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Ukraine
Juri Andruchowytsch

Juri Andruchowytsch
Foto: Maik Schuck

Juri Andruchowytsch gilt als eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen der Ukraine. Als Schriftsteller, Dichter, Essayist und Übersetzer ist er Teil der kritischen, kreativen Szene, die die zivilgesellschaftlichen Prozesse nach der Revolution auf dem Maidan reflektiert und vorantreibt. Andruchowytsch ist ein entschiedener Unterstützer der Ukraine auf dem Weg nach Europa und bemüht sich um eine Annäherung von West- und Osteuropa. Mit Deutschland ist Juri Andruchowytsch unter anderem durch mehrere Stipendienaufenthalte eng verbunden. Am Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin hatte er 2014 eine Gastprofessur inne. Er übersetzt deutsche Dichter wie Rainer Maria Rilke ins Ukrainische und verschafft der dortigen Leserschaft damit einen neuen Zugang zu den deutschen Klassikern. Mit seiner eigenen schriftstellerischen Arbeit machte er das literarische Territorium seines Heimatlandes einem deutschen Publikum bekannt. In ihrer Laudatio auf Juri Andruchowytsch bezeichnete die Übersetzerin Sabine Stöhr ihn – und ebenso seine Romanfiguren – als „Wanderer zwischen den Welten“. „Sein Werk zeichnet sich gerade dadurch aus, dass es die Vielfalt feiert und lieb gewonnene Überzeugungen in Frage stellt, und zwar eigene wie fremde“, so Stöhr, die die meisten seiner Texte selbst aus dem Ukrainischen ins Deutsche übersetzt hat. Den größten öffentlichen Widerhall fanden drei seiner Romane, die während der neunziger Jahre entstanden und veröffentlicht wurden: „Rekreaciji“ (1992), „Moscoviada“ (1993, deutsche Ausgabe 2006) und „Perversion“ (1996, deutsche Ausgabe 2011). Seine Texte sind international übersetzt und verlegt worden.

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