Filmreihe Das Leben der Anderen

Headliner Berlin Wonderland

Sa, 23.11.2019

Museo Memoria y Tolerancia

Plaza Juárez, Centro Histórico Frente a Hemiciclo a Juárez en la Alameda

Regie Florian Henckel von Donnersmarck / 2006 / 137 Min.

November 1984, Ost-Berlin: fünf Jahre vor Mauerfall. Gerd Wiesler, Hauptmann im DDR-Ministerium für Staatssicherheit, wird auf den Autor Georg Dreymann und seine Freundin, die bekannte Theaterschauspielerin, Christa-Maria Sieland angesetzt. Bei seiner Abhörtätigkeit ist er zunehmend gerührt vom Leben der beiden. Als er erfährt, dass der Überwachung des Künstlerpaares private, und nicht politische Ursachen zugrunde liegen, beginnt er die Abhörtätigkeit zu sabotieren. Dies führt zu seiner Läuterung.

Wie notwendig und wichtig „Das Leben der Anderen“ ist, auch als Arbeit des Festhaltens und Erinnerns, das beweist nicht zuletzt der traurige Umstand, dass die ehemaligen „Kulturschaffenden” (dies war ein offizieller Terminus) der DDR zu diesem Thema bis heute mehr oder minder schweigen – auch wenn sie selbst zu den Stasi-Opfern zählten. Vor allem hat bis heute noch kein ehemaliger DEFA-Regisseur einen Spielfilm über das einstige MfS gedreht.

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