und bleiben unser wichtigster Exportmarkt. Viele deutsche Unternehmen sind aus der amerikanischen Unternehmenslandschaft nicht mehr wegzudenken. Unsere gemeinsamen Werte Freiheit und Demokratie sowie fairer Wettbewerb und eine offene Wirtschaftsordnung sind auf beiden Seiten des Atlantiks tief verankert.“

Bilder zum Deutschlandjahr USA finden Sie unter:
www.goethe.de/de/uun/prs/bld/dja.html

Mehr Informationen zum Deutschlandjahr USA finden Sie unter:
wunderbartogether.org/
www.goethe.de/wunderbartogether

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Anhang

Zahlen zum Abschluss des Deutschlandjahrs USA:
Akteure aus Kultur, Sport, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik von beiden Seiten des Atlantiks machten mit durchschnittlich 55 Veranstaltungen und 82 Digitalangeboten pro Tag im ganzen Land die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen erlebbar: Von einer Performance der Künstlerin und Biennale-Preisträgerin Anne Imhof im Art Institute of Chicago, über den Nachhaltigkeitsgipfel, Austauschprogramme für Auszubildende, Sportprogramme und kulinarische Wochen bis hin zum mobilen Oktoberfest „Wiesn in a Box“ und einem Martinszug in Texas. Der WanderbUS steuerte insgesamt 45 Middle- und Highschools an und erreichte 10.000 Schüler*innen. Die „Sequencer Tour“ die gemeinsam von re:publica, Reeperbahn Festival und Next Media Accelerator durchgeführt wurde, erreichte ein großes Publikum in Los Angeles, Austin (zu Gast bei SXSW), New York City, Detroit, Portland und Berlin mit Veranstaltungen zu den Themen Digitalisierung, Kreativwirtschaft, Mobilität und Zugang zu Kunst und Kultur. Die Filme der Kinoplattform „Wunderbar – Celebrating German Film“ hatten insgesamt über 120.000 Views. Die Podcasts der Reihe „The Big Pond“ verzeichneten über 100.000 Aufrufe auf Goethe.de und wurden US-weit im Radio gesendet. Mit circa 1,5 Millionen Followern verfügt das Bündnis der Partnerorganisationen auch über eine hohe Resonanz in den Sozialen Medien. Insgesamt erreichte das Deutschlandjahr dort 9,7 Millionen Nutzer*innen. Besonders engagiert waren sie im sogenannten Heartland der USA in den Städten Columbus, Ohio; Chicago, Illinois; Cincinnati, Ohio; St. Louis, Missouri; Indianapolis, Indiana; Houston, Texas; San Antonio, Texas und Phoenix, Arizona.

Veranstaltungen zum Abschluss des Deutschlandjahrs in den USA:
Mit drei Konzerten vom 30. Oktober bis zum 2. November läuten das Gewandhausorchester Leipzig und das Boston Symphony Orchestra den Abschluss des Deutschlandjahrs ein. Ihre Partnerschaft unter der Leitung des gemeinsamen Dirigenten Andris Nelsons setzt auch ein Zeichen anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Mauerfalls. In New Orleans findet vom 10. bis 16. November die Abschlusskonferenz von „Mississippi. An Anthropocene River“ statt, einem Projekt des Haus der Kulturen der Welt und des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte, in dessen Rahmen Künstler*innen und Wissenschaftler*innen den menschlichen Einfluss bei der Gestaltung und Veränderung der ikonischen Kulturlandschaft des Mississippi und seinen Nebenflüssen ein Jahr lang erforschten. Als prominenter Zeitzeuge berichtet Bundespräsident a. D. Joachim Gauck am 9. November in Washington, wie sich Deutschland und die Welt in den 30 Jahren seit dem Mauerfall verändert haben. Dazu gibt die Ausstellung „Medea muckt auf“ der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden vom 9. November 2019 bis zum 5. April 2020 im Wendemuseum Los Angeles einen Einblick in die Arbeit von widerständigen Künstlerinnen hinter dem Eisernen Vorhang und zeitgenössischen Künstler*innen in Südkalifornien.

Wiedereröffnungen der Goethe-Institute Boston, Los Angeles und Washington:
Am 31. Oktober findet ein Pre-Opening des Goethe-Instituts Bostons mit einem Besuch des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier statt. Die historische Villa im Herzen der Ostküstenmetropole mit seiner illustren Vorgeschichte ist seit über 50 Jahren Herz des deutschen Auftritts in Neuengland und steht nach zweijähriger Renovierung kurz vor der Wiedereröffnung 2020. Am 6. November feiert das Goethe-Institut Washington mit einem Open House seinen Umzug ins „Liz Building“, ein Projekt der deutschen Architektin Annabelle Selldorf, im kulturell belebten Viertel der „U Street“ im historischen Washington DC. Der neue Standort ermöglicht dem Goethe-Institut eine höhere Sichtbarkeit in der Stadt sowie neue Partnerschaften mit Theatern, unabhängigen Kunsträumen und zivilgesellschaftlichen Initiativen. Das Goethe-Institut Los Angeles gibt am 9. November mit einer Sneak Preview einen ersten Einblick in den neuen interdisziplinären Projektraum im urbanen und diversen MacArthur Park Viertel in Downtown Los Angeles. Der Umzug des Goethe-Instituts rundet die Neuaufstellung der deutschen Präsenz in Los Angeles ab. Mit drei Begegnungsorten (Goethe-Institut, Thomas-Mann-Haus, Villa Aurora), die jeweils über ein sehr eigenes Profil verfügen und einer aktiven Auslandsvertretung, ist Deutschland in der bewegungsreichen Metropole der Westküste facettenreich vertreten.

Die Initiative „Deutschlandjahr USA 2018/2019 – Wunderbar Together“ wird vom Auswärtigen Amt gefördert, vom Goethe-Institut realisiert und vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) unterstützt.

Im Rahmen der Pop Up Tour engagieren sich die Unternehmen BASF, Bayer AG, BMW Group, Daimler AG, Evonik Industries AG , SAP, Schaeffler, Siemens AG, Allianz, Lanxess, Lufthansa und Merck KGaA, Darmstadt, Germany, im Deutschlandjahr.


Kontakt:

Dr. Jessica Kraatz Magri
Pressesprecherin und
Bereichsleiterin Kommunikation
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Jessica.KraatzMagri@goethe.de

Dr. Jobst-Hinrich Wiskow
Abteilungsleiter Presse und
Öffentlichkeitsarbeit
Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
Tel.: +49 30 20281565
j.wiskow@bdi.eu

Auswärtiges Amt
Tel.: +49 30 5000 2056
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