17.01.2017: Einblicke in das zeitgenössische iranische Kulturleben „Die iranische Moderne“ in Berlin

Wie arbeiten Künstler, Musiker, Autoren im Iran? Welche Freiräume schaffen sie sich? Was inspiriert sie? Wie sind die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen? Bis April 2017 geben iranische und deutsche Künstlerinnen und Kulturschaffende im Rahmen des Kulturprogramms „Die iranische Moderne“ in Vorträgen, Lesungen und Konzerten vielfältige Einblicke in das zeitgenössische iranische Kulturleben.

Das Kulturprogramm mit wichtigen Akteuren der iranischen Kulturszene, darunter die Schriftsteller Belgheis Soleymani und Mahmud Doulatabadi, der Musiker Mehdi Saki, der Künstler Ramin Etemadi-Bozorg oder die deutschen Autorinnen Nora Bossong und Judith Herrmann, präsentiert vier Monate lang überraschende und spannende iranische Positionen aus Kunst, Musik und Literatur, Theater und Film.

„Als weltweit tätige Kulturinstitution steht das Goethe-Institut seit vielen Jahren im engen Kontakt mit iranischen zeitgenössischen Künstlern, mit Musikern, Theatermachern, Literaten, Philosophen und Filmemachern. In regem Austausch mit diesem Netzwerk und nach monatelanger Vorbereitung möchten wir im Programm ‚Die iranische Moderne‘ neue Räume der kulturellen Zusammenarbeit schaffen“, sagte Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts. „Das Goethe-Institut ist überzeugt, dass über das Kulturprogramm neue Verbindungen und ein spannender Dialog zwischen deutschen und iranischen Kulturschaffenden entstehen werden.“

Einblicke in eine vielfältige Kulturszene

Mit im Programm sind unter anderem der iranische Künstler Ramin Etemadi-Bozorg und Anahita Ghabaian, Leiterin der „Silk Road Art Gallery“. Im Rahmen des CTM-Festivals wird der Musiker Ata ‚Sote‘ Ebtekar mit dem audiovisuellen Künstler Tarik Barri und den Instrumentalisten Arash Bolouri und Behrouz Pashaei zusammenarbeiten. Siavash Amini und 9T Antiope sind als weitere Vertreter der pulsierenden Szene experimenteller Klangkunst Teherans eingeladen.

Der iranische Autor Mahmud Doulatabadi wird über seinen neuen Erzählband sowie über Flucht und Migration sprechen. In Deutschland weithin unbekannte Schriftstellerinnen wie Nasim Marashi oder Nahid Tabatabai werden ihre literarischen Texte vorstellen und über ihr Leben als Autorinnen in der iranischen Hauptstadt erzählen. Auch deutsche Autorinnen und Autoren, darunter Nora Bossong, Judith Herrmann und Jan Wagner, waren auf Reisen und bei Lesungen im Iran. Sie berichten von ihren Eindrücken und Begegnungen und einem hierzulande weitgehend unbekannten, sehr aktiven Kulturleben.

Die nächsten Veranstaltungen in Berlin finden am 21. und 27. Januar mit Gesprächen über die zeitgenössische iranische Kunstszene in der Akademie der Künste und mit einem Konzert der Band „Kamakan“ im Silent Green am 28. Januar statt. Weitere Veranstaltungen, darunter eine sechsteilige Filmreihe im City Kino Wedding und ein Gastspiel an der Schaubühne, sind derzeit in Planung.

Das Programm finden Sie unter: www.goethe.de/iranischemoderne

Das Kulturprogramm „Die iranische Moderne“ organisiert das Goethe-Institut in enger Kooperation mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Freien Universität Berlin, dem HAU Hebbel am Ufer, der Akademie der Künste, dem CTM-Festival, dem BOX Freiraum, den Internationalen Filmfestspielen Berlin, der Schaubühne am Lehniner Platz, dem City Kino Wedding und dem Literarischem Colloquium Berlin. Gefördert wird das Kulturprogramm durch das Auswärtige Amt.

Kontakt:

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Pressesprecherin und
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Projektbegleitende Kommunikation
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