Kritikmaschine
Wolfgang Bauer

Über das Meer

Warum das Schicksal der Flüchtlinge uns alle angeht 

Vor unseren Augen spielt sich eine doppelte humanitäre Katastrophe ab: Der syrische Bürgerkrieg fordert nach wie vor zahllose Menschenleben. Millionen Syrer sind auf der Flucht. Einige von ihnen wagen von Ägypten aus die Überfahrt nach Europa. Bei diesem Unterfangen sterben Jahr für Jahr Hunderte Menschen, das Mittelmeer ist damit die gefährlichste Seegrenze der Welt. 

Der "Zeit"-Reporter Wolfgang Bauer hat syrische Flüchtlinge begleitet. In ihren Verstecken in Ägypten, im Boot, auf den Straßen Europas. Er schildert die Schicksale, die sich hinter den abstrakten Zahlen verbergen, und die dramatischen Umstände der Flucht. Ein authentisches Dokument und zugleich ein leidenschaftlicher Appell für eine humanitärere Flüchtlingspolitik.
 
"Ich bin Journalist, nicht Aktivist", sagt Wolfgang Bauer. "Ich bin ein Geschichtenerzähler und ich versuche, so genau und - wenn man so will - auch so wahrhaftig zu erzählen, dass sich der Leser in meine Protagonisten einfühlen kann, dass er wirklich glaubt, in ihrem Körper, in ihren Köpfen zu stecken. Es ist wichtig, diese Einzelschicksale zu zeigen, begreiflich zu machen, warum Menschen fliehen und was sie hier erhoffen. Das kann im Journalismus nur die Form der Reportage. Und dafür muss man als Reporter vor Ort sein. Ich gehe bei meiner Themensuche selten von Thesen aus, sondern von den Geschichten Einzelner."

Wolfgang Bauer in Boston / Impressionen

  • Wolfgang Bauer Boston © Goethe-Institut/Rebecca Walpuski
  • Wolfgang Bauer und Florence George Graves © Goethe-Institut/Christoph Mücher
    Wolfgang Bauer im Gespräch mit Florence George Graves, der Gründungsdirektorin des Schuster Institute for Investigative Journalism, Goethe-Institut Boston
  • Wolfgang Bauer © Goethe-Institut/Christoph Mücher