02.11.2015: Lutz Dammbeck gewinnt Preis auf DOK Leipzig Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts 2015 für „Overgames“

Der Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts geht in diesem Jahr an „Overgames“ von Lutz Dammbeck. Damit zeichnet das internationale Kulturinstitut eine herausragende filmische Arbeit aus, die einen Beitrag zu gesellschaftspolitischen Diskursen im Ausland leisten kann. Die feierliche Preisverleihung fand am Wochenende auf dem Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm statt.

Bei der diesjährigen Preisverleihung im Rahmen des DOK Leipzig hat das Goethe-Institut seinen Dokumentarfilmpreis an „Overgames“ von Lutz Dammbeck vergeben. Die Dokumentation stellt Gameshows in Zusammenhang mit Re-Education-Programmen und Behandlungsmethoden posttraumatischer Syndrome. Eine komplexe Spurensuche führt über Verschwörungstheorien in eine globalisierte, konsumgesteuerte und medienüberflutete Welt. „Mit einer ausgeklügelten Montage, hoher Materialdichte und viel Sinn für Ästhetik und Humor schafft der Filmemacher ein Werk, das den Zuschauer herausfordert und ihn gleichzeitig belohnt“, heißt es in der Jurybegründung.  „Overgames“ ist Teil der von Lutz Dammbeck angefangenen Arbeit am „Herakles Konzept“, das Filme, Collagen, Installationen und Texte zusammenführt.
 
Neben cineastischen Kriterien ist für die Auswahl des Films besonders der Deutschlandbezug in Verbindung mit einer interkulturellen oder globalen Perspektive von Bedeutung. Damit kann der Film weltweit gezeigt werden und einen Beitrag zu gesellschaftspolitischen Diskursen in den Gastländern leisten.
 
Die diesjährige Jury bestand aus Regisseur Maurizius Staerkle-Drux, Gewinner des Vorjahres mit „Die Böhms – Architektur einer Familie", sowie zwei Filmfachleuten aus den Reihen des Goethe-Instituts: Franziska Münz (Goethe-Institut Madrid) und Christiane Schulte (Zentrale München, Bereich Film, Fernsehen, Hörfunk).
 
Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 2.000 Euro. Zusätzlich erwirbt das Goethe-Institut die internationale Lizenz für den Film, übernimmt die Untertitelung in mindestens acht Sprachen und zeigt den Film innerhalb seines Netzwerks aus 159 Auslandsinstituten und Partnerinstitutionen in 98 Ländern.
 
Das Goethe-Institut ist Botschafter des deutschen Films weltweit. Es kooperiert mit zahlreichen internationalen Filmfestivals, Cinematheken und anderen Partnern. Der deutsche Dokumentarfilm ist aufgrund seiner besonderen Filmästhetik und seiner Vielseitigkeit immer schon fester Bestandteil im Repertoire des internationalen Kulturinstituts. Derzeit sind mehr als die Hälfte aller Filme des Goethe-Instituts dokumentarisch.
 
Bisherige Preisträger des Dokumentarfilmpreises:
2014: „Die Böhms – Architektur einer Familie" (Maurizius Staerkle-Drux)
2013: „Land in Sicht" (Judith Keil und Antje Kruska)
2012: „Vergiss mein Nicht" (David Sieveking)
2011: „Peak" (Hannes Lang)
2010: „How to Make A Book With Steidl" (Gereon Wetze und Jörg Adolph)
2009: „Shanghai Fiction” (Julia Albrecht und Busso von Müller)
2008: „Zuletzt befreit mich doch der Tod” (Beate Middeke)
2007: „The Halfmoon Files” (Philip Scheffner)
2006: „Die Unzerbrechlichen” (Dominik Wessely)
2005: „Mein Bruder – We'll Meet Again” (Thomas Heise)
2004: „Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?” (Gerhard Friedl)
2003: „Für den Schwung sind Sie zuständig” (Margarete Fuchs)
 
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.goethe.de/filmpreis
www.dok-leipzig.de
 
Der Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts wird in Kooperation mit dem Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm vergeben.
 
Kontakt:
 
Viola Noll
Pressereferentin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906 471
noll@goethe.de
 
Johannes Hossfeld
Leiter des Bereichs Film,
Fernsehen und Hörfunk
Goethe-Institut Zentrale
Tel.: +49 89 159 21 352
Johannes.hossfeld@goethe.de