Filmvorführung und Diskussion Ökozid

Ökozid © zero one film

So, 15.05.2022

18:00

Edison Filmhub

2034: Vier Jahre soll es noch dauern, bis Deutschland aus der Kohle ausgestiegen ist. Doch die Welt konnte nicht warten, immer wieder kommt es zu Dürren und Hochwasser, die Folge des Klimawandels. Hätte die Bundesregierung mehr machen müssen? Hat sie fahrlässig gehandelt, indem sie nicht mehr für die Verringerung des CO₂-Ausstoßes getan hat? Der Internationale Gerichtshof soll dies entscheiden, als 31 Länder, vertreten durch Larissa Meybach und Wiebke Kastager, Deutschland auf Schadensersatz verklagen. Auf der Gegenseite kämpft der Anwalt Victor Graf dafür, dass die Bundesregierung und die damalige Kanzlerin Angela Merkel freigesprochen werden und ein weitreichender Präzedenzfall verhindert wird… 

Regie: Andres Veiel
Darsteller*innen: Utsav Agrawal, Friederike Becht, Martina Eitner-Acheampong
Deutschland, 2020, 90 min.

Im Anschluss an den Film wird es eine Podiumsdiskussion mit Alexandra Kemmerer und Jutta Doberstein geben. Die Moderation übernimmt Štěpán Vizi.

Jutta Doberstein machte eine Ausbildung zur Fotografin in Köln und studierte Kamera in London. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland begann sie als Autorin und Entwicklerin für Dokumentarfilme bei zero one film, Berlin, zu arbeiten. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Lüneburg für Online-Formate und leitet Szenario-Planungs-Kurse an der Oxford Said Business School. Sie arbeitet freiberuflich als Beraterin und Autorin für Dokumentarfilm, Fiktion und Theater. Zusammen mit Andres Veiel schrieb sie das Drehbuch für Ökozid

Alexandra Kemmerer ist wissenschaftliche Referentin und Koordinatorin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht und Leiterin des Berliner Büros des Instituts. Parallel dazu ist sie als Autorin und Journalistin tätig und veröffentlicht unter anderem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Völkerrecht, europäisches öffentliches Recht, Verfassungstheorie, vergleichendes Verfassungsrecht, Kontext(e) und Geschichte(n) des Rechts sowie Medientheorie und kommunikative Praxis des Rechts. Sie wirkte als juristische Expertin am Drehbuch für Ökozid mit. 

Štěpán Vizi ist Co-Autor des tschechisch-deutschen Klimapodcasts Karbon. Zurzeit arbeitet er im Zentrum für Verkehr und Energie, wo er sich vor allem mit europäischer Energie- und Klimapolitik beschäftigt. Darüber hinaus engagiert er sich langfristig für die Aktivitäten des Deutsch-tschechischen Jugendforums. Er ist Absolvent der sozialwissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität, einen Teil des Studiums verbrachte er an den Universitäten in Bremen und Tübingen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Populismuskonferenz statt und ist in Zusammenarbeit mit der Heinrich Böll Stiftung Prag und der Karlsuniversität entstanden.
 
 

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