05.10.2012: Goethe-Institut Neapel eröffnet in neuem Gebäude

Das Goethe-Institut Neapel ist in ein geschichtsträchtiges Gebäude gezogen. Das deutsche Kulturinstitut weihte am 5. Oktober seinen neuen Sitz im Palazzo Sessa ein, in dem im 18. Jahrhundert viele europäische Künstler und Intellektuelle verkehrten, darunter auch Mozart und Goethe. „Derzeit wird mehr darüber gesprochen und geschrieben, was Italiener, Griechen, Spanier oder Deutsche trennt. Darüber gerät das Verbindende zu Unrecht in den Hintergrund. Wir mögen verschiedene Sprachen sprechen – was uns aber eint, ist unser gemeinsamer Kulturraum, das ist ein großer Reichtum. Unsere Kultur definiert Europa, nicht der Euro“, betonte der Präsident des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann anlässlich der Feierlichkeiten.

Mit seiner Einweihung im Palazzo Sessa befindet sich das Goethe-Institut in Neapel nun in Teilen des Hauses, das im 18. Jahrhundert vom britischen Botschafter Lord Hamilton und seiner schönen Frau Lady Emma Hamilton bewohnt wurde. Damals gingen dort Intellektuelle, Würdenträger und Künstler aus ganz Europa ein und aus, darunter auch Mozart und Goethe. „An seinem neuen Standort hat das Goethe-Institut Neapel einen symbolhaften Platz für die deutsch-italienischen Beziehungen bezogen“, so Lehmann am Freitag in seiner Rede bei der Eröffnungsfeier in Neapel in Anwesenheit vieler Vertreter aus Kultur und Politik. Es sei, als nähmen wir den Faden aus dieser Zeit wieder auf, in der sich das intellektuelle und künstlerische Leben Neapels im Palazzo Sessa abspielte. „Eine schönere Beziehung für unsere Arbeit können wir uns kaum wünschen. Tradition und lebendige Verpflichtung.“

2011 feierte das Goethe-Institut Neapel seinen fünfzigsten Geburtstag. In den jetzt 51 Jahren seines Bestehens etablierte es sich nicht nur als anerkannter Vermittler der deutschen Sprache und Kultur, sondern auch als ein Ort der Begegnung, des Dialogs und des Austauschs zwischen Deutschland und Italien. „Die Intensität dieses Dialogs ist mit ein Grund dafür, dass die Wahl des neuen Hauses auf eine Adresse mit großem Symbolcharakter gefallen ist – sowohl für Neapel, dank der dort gelebten Geschichte und Kultur, als auch für Deutschland, das auf gewisse Weise Goethe an einen Ort zurückbringt, den er kannte und in seinen Werken zitierte“, so Lehmann.

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