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Kamerun
Princess Marilyn Douala Manga Bell

Princess Marilyn Douala Manga Bell
Princess Marilyn Douala Manga Bell | ©Kwedi Nelson

Princess Marilyn Douala Manga Bell wurde 1957 in Kamerun geboren. Ein Ziel ihres Schaffens ist die Würdigung der historischen Rolle ihres Urgroßvaters Rudolf Manga Bell (1873-1914), dem Anführer einer wichtigen Widerstandsbewegung gegen die deutsche Kolonialmacht. Damit will sie unter anderem zur erinnerungspolitischen Diskussion in Kamerun beitragen. In Paris studierte sie Entwicklungsökonomie, seit 1994 ist sie als Entwicklungsexpertin tätig, u.a. für die Weltbank und die Europäische Kommission. Sie ist Mitbegründerin des 1991 eröffneten Contemporary Art Center doual’art in Douala und setzt sich für die Zukunft afrikanischer Museen und die Restitution kultureller Artefakte aus kolonialen Kontexten ein. So nahm sie 2016 an der Konferenz des Goethe-Instituts Johannesburg zur Konzeption des Humboldt-Forums aus Sicht afrikanischer Expert*innen teil. 2019 war sie Ko-Kuratorin des Projekts „Burden of Memory“ des Goethe-Instituts Yaoundé, das künstlerische Auseinandersetzungen mit der deutschen Kolonialherrschaft in Afrika aus verschiedenen afrikanischen Ländern zusammenbrachte. Zu ihren jüngsten Initiativen gehört das Ausstellungsprojekt „Kamerunstaat“, das mit einem pädagogischen Begleitprogramm durch Schulen in Kamerun tourt. Außerdem kuratierte sie im Museum am Rothenbaum – Kulturen und Künste der Welt (MARKK) in Hamburg die im April eröffnete Ausstellung „Hey Hamburg. Kennst Du Rudolf Manga Bell?“ (Laufzeit bis 31. Dezember 2022).  Princess Marilyn Douala Manga Bell lebt in Douala.
 
Die Begründung der Preisvergabe

„Marilyn Douala Manga Bell verbindet in herausragender Weise zivilgesellschaftliches Engagement mit internationalem kulturellem Schaffen und nimmt eine versöhnende und zukunftsweisende Position zu gesellschaftlichen Konflikten und historisch begründeten Problemen ein. Sie entwickelt viel beachtete Ideen zur Aufarbeitung kolonialen Unrechts sowie zur Festigung der eigenen kamerunischen Identität.“
 

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