Innovative Verwendung von lokalen und nachhaltigen Materialien und Herstellungstechniken
Bundespräsident Steinmeier legt Grundstein für neues Goethe-Institut in Dakar

Auf seiner Reise nach Westafrika hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 21. Februar den Grundstein des neuen Gebäudes des Goethe-Instituts Dakar gelegt. Auch die Präsidentin des Goethe-Instituts Carola Lentz hat zum feierlichen Auftakt des Neubaus gesprochen. Der Entwurf für den Bau verbindet fortschrittliches Design mit der innovativen Verwendung von lokalen und nachhaltigen Materialien und Herstellungstechniken. 2023 soll das neue Institutsgebäude eröffnet werden.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der im Rahmen seines Besuchs vom 20. bis 23. Februar im Senegal für den Neubau des Goethe-Instituts Dakar den ersten Stein presste, sagte: „Ich bin optimistisch, dass Afrika und Europa die großen Aufgaben, vor denen wir stehen, gemeinsam meistern können. Ich bin überzeugt, dass wir dabei viel voneinander lernen können. Wir brauchen Ideen und Erfahrungen aus unseren beiden Kontinenten. Das neue Goethe-Institut wird genau dafür ein leuchtendes Beispiel sein.“

Die Präsidentin des Goethe-Instituts Carola Lentz betonte die Wichtigkeit des neuen Gebäudes als Leuchtturm für zukunftsweisendes Bauen: „Seit Jahren setzt sich das Goethe-Institut an seinen Standorten weltweit gemeinsam mit Kulturschaffenden, Künstlerinnen und Experten mit den Folgen der Klimakrise und Möglichkeiten ihrer Bewältigung auseinander. Lösungen für die global drängenden Herausforderungen können wir nur im gemeinsamen Austausch erarbeiten und durchsetzen. Das neue Goethe-Institut in Dakar ist ein Meilenstein auf diesem schwierigen, aber notwendigen Weg zu einer nachhaltigeren Welt.“

Für das Bauvorhaben in Dakar arbeitet das Goethe-Institut mit Kéré Architecture unter der Leitung von Francis Kéré zusammen. Der aus Burkina Faso stammende Kéré machte in den 1980er Jahren in Deutschland zunächst eine Ausbildung zum Schreiner, studierte später Architektur an der TU Berlin und gründete 2018 Kéré Architecture. In seinen Projekten stellt er vor allem ökologische Nachhaltigkeit und die Verwendung lokaler Materialien und Handwerkstechniken in den Vordergrund.

„Im Laufe meiner Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut hat es mich besonders gefreut, bei den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz nicht nur auf offene Ohren zu stoßen, sondern auch dazu aufgefordert zu werden, immer noch einen Schritt weiterzugehen“, sagt Francis Kéré. „So entstand ein Design, das auf mehreren Ebenen für die Werte steht, die ich mit dem Goethe-Institut teile.“

Für den Bau des Goethe-Instituts auf dem 2700 m2 großen Gelände verwendet Kéré lokale Materialien, die sogenannten Laterit-Ziegel. Laterit ist ein durch Verwitterungsprozesse entstandenes Rückstands- oder Residualgestein, das eine gute Schall- und Wärmedämmwirkung und einen regulierenden Einfluss auf das Raumklima besitzt. Mit seinem architektonischen Ansatz stellt Kéré sicher, dass der ästhetisch ansprechende Neubau im Stadtbild Dakars nur einen geringen ökologischen Fußabdruck hinterlässt. Das neue Goethe-Institut in Dakar wird unter anderem einen multifunktionalen Veranstaltungssaal, eine Cafeteria und eine Bibliothek beherbergen.

Das Goethe-Institut ist seit 1978 im Senegal tätig. Die Sprachkurse am Institut erfreuen sich eines wachsenden Interesses mit derzeit zehn Präsenzkursen sowie 150 Schüler*innen in der Hauptstadt Dakar. Im Zuge der Bildungskooperation Deutsch betreut das Goethe-Institut Senegal zudem landesweit etwa 140 Schulen und vier PASCH-Schulen mit ungefähr 18.000 Deutschlernenden. Neben der Vermittlung der deutschen Sprache beschäftigt sich das Institut vor allem mit dem Thema Dekolonisierung und ist in der Regionalentwicklung sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft aktiv.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier: www.goethe.de/pressemappe

Ausgewählte Pressefotos zum Download finden Sie im Bilderservice-Bereich des Goethe-Instituts: www.goethe.de/bilderservice

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit 158 Instituten in 98 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an zahlreichen weiteren Orten verfügt das Goethe-Institut insgesamt über rund 1.000 Anlaufstellen weltweit. www.goethe.de

Kontakt:

Katrin Figge
Pressereferentin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
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katrin.figge@goethe.de

Fabiola Büchele
Kéré Architecture
Tel.: +49 30 789 52391
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