Diskussion, Film Die Bewegung der Zeugen

© Shakespeare in Zaatari © Shakespeare in Zaatari

Di, 01.11.2016

Goethe-Institut Damaskus im Exil

Fluchtbewegungen sind immer auch Bewegungen von Zeuginnen und Zeugen, das Exil ein Ort, an dem Zeugnis abgelegt wird; Thema des Panels ist die Herausforderung, mit künstlerischen Mitteln das Leid und den alltäglichen Kampf der Syrerinnen und Syrer für ein Leben in Freiheit und Würde greifbar zu machen. Dabei wird es auch um die Arbeit derer gehen, die in Syrien weiterhin Kunst- und Kulturprojekte verfolgen, sowie das Potenzial eines produktiven Austauschs zwischen den Welten. Diskutiert werden soll unter anderem, inwiefern das künstlerische Zeugnis mehr als eine zusätzliche Informationsquelle ist, worin sein Wert für die unmittelbar Betroffenen liegt und ob Kunst auf diese Weise politische Solidarität in den Exilgesellschaften motivieren kann.

Im Anschluss an die Diskussion wird der Film „Home“ von Rafat Alzakout gezeigt. Er beschreibt den Versuch einer Gruppe von jungen syrischen Künstlern im Jahr 2012, in der nordsyrischen Stadt Manbij trotz aller Widrigkeiten einen kreativen Freiraum zu schaffen.
 
Mit
Sana Yazigi, Künstlerin, The Creative Memory of the Syrian Revolution, Damaskus/Beirut
Zaina Erhaim, Journalistin und Regisseurin des Films „Syria’s Rebellious Women“, Aleppo
Maan Moussli, Dokumentarfilmregisseur des Films „Shakespeare in Zaatari“, Deir-ez-Zor/Osnabrück
Nawar Bulbul, Schauspieler und Theaterregisseur, „Shakespeare in Zaatari“, Homs/Amman
Zainab Alsawah, Schauspielstudentin an der Universität der Künste Berlin, Homs/Berlin

Moderation
Dr. André Grahle, Dozent für Philosophie an der LMU München, München

In Kooperation mit Karama. www.kollektivkarama.de
 

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