24.07.2012: US-Soziologin Cynthia Miller-Idriss erhält Interkulturpreis 2012

Der Interkulturpreis 2012 geht an die US-amerikanische Soziologin Cynthia Miller-Idriss. Die 1972 geborene Wissenschaftlerin überzeugte die Jury mit ihrem Beitrag über rechtsextremistische Jugendbewegungen in Deutschland. Der weltweit ausgeschriebene Preis des Goethe-Instituts fördert den interkulturellen wissenschaftlichen Dialog, die Verleihung findet am 4. Oktober 2012 in Bochum statt.

Der Interkulturpreis wird seit 2011 in wechselnden Disziplinen ausgeschrieben und fördert den interkulturellen Dialog vor allem in den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Mit der diesjährigen Ausschreibung des Preises für innovative, junge und kritisch denkende Soziologen möchte das Goethe-Institut die Soziologie als Aktionsfeld der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik stärken.

Nachwuchswissenschaftler in der Soziologie aus aller Welt waren dazu aufgerufen, sich in einem Essay mit dem „Spannungsverhältnis von Vielfalt und Zusammenhalt im Kontext von Kultur und/oder Inter-Kultur“ auseinanderzusetzen. In Anlehnung an das Thema des 36. Soziologiekongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) – „Vielfalt und Zusammenhalt“ – sollten Überlegungen zu zwei Fragekomplexen formuliert werden: Die Bedeutung von „Kultur“ für den Zusammenhalt einer Gesellschaft und die Rolle des interkulturellen Dialogs in diesem Prozess. Die Wettbewerbsbeiträge aus neun Ländern spiegelten die Vielfalt der gegenwärtigen soziologischen Forschung wider.

Die diesjährige Jury setzte sich aus den Sozialwissenschaftlern Ludger Pries (Bochum) und Angelika Poferl (Fulda) sowie dem Regionalleiter Südwesteuropa und EU-Beauftragten des Goethe-Instituts, Berthold Franke, zusammen. Cynthia Miller-Idriss, so die Jury, habe mit ihrer Arbeit einen bemerkenswerten und innovativen Zugang zum ausgeschriebenen Thema gefunden. Die US-amerikanische Soziologin gehe durch ihre transnationale Perspektive über bisherige Forschungen hinaus. Rechtsradikale Erkennungszeichen, so werde in Miller-Idriss‘ Beitrag klar, machten nicht vor Landesgrenzen halt – vielmehr komme es zu „Wanderungen“ von Symbolen über unterschiedliche nationalgesellschaftliche Kontexte hinweg und damit zu einem Prozess von Aneignung und Weitergabe, der bislang kaum untersucht wurde.

Verleihung: Interkulturpreis 2012 des Goethe-Instituts
mit einer Festrede von Michael Stavarič

im Rahmen des 36. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS)
am 4. Oktober 2012, 18 Uhr in der Ruhr-Universität Bochum
Eintritt frei

Weitere Informationen zum Interkulturpreis: www.goethe.de/interkulturpreis

Kontakt:

Christoph Mücher
Pressesprecher und
Bereichsleiter Kommunikation
Goethe-Institut Zentrale
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muecher@goethe.de

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