Bangkok
GR8: Der achte Game Jam in Bangkok

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Was passiert, wenn man eine Handvoll begeisterter Spieleentwickler*innen, mit einer Prise ehrgeiziger Programmierer*innen und engagierter Künstler*innen mischt, ihnen für ein Wochenende einen Kreativ-Raum sowie Expert*innen zur Verfügung stellt und ihren Freigeist für 48 Stunden das machen lässt, was ihm gerade in den Sinn kommt?

Die Antwort auf diese Frage lieferte der achte und letzte ART GAMES – Game Jam, der von 16. bis 18. März 2018 in Bangkok in der Chulalongkorn-Universität stattfand. Er brachte zahlreiche einzigartige Spiele hervor, die durch starke Inhalte und jede Menge Kreativität beeindruckten.
 
Hierfür kamen insgesamt 43 Teilnehmer*innen aus ganz Thailand zusammen, um sich ein Wochenende lang in den Räumlichkeiten der Chulalongkorn-Universität voll und ganz der Spieleentwicklung hinzugeben.
Der gesamte Game Jam stand unter dem Motto „The liberty to act“, und diese Überschrift nahmen etliche Teams wortwörtlich: Die Teilnehmenden arbeiteten unter Hochdruck Tag und Nacht an ihren Ideen, gönnten sich nur wenig Schlaf- und Essenspausen. Denn das Ziel, die Reise zum Berliner Games-Festival A MAZE. zu gewinnen, war ein äußerst motivierender Ansporn.
 
Unterstützung in diesen energiegeladenen Stunden bekamen die Spiele-Begeisterten vom Berliner Unternehmer und Spieleentwickler Riad Djemili. Er coachte die Teilnehmenden, die sich sowohl aus Programmierer*innen und Spieleentwickler*innen als auch aus Künstler*innen und Kreativen zusammensetzten. Dabei entstand eine ganz eigene Dynamik, deren Ergebnis sich am Ende sehen lassen konnte: Es entstanden insgesamt 11 neue und originelle Spiele.
 
Diese Ergebnisse wurden am Sonntagnachmittag einer fachkundigen Jury in der Chulalongkorn-Universität präsentiert: Die Expert*innen bewerteten hierbei die Originalität, die Kreativität sowie die Spielbarkeit der einzelnen Games.  
Drei von den eingereichten Konzepten, „Make it Rain“, „Handtopia“ und „This cat is a dog“, waren so überzeugend, dass sie es bis in die Endrunde schafften und der Jury in Deutschland zum finalen Urteil vorgelegt wurden. Diese entschieden sich für „Make it Rain“, ein Spiel das den Spielenden korrumpiert, um auf die gefährliche Verstrickung von Geld, Macht und Verbrechen hinzuweisen.
 
Zwei Repräsentanten des Teams nahmen vom 23. bis 29 April 2018 an dem legendären Indie-Games-Festival A MAZE. in Berlin teil. Dort lernten sie die Vertreter*innen der Teams aus den anderen sieben Game Jam-Städten kennen. Auf dem Festival hatten sie zudem die Chance, ihre Spiele potenziellen Kund*innen und Geschäftspartner*innen vorzustellen und ihr Netzwerk in der Gaming-Szene weiter auszubauen.
 
Der ART GAMES – Game Jam fand im Rahmen der interaktiven Ausstellung „Games and Politics“ statt. Die Teilnehmer*innen des Game Jams nutzten diese Gelegenheit, um sich in der Ausstellung Inspiration und Ideen für ihre eigenen Spiele zu holen.
 
Sarah Luisa Thiele/Kulturweitfreiwillige Bangkok

Spiele

Make it rain © Saranpat Sereewiwattana

Make it rain

Make It Rain klagt korrupte Strukturen an, indem es seine Spieler*innen dazu auffordert, selbst korrupt zu handeln. Inspiriert von wahren Ereignissen ist es das Ziel des Spiels, Polizist*innen und Offizier*innen mit Geld zu bestechen, um mit den eigenen Verbrechen ungeschoren davon zu kommen. Auf diese Weise wird das zerbrechliche Gerüst juristischer Systeme angesichts großen Vermögens sichtbar.