Ausstellung zeitgenössischer Kunst Schönheit und Schrecken: Orte des Kolonialismus und Faschismus

Bellezza e Terrore © Giulia Piscitelli

Fr, 24.06.2022 -
Mo, 26.09.2022

Neapel, Museo Madre

Schönheit und Schrecken: Orte des Kolonialismus und Faschismus setzt im Neapel der 1930er und 1940er Jahre an und präsentiert recherchebasierte Kunstwerke, die auf bislang wenig diskutierte Ereignisse, Architektur und Archivmaterial reagieren. Mit einem Schwerpunkt auf der geografischen und zeitlichen Gleichzeitigkeit von Geschichten, die selten zusammen erzählt werden, ergründet das Projekt - mit dem Blick zeitgenössischer Künstler:innen und kritischer Denker:innen - die Geschichte und das zeitgenössische Erbe der miteinander verflochtenen Gewalt von Kolonialismus und Faschismus sowie die philosophischen, ästhetischen und ikonografischen Apparate, die beiden zugrunde liegen. Parallel zur Ausstellung werden die kritischen Fragestellungen des Kunstprojekts in Seminaren, Workshops und Performances vertieft.

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 23. Juni 2022, 18:00 - 21:00 Uhr

Schönheit und Schrecken: Orte des Kolonialismus und Faschismus, kuratiert von Kathryn Weir, wird in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Neapel realisiert.

Die beteiligten Künstler - Rossella Biscotti, Sarah Abdu Bushra & Dawit Seto, Alessandra Cianelli, Leone Contini, Decolonising Architecture Art Research (DAAR), Binta Diaw, Theo Eshetu, Délio Jasse, Giulia Piscitelli und Justin Randolph Thompson - reflektieren den Inhalt, die Ästhetik und die Bedeutung der narrativen, visuellen und historischen Spuren dieser Zeit, von Archivmaterial bis zu architektonischen Hinterlassenschaften. Sie eignen sich Elemente eines "schwierigen Erbes" an, darunter Kartenmaterial aus den 1930er Jahren des italienischen Tourismusverbandes für Ostafrika, Fotografien von Hilmar Landwehr, einem Wehrmachtssoldaten, der zwischen 1942 und 1943 u.a. in Kampanien stationiert war, sowie Abbildungen aus den Zeitschriften "La difesa della razza" und "Tempo", die vom faschistischen Regime finanziert wurden.

Das öffentliche Programm der Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit Centre André Chastel (Sorbonne Université, Paris), Mostra d'Oltremare, (Neapel), Recovery Plan (Florenz) und Villa Romana (Florenz) organisiert.
 

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