Presseeinladung
„Gastarbeiter*innen“ erzählen ihre Geschichten – Fotoausstellung in 3 ½ Teilen

Am 28. Januar 2022 wird die Ausstellung „Vom Kommen, Gehen und Bleiben“ des Mannheimer Künstlers Mirko Müller eröffnet. In einem Rundgang werden die „3 ½ Teile“ der Ausstellung präsentiert, die sich der Geschichte der „Gastarbeiter*innen“ aus ihrer persönlichen Sicht widmet. Sie wird vom neuen Zentrum für internationale Kulturelle Bildung des Goethe-Instituts Mannheim kuratiert und läuft bis 31. März 2022.

Ab 1955 kamen im Zuge der Anwerbeabkommen Millionen von Menschen aus Italien, Türkei, Griechenland, Portugal, Spanien, dem ehemaligen Jugoslawien, Marokko, Tunesien oder Südkorea nach Deutschland und verhalfen der jungen Bundesrepublik zum so genannten „Wirtschaftswunder“. „Vom Kommen, Gehen und Bleiben“ erzählt mit Porträts, persönlichen Berichten und Dokumenten besondere Geschichten besonderer Persönlichkeiten, die oft in zwei Welten leben. Über 100 Menschen haben dafür ihre Geschichte(n) geteilt und sich porträtieren lassen. Insgesamt 18 Fotografien von Mannheimer*innen und Personen aus anderen Regionen Deutschlands wurden ausgewählt. Die Ausstellung ist ein Projekt des neuen Zentrums für internationale Kulturelle Bildung in Mannheim und wird unterstützt durch das Auswärtige Amt.

Claus Preißler, Beauftragter für Integration und Migration der Stadt Mannheim, betont anlässlich der Eröffnung: „In einer Stadt wie Mannheim ist die Ausstellung aktueller denn je: Mehr als 170 Nationen leben heute hier und prägen die Stadt, die für Vielfalt und ein friedliches Miteinander steht. Die Ausstellung eröffnet gesellschaftspolitisch bedeutende neue Blickwinkel auf das Thema ,Heimat und Fremde‘, aber auch auf die Gefühle, die Menschen mit diesen Begriffen verbinden.“

Die Ausstellung ist auf dem Alten Messplatz und dem Vorplatz des Nationaltheaters Mannheim zu sehen. Mithilfe von QR-Codes können die Geschichten der Porträtierten in Originalsprache auf den eigenen Smartphones angeschaut werden. Ergänzt wird sie durch einen kontextuellen Teil im Goethe-Institut Mannheim. Dokumente, filmische Aufzeichnungen und weitere Fotografien sind dort donnerstags und freitags von 16 bis 19 Uhr sowie auf Anfrage zu sehen. Die Ausstellungsbereiche im öffentlichen Raum sind jederzeit zugänglich, der Eintritt ist frei.

Auf www.vomkommengehenundbleiben.de können zusätzlich „Gastarbeiter*innen“ und ihre Nachkommen, die in Deutschland leben oder in ihr Herkunftsland zurückgekehrt sind, ihre Geschichte teilen: als Video, Sprachnachricht, E-Mail oder WhatsApp. Diese Geschichten werden anschließend auf dem Instagram-Account @vomkommengehenundbleiben vorgestellt. Um diese Geschichten für die Nachwelt festzuhalten, können diese zudem im MARCHIVUM archiviert werden.

Die Eröffnung kann auch live verfolgt werden instagram.com/vomkommengehenundbleiben/. Termine und weitere Informationen finden Sie in Kürze auf der Website www.vomkommengehenundbleiben.de.

Ein Ausstellungsprojekt des Zentrums für internationale Kulturelle Bildung am Goethe-Institut Mannheim und Mirko Müller in Kooperation mit dem Beauftragten für Integration und Migration der Stadt Mannheim, dem Nationaltheater Mannheim und dem MARCHIVUM.

Mirko Müller ist Fotograf und Diplom-Kommunikationsdesigner. Er lebt und arbeitet in Mannheim. Der Künstler entwickelte das Projekt „Vom Kommen, Gehen und Bleiben“ im Rahmen seiner Diplomarbeit 2019 an der Hochschule Darmstadt. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert, zuletzt bei den Darmstädter Tagen der Fotografie 2020.

Das neue Zentrum für internationale Kulturelle Bildung am Goethe-Institut Mannheim ist eines von fünf Zentren in Deutschland. Diese wirken an Goethe-Instituten in Deutschland als Brücke zur Welt. Sie machen internationale Perspektiven der Kulturellen Bildung im Inland zugänglich und fördern den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einem diversen Deutschland. So soll langfristig eine Plattform für einen strategischen Erfahrungsaustausch zwischen Institutionen der Kulturellen Bildung zur Bekämpfung von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus entstehen. Unterstützt werden sie durch das Auswärtige Amt.


Weitere Informationen zum Zentrum für internationale Kulturelle Bildung finden Sie auf: www.goethe.de

Kontakt:

Meike Weber
Projektkoordinatorin Kulturelle Bildung
Tel.: +49 621 83385-26
meike.weber@goethe.de

Viola Noll
Stv. Pressesprecherin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel.: +49 160 96990995
noll@goethe.de