Konferenz Iran und die Kunst der Moderne

Mit: Sussan Babaie, Dorothée Brill, Kamran Diba, Negar Diba, Feresteh Daftari, Gisela Fock, David Galloway, Vali Mahlouji, Mohsen Vaziri Moghaddam, Gabriel Montua

Mohsen Vaziri Moghadam, Scratches on the Earth, 1963 © Mohsen Vaziri Moghadam Innerhalb von wenigen Jahren und ohne direkte Vorläufer gelangte die iranische Moderne in der bildenden Kunst zu einer reichen Entfaltung. Ihre Protagonisten bewegten sich in einem Spannungsverhältnis zwischen Anschluss an internationale Entwicklungen und Rückgriff auf jahrhundertealte eigene Traditionen.
 
Goethe-Institut und Neue Nationalgalerie laden Expertinnen und Experten ein, die Herausbildung der iranischen Kunst der Moderne aufs Neue zu beleuchten. Fragen wie die von Peripherie und Zentrum und den Stromlinien von Beeinflussung sollen ebenso kritisch beleuchtet werden wie die eines nationalen Charakters der Kunst. Ebenso wird das Verhältnis von islamischer und moderner Kunst Gegenstand sein, um dabei einen differenzierten Blick auf Kategorisierungen zu werfen, die etwa als kulturellen Klischees unsere Wahrnehmung von iranischer Kunst bis heute prägen.
 
Zeitzeugen werden vom Aufbau der iranischen und westlichen Sammlung am Teheraner Museum für Zeitgenössische Kunst (TMoCA) berichten, von seinen Ausstellungskonzepten, von seinem Selbstverständnis und seiner Mission als führende Institution für zeitgenössische Kunst. Abschließend wird mit dem Shiraz Persepolis Festival das weitere kulturelle Klima im Iran der 1960er und 70er Jahre vorgestellt: Zehn Jahre lang wurden in diesem einzigartigen Schmelztiegel der Kulturen avantgardistische wie auch traditionelle Musik, Theater, Tanz und Performances aus allen Erdteilen zur Aufführung gebracht.

Eine Konferenz in Kooperation mit der Neuen Nationalgalerie.

Aufgrund der begrenzten Sitzplatzanzahl ist eine Registrierung für die Veranstaltung nicht mehr möglich. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.

VORLÄUFIGES PROGRAMM

10:15 - 10:30 Uhr
Eröffnung
Günther Schauerte (Vizepräsident Stiftung Preußischer Kulturbesitz)
Johannes Ebert (Generalsekretär Goethe-Institut)
 
10:30 - 11:45 Uhr
“Questioning Identity: Dialogues between Persian and Western Art”
Vortrag Feresteh Daftari (New York) und Gespräch mit Mohsen Vaziri Moghaddam (Rom), Moderation: Gabriel Montua (Neue Nationalgalerie)
 
12:00 - 13:15 Uhr
“Locating the ‘Modern’ in ‘Islamic’ Arts” Vortrag Sussan Babaie (London) und Gespräch mit Gisela Fock (Berlin)
 
13:15 - 14:15 Uhr
Mittagspause
 
14:15 - 15:30 Uhr
“How the Tehran Museum of Contemporary Art Came into Life” mit Kamran Diba (Frankreich), Negar Diba (Frankreich) und David Galloway (Frankreich)
Moderation: Dorothée Brill (Neue Nationalgalerie)
 
15:45 - 17:00 Uhr
“The Super-Modernism of the Festival of Arts, Shiraz-Persepolis“
 Vortrag Vali Mahlouji (London), Moderation: Gabriel Montua (Neue Nationalgalerie)
 

Die Teheran Moderne. Ein Reader zur Kunst im Iran seit 1960 © Staatliche Museen zu Berlin

Die Konferenz ist ebenfalls der Anlass zur Präsentation des von der Nationalgalerie herausgegebenen Readers zur iranischen Moderne:
 
Die Teheran Moderne. Ein Reader zur Kunst im Iran seit 1960 | The Tehran Modern. A Reader about Art in Iran since 1960. 

Für die Neue Nationalgalerie herausgegeben von Dorothée Brill, Joachim Jäger, Gabriel Montua. 


Staatliche Museen zu Berlin, 2017
zweisprachig deutsch-englisch
192 Seiten

Mit Beiträgen von Sussan Babaie, Alice Bombardier, Kamran Diba, Karim Emami, David Galloway, Hamid Keshmirshekan, Alireza Labeshka, Vali Mahjouli, Hermann Parzinger, Parviz Tanavoli sowie einer Fotostrecke von Bahman Jalali und Rana Javadi.

ISBN 978-3-88609-785-2

Preis: 19,95 € – vor Ort zu erwerben oder im  Online-Shop der Staatl. Museen zu Berlin  

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