Berlin – Zagreb – Moskau

Hannes Grandits

Prof. Hannes Grandits © Prof. Hannes Grandits Hannes Grandits (1966) ist seit 2010 Professor für Südosteuropäische Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er war u.a Dozent für Südosteuropäische Geschichte am Institut für Geschichte der Universität Graz (2003-2008) – dort lehrte und leitete er  folgende Forschungsprojekte: „Kinship and Social Security in Europe“ (6. Rahmenprogramm der EU); „Tourism and Leisure Cultures in Socialist Yugoslavia“ (Österr. Wissenschaftsfond – FWF); „Ambiguous Nationbuilding in Southeastern Europe (VW-Stiftung/FWF). 2008/09 vertrat er die Professur für Südosteuropäische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Statement
Phantom Grenzen © Wallstein Während des fundamentalen gesellschaftlichen Umbruchs der 1990er Jahre erhielten diskursiv inszenierte Nostalgien an eine historische oder kulturelle Situation in der Vergangenheit eine überraschend große Bedeutung im politischen Wettkampf für eine Neuausrichtung nach dem Ende der sozialistischen Herrschafts- und Wissensordnung. Das hatte von Fall zu Fall eine andere Spezifik und situative Wirkungsmacht. Diese Wirkungsmacht hing eng damit zusammen, welche Situationen  Menschen in den jeweiligen Gesellschaften auf einmal zu bewältigen hatten.  Dabei war es jedoch immer relevant, wie sich die aktuellen Situationen der Gegenwart durch Rückgriffe auf in der Gesellschaft existente historische Erfahrungen erklären ließen.

 

Johannes Grotzky

Prof. Johannes Grotzky © Prof. Johannes Grotzky Johannes Grotzky ist Journalist und Honorarprofessor für Osteuropawissenschaften, Kultur und Medien an der Universität Bamberg. Von 2002 bis 2014 wirkte er als Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks und war zuvor in verschiedenen Positionen, u.a. als Leiter der Abteilung Politik, Chefkorrespondent Hörfunk, sowie als Redaktionsleiter Mittel- und Osteuropa in München tätig. Von 1989 bis 2002 leitete er das ARD-Hörfunkstudio Südosteuropa in Wien. Als ARD – Korrespondent lebte er von August 1983 – Juli 1989 über 6 Jahre Moskau Studium an den Universitäten München und Zagreb Slavistik, Balkanologie, Geschichte Ost- und Südosteuropas.  Neben seiner journalistischen Tätigkeit publizierte Grotzky zahlreiche Aufsätze und Bücher, in denen er sich mit den Staaten Osteuropas beschäftigt. Überdies war er langjähriger Autor der Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT und der Neuen Zürcher Zeitung.


Anatoly Golubowsky

Anatoly Golubovskiy ist Historiker, Soziologe, Museumsplaner, Kurator und Dokumentarfilm- und Radioproduzent. Er ist Mitbegründer der Unabhängigen Historischen Gesellschaft (2014),.mitbegründer und erster Chefredakteur des staatlichen Radiosenders „Kultura“ (91.6 FM in Moscow, 2003– 2007), Chefredakteur des Kino FM Radio (2007– 2008) und der STREAM Television Company (9 cable channels, 2008– 2014). Zudem ist er Kurator von Museumsprojekten und Kunstausstellungen, Produzent, Drehbuchautor und Moderator von Fernsehprogrammen und Dokumentarfilmen zu Kunst und Kultur, wie etwa „Insel und Schatz. Museumsinsel Berlin“ (unterstützt durch das Goethe-Institut Moskau, 2012 – gesendet auf dem staatlichen Fernsehsender „Kultura“)
 

Gasan Gusejnov

 Prof. Gasan Gusejnov © Prof. Gasan Gusejnov Gasan Guseynov ist Professor an der philologischen Fakultät der Nationalen Forschungsuniversität „Higher School of Economics“ und Gastprofessor an der Universität Basel. Autor zahlreicher Bücher, Wörterbücher, Artikel und Seminare zur politischen Rhetorik und Diskurse in Russland im 20. und 21. Jahrhundert. Als Kolumnist bei der Novaya Gazeta und dem Radio France International (Russland) beschäftigt er sich hauptsächlich mit der kritischen Analyse  von Sprechpraktiken in den russischen Medien und von politischen Akteuren. 
 

Ivo Banac

Prof. Ivo Banac © Prof. Ivo Banac Ivo Banac ist Bradford Durfee Professor Emeritus der Geschichtswissenschaften an der Yale University und Professor für Geschichtswissenschaften an der Universität von Zagreb. Von 1995 bis 1999 war er Geschichtsprofessor an der Central European University in Budapest, wo er außerdem Leiter des OSI/CEU Instituts für Südosteuropa war. Zwei seiner Bücher wurden ausgezeichnet - The National Question in Yugoslavia: Origins, History, Politics erhielt 1984 den Wayne S. Vucinich Preis und With Stalin against Tito: Cominformist Splits in Yugoslav Communism wurde 1988 mit dem Strossmayer Preis ausgezeichnet. Er war Co-Vorsitzender des Open Society Insituts (Kroatien) und Generaldirektor des Inter-University Centers, Dubrovnik. Zudem war er Minister für Umweltschutz und Stadtplanung in Kroatien, Mitglied des Parlaments (Sabor), Präsident der Internationalen Helsinki-Föderation für Menschenrechte und Herausgeber von East European Politics and Societies. Er ist korrespondierendes Mitglied der Kroatischen Akademie der Wissenschaften und Künste (HAZU).
 

Bojan Munjin

Bojan Munjin © Bojan Munjin Bojan Munjin ist Journalist und arbeitet als Redakteur für das 3. Programm des öffentlichen kroatischen Radiosenders in Zagreb. Seine Themen- und Interessensschwerpunkte liegen bei Fragen zu Gesellschaft und Kultur, insbesondere Theater, worüber er in Radio und Print in Kroatien und der Region berichtet. Darüber hinaus leitet er als Radioredakteur und Moderator regelmäßig Diskussionen zu aktuellen Themen, sei es im Kultur- und Informationszentrum in  Zagreb, wo er einige Jahre arbeitete, als auch im Rahmen weiterer Institutionen und Tagungen.