Der Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis 2022 geht an Vincent Kling
Goethe-Institut zeichnet zwei Übersetzer in New York aus

Der Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis 2022 geht an Vincent Kling für seine Übersetzung von Heimito von Doderers „The Strudlhof Steps” (Die Strudlhofstiege), erschienen im Verlag New York Review Books. Der Preis, der mit 10.000 US-Dollar dotiert ist, ehrt eine herausragende literarische Übersetzungsarbeit vom Deutschen ins Englische. Die Preisverleihung findet am 16. Juni im Goethe-Institut New York statt.

Die Gewinner*innen des Preises werden von einer fünfköpfigen, aus Fachleuten bestehenden Jury ausgewählt: die Vorsitzende Shelley Frisch, Bettina Abarbanell, Philip Boehm, John Hargraves und Susan Harris.

„Die Jury des Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreises freut sich sehr, Vincent Kling als Gewinner 2022 zu verkünden. Der Roman [The Strudlhof Steps] zählt zu Österreichs renommiertesten literarischen Werken, wurde aber bisher nicht ins Englische übersetzt“, so die Jury in einem Statement. „Er bewegt sich zwischen zwei Zeiträumen – 1908 bis 1911 und 1923 bis 1925 – und vereint eine Reihe faszinierender Charaktere aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. […] Wir gratulieren Vincent Kling zu diesem monumentalen linguistischen und literarischen Erfolg, dessen meisterhafte Qualität auf jeder der mehr als 800 Seiten des Romans aufrechterhalten wird.“

Vincent Klingt lehrt Englisch, Deutsch und Französisch an der La Salle University in Philadelphia. Seine Dissertation schrieb er über die frühen Werke von Hugo von Hofmannsthal. Er hat Doderer, Veteranyi, Fritsch, Bahr und Jonke übersetzt, ebenso wie Heimrad Bäcker, Hofmannsthal, Andreas Pittler, Engelbert Pfeiffer und Werner Kofler. Für seine Übersetzung von Veteranyis Roman „Warum das Kind in der Polenta kocht“ wurde ihm 2013 der Schlegel-Tieck Prize verliehen.

Helen und Kurt Wolff waren in den 1920er-Jahren bedeutende Verleger in Deutschland. 1941 immigrierten sie nach New York und gründeten das Verlagshaus „Pantheon Books“, das sich überwiegend auf Übersetzungen deutscher sowie europäischer Literatur konzentrierte. Der Helen und Kurt Wolff Übersetzungspreis wird seit 1996 jedes Jahr verliehen.

Ebenfalls ausgezeichnet wird Hayden Toftner als diesjähriger Gewinner des Gutekunst Prize of the Friends of Goethe New York. Er erhält den mit 2.500 US-Dollar dotierten Preis für seine Übersetzung eines Auszugs aus Asal Dardans Roman „Betrachtungen einer Barbarin“ (Hoffmann und Campe, 2021). Der Gutekunst Preis of the Friends of Goethe New York richtet sich an alle College-Student*innen sowie an alle Übersetzer*innen unter 35, die bisher weder publiziert haben, noch unter Vertrag für eine Buch-Übersetzung stehen.

Weitere Informationen über den Preis und die Preisträger*innen finden Sie unter www.goethe.de/us/helenandkurtwolffprize und www.goethe.de/us/gutekunstprize  

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an Dean Whiteside dean.whiteside@goethe.de.

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit 158 Instituten in 98 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an zahlreichen weiteren Orten verfügt das Goethe-Institut insgesamt über rund 1.000 Anlaufstellen weltweit. www.goethe.de

Kontakt:

Viola Noll
Stv. Pressesprecherin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906471
noll@goethe.de

Dean Whiteside
Library and Information Project Manager
Goethe-Institut New York
Tel.: +1 2124398697
dean.whiteside@goethe.de