Musik ENSEMBLE MUSICA SEQUENZA

“Rameau à la Turque” Musica Sequenza © “Rameau à la Turque” Musica Sequenza

Fr, 24.06.2022

21:00

Tophane-i Amire


BURAK ÖZDEMİR Künstlerische Leitung & Barockfagott
DIANA RAMIREZ Sopran
KAORI KOBAYASHI Violine
LAURA VON DER GOLTZ Violine
CHANG-YUN YOO Bratsche
WOLF HASSINGER Violoncello
MIRJAM WITTULSKI Kontrabass
CHARLIE ZHANG Laute
CENGİZ ÖZDEMİR Percussion und Cembalo
ASIM ŞENOCAK Kanun
ERCAN IRMAK Ney

Konzertprogramm

VOR DEM KONZERT
 “DIE SPUREN DES ORIENTS IM OKZIDENT”
GESPRÄCH MIT DR. YEŞİM GÜRER OYMAK UND BURAK ÖZDEMİR

Der Ausnahmefagottist Burak Özdemir bezaubert sein Publikum immer wieder mit Projekten, die sein Instrument eine ganz andere Sprache sprechen lassen und neue Horizonte eröffnen. Zusammen mit seinem Ensemble Musica Sequenza präsentiert er nun einen herausragenden Dialog von französischem Barock und osmanischer Hofmusik: “Rameau à la turque”
In diesem Projekt treffen einer der Architekten der Barockmusik, der Pariser Komponist Jean-Philippe Rameau, und dessen Les Indes galantes und die Werke des Hofkomponisten Istanbuls, das auch das übergreifende Thema des diesjährigen Festivals bildet, Tanburi Mustafa Çavuş aufeinander. Dieses Aufeinandertreffen von Werken ganz unterschiedlicher Art dieser beiden historischen Namen und ihrer musikalischen Auffassungen bringt eine Seite des Barock zum Vorschein, welche die Zuhörer schier fasziniert: Eine vollkommen neue und inspirierende Interpretation und Zusammenkunft, eine schlichtweg bezaubernde Performance...

Der Komponist, Fagottist und Dirigent Özdemir blickt auf eine beeindruckende musikalische Karriere zurück. Er studierte an der renommierten Julliard School und in Berlin und gründete 2008 das Ensemble Musica Sequenza, mit dem er zahlreiche interkulturelle Projekte umsetzte. Özdemir arbeitete mit der Tanzlegende Sasha Waltz zusammen und mit Weltstars wie Rolando Villazon, Matthew Herbert, Werner Ehrhardt und Fazil Say. Burak Özdemir, der verschiedene Gattungen, Epochen und Auffassungen wie eine künstlerische Spielwiese seiner ureigenen musikalischen Ansätze nutzt, dringt mit “Rameau à la turque” in die Tiefen der eigenen Wurzeln vor. Die Beziehung, die Özdemir zwischen der osmanischen Modernisierung und der französischen Kultur herstellt, fußt manchmal auf orientalischen Motiven in der europäischen Malerei des 18. Jahrhunderts, manchmal auf Straßennamen und –schildern Istanbuls, manchmal ist sie auch inspiriert von der Pariser Mode jener Jahre. “Auf diese Weise ist die Idee entstanden, die im Orient beheimateten Instrumente Ney und Kanun gemeinsam mit den barocken Instrumenten des Okzidents auf eine Bühne zu bringen”, erklärt er.

Das diesjährige Festival feiert sein großes Finale mit dem Berliner Ensemble Musica Sequenza und dessen umfangreichem Repertoire, das von den Komponisten der Renaissance bis zu Werken der Gegenwart reicht, und präsentiert ein Konzert im Tophane-i Amire, dessen lebendige Geschichte und beeindruckende Atmosphäre das Publikum wird so schnell nicht wieder vergessen können!
MUSICA SEQUENZA
“Rameau a la Turque”

 

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