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Brasilien
Eva Sopher

Eva Sopher
Foto: Tiago Trindade

Eva Sopher, die Präsidentin des Theatro São Pedro in Porto Alegre, hat mit ihrem leidenschaftlichen Engagement für die Bühnenkunst die Kulturlandschaft Porto Alegres maßgeblich geprägt. Sie schuf mit dem renommierten Theater eine einzigartige internationale Begegnungsstätte für Bühnenkünstler jeglicher Couleur. Sopher wurde 1923 in Frankfurt geboren. Als Tochter einer deutsch-jüdischen Familie musste Eva Sopher Ende der Dreißigerjahre vor den Nationalsozialisten fliehen und fand in Brasilien Zuflucht. Nachdem sie das Theatro São Pedro Mitte der Siebzigerjahre vor dem Abriss bewahrt hatte, schuf sie eine Spielstätte, die in ihrer Lebendigkeit und Internationalität bis heute bemerkenswert ist. Deutsche Tanz- und Theatergrößen wie Pina Bausch, Susanne Linke und Hanna Schygulla sowie der international erfolgreiche Pianist Nelson Freire und der Musiker und Komponist Tom Jobim waren hier bereits zu Gast. Bei der Preisverleihung konnte Eva Sopher nicht persönlich anwesend sein und wurde per Video aus Brasilien zugeschaltet. „Kultur ist meine Religion“, laute das Credo Sophers, erzählte die Schauspielerin Hanna Schygulla in ihrer Würdigung. „Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Tür und Tor weit offen zu halten für andere Künstler aus der ganzen Welt und natürlich auch für die Kultur, die aus Deutschland kam.“ Letzteres sei angesichts Sophers persönlicher Geschichte keine Selbstverständlichkeit. „Sie gibt Raum für die Unschuld neuer Beziehungen“, so Schygulla.
 

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