Talk im Rahmen des Festivals „Friendly Confrontations“ Das institutionelle Erbe

Grafik: Münchner Kammerspiele Grafik: Münchner Kammerspiele

16. Januar 2020

Zentrale Goethe-Institut

Oskar-von-Miller-Ring 18
80333 München

Grafik: Münchner Kammerspiele

Die Diskussion über Restitution, Sammlungen und andere Dispositive ist ein Roundtable mit Vertreter*innen Münchner Institutionen.

Johannes Ebert, Generalsekretät des Goethe-Instituts, wird die Veranstaltung um 18:00 Uhr eröffnen. Für das Goethe-Institut wird Stefanie Peter sprechen. Unter anderem sind Uta Werlich (Direktorin Museum Fünf Kontinente), Anke Hoffsten (Stellvertretende Direktorin NS-Dokumentationszentrum), Anna Schneider (Kuratorin Haus der Kunst) geladen. Erwartet wird außerdem Matthias Mühling als Vertreter des Lenbachhauses.

Moderation: Julia Voss (Leuphana Universität Lüneburg)

„Jede und jeder soll sich eingeladen fühlen, Kultur in dieser Stadt zu erleben.“ Zu dieser Maxime Okwui Enwezors melden sich Vertreter*innen Münchner Institutionen zu Wort und diskutieren über ihren Beitrag für eine diverse Gesellschaft in einer globalisierten Welt. Welche Machtverhältnisse gelten – wie kann der traditionelle Kanon infrage gestellt werden? Als Kulturinstitutionen zeigen sie wertvolle Sammlungen, sorgfältig entwickelte Ausstellungen, Kunstproduktionen und internationale Kulturprogramme unter verschiedenen Blickwinkeln.

Sie setzen sich mit geerbten und aktuellen Politiken der Wissensvermittlung, der Archive und der Restitutionsdebatten auseinander. Wie greifen sie die aktuell geführten Debatten auf? Wie nehmen sie am gesellschaftlichen Wandel teil? Und welche Grenzen sind ihren Institutionen strukturell eingeschrieben? Mit dieser Veranstaltung öffnet die Zentrale des Goethe- Instituts erstmals die Kantine in ihren neuen Räumlichkeiten für die Öffentlichkeit.

Die Veranstaltung bildet den Auftakt zum Festival „Friendly Confrontations“, einem Festival zu globaler Kunst und Institutionskritik, kuratiert von Julia Grosse und Julian Warner.

Mit Staunen und Befremden blicken wir auf eine Welt, die zwischen den wiedererstarkten nationalen Sehnsüchten und der Realität einer globalisierten Gesellschaft hin und her wankt. Nahezu die Hälfte aller Menschen der Münchner Stadtgesellschaft haben eine Migrationsgeschichte. Dieser Tatsache müssen die Kunst- und Kulturinstitutionen in ihrer Arbeit Rechnung tragen, denn Angehörige aller Gesellschaftsgruppen haben ein Anrecht darauf, ihre Erfahrungswelt in der Arbeit dieser Institutionen repräsentiert zu sehen.

Das Festival „Friendly Confrontations“ verwandelt vom 16. bis zum 19. Januar die Münchner Kammerspiele in einen flüchtigen Spielraum diverser diasporischer Ästhetiken und Perspektiven: Künstler*innen, Musiker*innen, Sportler*innen und Denker*innen begegnen sich in freundlichen Konfrontationen. Bildende Kunst trifft auf Performance, Wettkampf auf Wissenschaft, Alternative History auf Virtual Reality.
 

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