Film Das Sommerkino: Sophie Scholl - Die letzten Tage

Sophie Scholl - Die letzten Tage © Filmarchiv

Mo, 03.08.2020

Kino Pláž

V Přístavu
Prag 7

Februar 1943: Bei einer Flugblatt-Aktion gegen die NS-Diktatur wird die junge Sophie Scholl zusammen mit ihrem Bruder Hans in der Münchner Uni verhaftet. Nach tagelangen Verhören bei der Gestapo wird sie vom "Volksgerichtshof" der Nazis zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Marc Rothemunds SOPHIE SCHOLL – DIE LETZTEN TAGE ist, nach Michael Verhoevens DIE WEISSE ROSE und Percy Adlons FÜNF LETZTE TAGE (beide 1982) bereits der dritte neuere deutsche Spielfilm, in dem die 21-jährige Studentin im Mittelpunkt steht. Der entscheidende Unterschied zu den Vorgängern: Rothemund und sein Autor Breinersdorfer konnten auf Dokumente zurückgreifen, die in den achtziger Jahren noch nicht zur Verfügung standen, so vor allem auf die Original-Protokolle der Gestapo-Verhöre, die Jahrzehnte lang in DDR-Archiven lagen und erst nach der Wende, 1990, zugänglich wurden. Sie zeigen, welchen inneren Widerstand und welche Kraft Sophie Scholl ihrem Vernehmer entgegensetzte; der Verhör-Profi hat sich davon lange täuschen lassen und am Ende sogar versucht, der Studentin eine “goldene Brücke” zu bauen, um ihr Leben zu retten. Die Recherchen ergaben: “Er hatte einen Sohn in Sophies Alter, der kurz zuvor an die Ostfront versetzt worden war. Zudem hatte Mohr in den drei Tagen wohl großen Respekt vor Sophie gewonnen.” (Marc Rothemund).

Regie: Marc Rothemund
Darsteller: Julia Jentsch, Alexander Held, Fabian Hinrichs, Johanna Gastdorf, André Hennicke, Florian Stetter, Maximilian Brückner
Länge: 117 Minuten

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