Hör-Performances Whispering Bodies

Hörspaziergänge durch das Münchner Stadtmuseum im Rahmen des Festivals SPIELART

Für WHISPERING BODIES, erster Teil von AUDIOREFLEX MÜNCHEN – SÃO PAULO, dessen zweite Hälfte 2018 in Brasilien stattfinden wird, stellen drei Künstler*innen aus beiden Städten in Audio-Guides persönliche und politische Bezüge zu den Ausstellungsstücken des Münchner Stadtmuseums her.

Alejandro Ahmeds Hörspaziergang enthält kleine choreografische Aufgaben
zur Beobachtung des eigenen Körpers, Pulses, Atemrhythmus im Kontext der Museumsarchitektur. In ihrem Audio-Thriller bringt Suli Kurban die Vitrinen zu den NSU-Morden mit der Sammlung Puppentheater/Schaustellerei zusammen. Die Puppen dort zeigen, wie »Fremde« als exotischer Gruselfaktor inszeniert werden – ähnliche Strategien finden sich in der Berichterstattung zum NSU mit ihrer kriminalisierenden Zurschaustellung der Opfer. José Fernando de Azevedo beschäftigt sich mit Flucht und Angst und führt hierzu durch die Ausstellung »Nationalsozialismus in München«.

Durch das fürs Museum unübliche Format der Hör-Performances werden neue Möglichkeiten eröffnet, die Ausstellungen auf spielerische und doch kritische Art zu erfahren.

Idee und Dramaturgie: Sigrid Gareis, Künstlerische Gestaltung: Alejandro Ahmed, José Fernando de Azevedo und Suli Kurban.

Produktion SPIELART Festival München in Zusammenarbeit mit dem Münchner Stadtmuseum, Museu da Imigração do Estado de São Paulo, Goethe-Institut São Paulo und MITsp – Mostra Internacional de Teatro de São Paulo Festival. Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und dem Artist-in-Residence-Programm im Ebenböckhaus, sowie dem Goethe-Institut.

„Whispering Bodies“ ist der Münchner Teil des Projektes „Audioreflex München-Sao Paulo“, das im Frühjahr 2018 am Museu da Imigração do Estado de São Paulo mit den Künstler*innen Ariel Ephraim Ashbel, Claudia Bosse und Rita Natalio fortgesetzt wird.
 

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