Filmvorführung und Diskussion Seeding Gossips

Marwa Arsanios 2020 Microresistances film still © Marwa Arsanios 2020 Microresistances film still

Do, 14.01.2021

Online

Der Live-Stream wird auf dem Facebook-Kanal von State of Concept stattfinden.
 
Vortragsreihe GOSSIPS („Tratsch“) #3, eine Kooperation zwischen dem Goethe-Institut Athen und State of Concept.
 
17:30 Filmvorführung 

19:00 Diskussion

In der dritten und letzten Folge von „Gossips“ zeigen wir euch zwei Filme und diskutieren die Rolle von Frauen im Kampf für Klimagerechtigkeit.
 
Naturkatastrophen, instabile landwirtschaftliche Bedingungen: In den Ländern des globalen Südens sind es vor allem Frauen, die von den Folgen des Klimawandels unmittelbar betroffen sind. Und es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass Frauenkollektive eine Schlüsselrolle bei der Schaffung eines Weges in eine nachhaltige Zukunft spielen werden.
Die Künstlerinnen Marwa Arsanios und Jumana Manna haben sich mit Gemeinschaften beschäftigt, die gegen multinationale Konzerne  und deren Umgang mit Rohstoffvorkommen vorgehen. 
Arsanios wird über ihre jüngsten Forschungen in Zusammenarbeit mit Gemeinschaften aus verschiedenen Ländern sprechen, die Gegenstand ihres Films „Microresistances“ sind, dem dritten Teil einer Filmtrilogie mit dem Titel „Who is Afraid of Ideology“ (Wer hat Angst vor der Ideologie). Manna wird über ihren kürzlich erschienenen Essay in der Zeitschrift e-flux sprechen, der sich mit Nahrungssuche in der Wildnis befasst, sowie über ihren kommenden Film, der sich letztlich mit der Frage beschäftigt, was ausgestorben ist und was weiter wachsen darf; wer über das Schicksal der Kräutersammelkulturen entscheiden darf und welche Optionen denjenigen bleiben, die nicht mitreden dürfen.
 
Moderation: iLiana Fokianaki
Vor der Diskussion werden die Filme “Microresistances” von Marwa Arsanios und  “Wild Relatives” von Jumana Manna online vorgeführt.
 
Marwa Arsanios ist Künstlerin, Filmemacherin und Forscherin, die die Politik der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts aus einer zeitgenössischen Perspektive neu überdenkt, mit besonderem Augenmerk auf Geschlechterbeziehungen, Urbanismus und Industrialisierung. Ihre jüngsten Projekte drehen sich um Fragen der Ökologie, des Feminismus, der sozialen Organisation, der Nationenbildung, des Krieges und des wirtschaftlichen Kampfes. Sie ist Gründungsmitglied von 98weeks, einem Forschungs-/Projektraum und einer Künstlerorganisation. Einzelausstellungen: Beirut Art Center (2017); Hammer Museum, Los Angeles (2016); Witte de With Center for Contemporary Art, Rotterdam (2016); Kunsthalle Lissabon, Lissabon (2015) und Art in General, New York (2015). Gruppenausstellungen: From Ear to Ear to Eye to Eye, Nottingham Contemporary, UK (2017); Home Return, Maxxi Museum, Rom (2017).
 
Jumana Manna ist in Jerusalem aufgewachsen und lebt in Berlin. Sie ist bildende Künstlerin.In ihren Arbeiten untersucht sie, wie Macht durch Beziehungen artikuliert wird, wobei sie sich oft auf den Körper und die Materialität in Bezug auf nationalistische Erzählungen und Ortsgeschichten konzentriert. Sie wurde 2012 mit dem Young Palestinian Artist Award der A.M. Qattan Foundation und 2017 mit dem Ars Viva-Preis für Bildende Kunst ausgezeichnet. Manna hat an verschiedenen Filmfestivals und Ausstellungen teilgenommen, u.a. Henie Onstad Museum, Norwegen, 2018; Mercer Union, Kanada, 2017; Jeu de Paume und CAPC Bordeaux, Frankreich, 2017; SculptureCenter, USA, 2014; Marrakesch Biennale 6, 2016; The Nordic Pavilion auf der 57. Biennale in Venedig; sowie an den 54. und 56. Internationalen Filmfestspielen Viennale, 66. und 68. Berlinale und CPH: DOX 2018, wo Wild Relatives den Preis New: Visions gewann.

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