16.03.2017: Kooperation des Goethe-Instituts mit Urbane Künste Ruhr „ACTOPOLIS | Die Kunst zu Handeln“ - Ausstellung und Diskussion über die Zukunft der Städte in Oberhausen

Weltweit stehen Städte vor den gleichen Herausforderungen: Wie kann es gelingen, den urbanen Raum trotz zunehmender ökonomischer Verwertung und Privatisierung als gemeinsamen Raum der Gesellschaft auszubauen und zu erhalten? Welche Rolle spielen Kunst, Kultur, Architektur und selbstorganisiertes Handeln in diesen Prozessen? Nach Antworten auf diese Fragen sucht das Projekt „ACTOPOLIS | Die Kunst zu handeln“ des Goethe-Instituts und Urbane Künste Ruhr in einer Ausstellung und in einem internationalen Symposium in Oberhausen.

2015 startete das internationale Projekt „ACTOPOLIS | Die Kunst zu handeln“. Von Oberhausen aus legten im vergangenen Jahr fast 70 Künstlerinnen, Kuratoren, Wissenschaftlerinnen, Aktivisten und Urbanistinnen den kreativen Grundstein für 46 lokale Projekte und über 50 Interventionen in den beteiligten Städten Ankara, Mardin, Athen, Belgrad, Bukarest, Oberhausen, Sarajevo und Zagreb. Sie alle zeigen ein reichhaltiges Repertoire an Möglichkeiten zur Gestaltung und Veränderung der Städte, in denen wir leben.
 
Die Erkenntnisse und Strategien, die in diesem transnationalen Testfeld für urbane Alternativen gewonnenen wurden, sind ab dem 19. März 2017 in der Alten Post Oberhausen zu sehen. In sechs Kapiteln werden dort die realisierten Projekte sowie ihre Methoden und Hintergründe vorgestellt. Ergänzt wird das Material durch Filme und Videos, die die einzelnen Projektphasen dokumentieren.
 
ACTOPOLIS fordert dazu auf, zu handeln und will zur Nachahmung inspirieren. Im Einklang mit dieser Aufforderung haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, auf den Rückwänden der Ausstellungskapitel ihre eigenen Vorstellungen und Projektideen einzubringen. Nach der Station in Oberhausen wird die Ausstellung in neun weiteren Städten in Südosteuropa sowie in Wien haltmachen.
 
Anlässlich der Ausstellungseröffnung bietet das internationale Symposium „Wir müssen reden“ am 17. und 18. März 2017 rund 60 internationalen Teilnehmenden, Rednerinnen und Rednern sowie Gästen eine Plattform, um über die Zukunft der Städte vertiefend zu diskutieren.
 
Die Eröffnungsfeier findet am 16. März um 19 Uhr unter anderem mit Matthias Makowski (Regionalleiter Südosteuropa, Leiter des Goethe-Instituts Athen) und Katja Aßmann (Künstlerische Leitung Urbane Künste Ruhr) statt.
 
Weitere Informationen finden Sie unter www.urbanekuensteruhr.de oder www.actopolis.net
 
Ausstellung und Symposium:
Alte Post Oberhausen
Poststraße 1a, 46045 Oberhausen
 
ACTOPOLIS Symposium:
Zeitraum: 17. und 18. März 2017
Mit Panels der ACTOPOLIS-Kuratorinnen und -Kuratoren Ana Dana Beroš (Zagreb), Danijela Dugandžić (Sarajevo), Ștefan Ghenciulescu (Bukarest), Elpida Karaba und Glykeria Stathopoulou (Athen), Pelin Tan (Ankara), der geheimagentur (Oberhausen) und Boba Mirjana Stojadinović (Belgrad).
Teilnahme nach bestätigter Anmeldung über: info@urbanekuensteruhr.de
 
ACTOPOLIS Ausstellung:
Eröffnung: 16. März, 19 Uhr
Dauer: 19. März bis 9. April 2017
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 14:00 bis 18:00 Uhr
Der Eintritt ist frei. Im Anschluss tourt die Ausstellung durch neun weitere Städte in Südosteuropa sowie nach Wien.
 
ACTOPOLIS Katalog:
Titel: „ACTOPOLIS | Die Kunst zu handeln“
Herausgeber: Goethe-Institut und Urbane Künste Ruhr mit Katja Aßmann, Angelika Fitz, Martin Fritz, 216 Seiten, ca. 160 farbige Abbildungen; Deutsch/Englisch; erschienen im Jovis Verlag im März 2017. Preis: 32 Euro
 
Konzept: Angelika Fitz;
Projektleitung: Juliane Stegner, Goethe-Institut Athen;
Künstlerische Leitung: Katja Aßmann, Angelika Fitz, Martin Fritz;
Projektkoordination: Natalia Sartori, Goethe-Institut Athen
Kuratorinnen und Kuratoren: Ana Dana Beroš, Danijela Dugandžić, geheimagentur, Ștefan Ghenciulescu/Raluca Voinea, Elpida Karaba/Glykeria Stathopoulou, Boba Mirjana Stojadinović, Pelin Tan
 
„ACTOPOLIS ǀ Die Kunst zu handeln“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts und Urbane Künste Ruhr in Zusammenarbeit mit lokalen Kuratorinnen, Künstlern, Aktivistinnen, Stadtplanern, Architektinnen und Experten. Die Publikation zur ACTOPOLIS Ausstellung und das ACTOPOLIS Symposium in Oberhausen werden durch das Bundesumweltministerium (BMUB) gefördert.
 
Goethe-Institut
Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit 159 Instituten in 98 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an zahlreichen weiteren Orten verfügt das Goethe-Institut insgesamt über rund 1.000 Anlaufstellen weltweit.
 
Urbane Künste Ruhr
Urbane Künste Ruhr steht als junge Kunstorganisation der Kulturmetropole Ruhr für Kunst, die den Stadtraum verändert und Menschen mit neuen Möglichkeiten der Nutzung und Betrachtung von sichtbaren und verborgenen Orten des urbanen Lebens konfrontiert. Der Kontext Stadt bietet der Kunst neue Wege, sich einzumischen und gesellschaftliche sowie ästhetische Veränderungen anzustoßen. Urbane Künste Ruhr ist neben Ruhrtriennale, ChorWerk Ruhr und Tanzlandschaft Ruhr ein Teil der Kultur Ruhr GmbH in Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und des Regionalverbandes Ruhr mit Sitz in Bochum.
 
Kontakt:
 
Christina Steenken
Pressereferentin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906 471
christina.steenken@goethe.de
 
Dijana Tanasić
Pressesprecherin
Urbane Künste Ruhr
Tel.: +49 234 97483 337
presse@urbanekuensteruhr.de