Symposium Vertagtes Erbe?

Symposium: Vertagtes Erbe?  Grafik: studio stg

22. und 23. November 2018

Museen Dahlem - Staatliche Museen zu Berlin

Lansstr. 8
14195 Berlin

Symposium: Vertagtes Erbe?

Internationales Symposium des Goethe-Instituts und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz

In der aktuellen Diskussion über den Umgang mit kolonialem Erbe stehen unrechtmäßig angeeignete Objekte und Human Remains in europäischen Museen und Sammlungen sowie die Forderung nach deren Rückgabe im Vordergrund. In den Herkunftsländern stellen sich oft andere Fragen. Diese haben mit der Reibung zwischen einer globalen Ökonomie und regional spezifischen Zuständen zu tun, welche wiederum auf die koloniale Vergangenheit zurückzuführen sind. Das Symposium Vertagtes Erbe? des Goethe-Instituts und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz plädiert anhand von Fallbeispielen aus China, Lateinamerika, Ozeanien und Namibia für eine Erweiterung der Perspektive und eine Auseinandersetzung mit der Frage, wie Museen und Sammlungen mit der Perspektivenvielfalt umgehen müssen. Vom 22. bis 23. November 2018 treffen internationale Museumsexpertinnen und –experten in den Museen Dahlem in Berlin aufeinander, um aus ihrer Praxis zu berichten und über das Verhältnis von Sammlungsgeschichten und Macht, über Restitution und Provenienz sowie über mögliche neue gemeinschaftliche Handlungsoptionen zu diskutieren.
 
Mit (u.a.): Okwui Enwezor (NGA), Nydia Gutierrez (COL), Edmundo Pereira (BRA), Ema Tavola (FJI), Philip Jones (AUS), Goodman Gwasira (NAM), Monica Hanna (EGY), Richard Drayton (UK), Chika Okeke-Agulu (USA), Yannis Hamilakis (USA), Larissa Förster (DE), Bennett Kangumu (NAM), Nzila Marina Mubusisi (NAM), Eva Bentcheva (UK), Raphael Gross (DE), Christine Howald (DE), Susanne Leeb (DE), Barbara Plankensteiner (DE), Thomas Schnalke (DE), Jonathan Fine (DE).
 
Das 4. Symposium ist Fortsetzung einer 2013 vom Goethe-Institut und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz begonnenen Reihe von Arbeitstreffen zu Fragen der Museologie, kuratorischen Praxis und Sammlungspolitik, die zuvor in Sydney, Wellington, São Paolo und Johannesburg stattfanden.
Partner: Technische Universität Berlin. 

Teilnahme am Symposium nur mit Anmeldung möglich, die Abendveranstaltung ist öffentlich ohne Voranmeldung.

PROGRAMM (ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN)
Donnerstag, 22. November 2018 (Teilnahme nur nach Voranmeldung)
09.15 Uhr: Registrierung
09.45 Uhr: Begrüßung durch Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts.
10.00 Uhr: Einführung durch Stefanie Peter, Goethe-Institut und Jonathan Fine, Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin.
10.15 bis 12.15 Uhr: Session I COLLECTING AND ITS RELATION TO POWER. Mit Yannis Hamilakis (USA), Monica Hanna (Ägypten), Philip Jones (Australien), Edmundo Pereira (Brasilien) und Susanne Leeb (Lüneburg). 
12.30 bis 13.30 Uhr: Break Out Session A REMARKS ON THE DEBATE. Mit Barbara Plankensteiner (Hamburg).
14.30 bis 16.30 Uhr: Session II OPENING A DIALOGUE: DEFINING COLONIAL INJUSTICE IN CHINA. Mit Susanne Knödel (Hamburg), Shuzhong He (China), Shouyong Pan (China), Zichao Yan (China) und Christine Howald (Berlin).

Abendveranstaltung (ohne Voranmeldung)
19.00 Uhr: Einlass
19.30 bis 19.45 Uhr: Begrüßung durch Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts und Lars-Christian Koch, Direktor für die Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin im Humboldt Forum. Deutsch mit Simultanübersetzung ins Englische.
19.45 bis 21 Uhr: Podiumsdiskussion HERITAGE DEFERRED? COLONIALISM’S PAST AND PRESENT. Mit Okwui Enwezor (per Videoschaltung), Chika Okeke-Agulu, Barbara Plankensteiner und Ema Tavola. Moderiert von Susanne Leeb. Englisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche.
 
FREITAG, 23. November 2018 (Teilnahme nur nach Voranmeldung)
09.30 Uhr: Registrierung
10 bis 12 Uhr: SESSION III NAMIBIA: CURATING COLONIAL LEGACIES. Mit Raphael Gross (Berlin), Goodman Gwasira (Namibia), Bennett Kangumu (Namibia), Nzila Marina Mubusisi (Namibia), Thomas Schnalke (Berlin) und Larissa Förster (Berlin).
12:15 bis 13:15 Uhr: Break Out Session B FIRST ETHNOGRAPHICAL NOTES ABOUT ASHES, RESCUE AND AID: THE NATIONAL MUSEUM OF RIO DE JANEIRO CASE. Mit Edmundo Pereira (Brasilien)
14:15 bis 16:15 Uhr: Session IV MATERIALITIES, COLONIAL AND POST-COLONIAL NARRATIVES. Mit Richard Drayton (UK), Nydia Gutierrez (Kolumbien), Chika Okeke-Agulu (USA), Ema Tavola (Fidschi) und Eva Bentcheva. 
16.30 bis 18.30 Uhr: A QUESTION OF TIME: COMING TO TERMS WITH THE COLONIAL ERA. ERGEBNISSE UND PERSPEKTIVEN. Mit Susanne Leeb (Lüneburg), Eva Bentcheva (München), Larissa Förster (Berlin), Christine Howald (Berlin), u.a.

Das Symposium (22.11., 9.30 bis 17 Uhr und 23.11., 10 bis 18.30 Uhr) ist öffentlich und findet in englischer Sprache statt. Die Teilnahme ist nur möglich nach Voranmeldung bis 20.11. unter: direktion-em@smb.spk-berlin.de
 
Die Abendveranstaltung am 22.11. ist öffentlich (ohne Voranmeldung), mit Simultanübersetzung deutsch/englisch.
 
Presseakkreditierung und Interviewwünsche richten Sie an: Hannah Cuvalo, hannah.cuvalo@goethe.de  


Partner: Technische Universität Berlin
 

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