Deutsche Saison Katar 2017
Dokumentionen

The Constitute an der Virginia Commonwealth University in Doha

Zur Tasmeem Design Biennale 2017 präsentierten drei deutsche Designer an der Virginia Commonwealth University Doha ihre innovativen Designideen.

  • The Constitute an der Virginia Commonwealth University in Doha © Maya Röder
  • The Constitute an der Virginia Commonwealth University in Doha © Maya Röder
  • The Constitute an der Virginia Commonwealth University in Doha © Maya Röder
  • The Constitute an der Virginia Commonwealth University in Doha © Maya Röder
  • The Constitute an der Virginia Commonwealth University in Doha © Maya Röder
  • The Constitute an der Virginia Commonwealth University in Doha © Maya Röder
  • The Constitute an der Virginia Commonwealth University in Doha © Maya Röder
  • The Constitute an der Virginia Commonwealth University in Doha © Leila Natsheh
  • The Constitute an der Virginia Commonwealth University in Doha © Leila Natsheh
  • The Constitute an der Virginia Commonwealth University in Doha © Mike Gallagher
  • The Constitute an der Virginia Commonwealth University in Doha © Mike Gallagher
  • The Constitute an der Virginia Commonwealth University in Doha © Maya Röder

The Constitute ist ein Design- und Kunststudio in Berlin. Seit 2012 arbeiten Christian Zöllner und Sebastian Piatza gemeinsam an Projekten an der Schnittstelle von Medienkunst, Design, Science-Fiction und Forschung. Zusammen mit ihrem Kollegen Alexander Jentsch nahmen sie im März 2017 an der Tasmeem Biennale teil und stellten ihr Design im Schnittpunkt von digitaler und analoger Welt vor.

Michael Perrone, einer der Köpfe hinter Tasmeem an der Virginia Commonwealth University, bemerkt: „Mit dem Goethe-Institut und The Constitute zusammen zu arbeiten, war eines der Highlights der diesjährigen Konferenz. Qatar Museums Initiative ‘Years of Culture’ ist ein wundervolles Programm und wir sind froh, dass wir mit Tasmeem erstmals Teil dieses Programms sein konnten.” Michael Perrone betont, „Neben den vielseitigen Stimmen aus der Region, Europa und den Vereinigten Staaten leisteten The Constitute mit ihrem Hauptworkshop einen wichtigen Beitrag zum Programm von Tasmeem Doha. So konnten Studenten und Besucher einen aufschlussreichen Überblick über verschiedene Ansätze zum Thema Analog versus Digital bekommen.”

Tasmeem Organistor Marco Bruno fährt fort, „Tasmeem hat verschiedene internationale Künstler, Kritiker und Designer vor allem aus der Golfregion zusammen gebracht und war ein Erfolg. In angeregten Gesprächen während des offiziellen Programms und in den Pausen tauschten sie sich intensiv miteinander aus. Dies zeigt, wie Kunst und Design individuelle Interessen vereinen und unterschiedlichste Menschen zusammen bringen können. Wir hoffen sehr, dass das Programm VCUarts das in Katar auch in Zukunft möglich macht und zur Referenz für die Designerszene in der Region wird.”
 
The Constitute trugen zwei interaktive und partizipative Kunstwerke und einen experimentellen Workshop zum Programm von Tasmeem Doha 2017 bei. Insbesondere ihr 3D Druck Workshop mit Porzellan fand bei den Studenten der Virginia Commonwealth University aus Doha und Richmond großen Anklang. Gefäße, Krüge und andere Objekte wurden eingescannt, bearbeitet und neu mit der Software Blender interpretiert. Anstatt sie mit dem üblichen Plastik herzustellen, wurden sie dann in Porzellan gedruckt.

Meriem Aiouna, die am Doha Campus der Virginia Commonwealth University studiert, arbeitete intensiv mit den deutschen Designern zusammen, um ihr eigenes Designstück zu drucken. „Ich habe gelernt, wie man die Tonmasse richtig mischt, und es war sehr hilfreich, das Team von The Constitute zur Seite zu haben. Sie haben mir mit verschiedenen technischen Aspekten des Prozesses geholfen und alle meine Fragen beantwortet.” erklärt Meriem.

Während der Abschlussveranstaltung von Tasmeem Doha 2017 präsentierten the Constitute ihre SMSlingshot im Hof des Doha Campus. Mit der SMSlingshot konnten Besucher des Empfangs ihre Textnachrichten an die Wand des Innenhofes schießen. Sie tippten ihre Nachrichten über ein integriertes, hölzernes Keyboard in Größe eines Telefons, visierten dann einen Punkt auf der Fassade an, um die Nachricht mit der Schleuder dorthin zu schießen. „Wir hatten diese Idee vor einigen Jahren und haben dann nicht nur eine englische Variante des SMSlingshot entwickelt, sondern auch eine arabische. Aber das war vor dem Smartphone Hype, und unsere SMSlingshot verfügt deshalb noch nicht über ein heute übliches Touchpad” erklärt Christian Zöllner von The Constitute. „Es ist immer lustig zu sehen, wie die heutigen Nutzer Probleme haben, damit ihre Nachrichten zu schreiben. Insbesondere für Teenager, die nur Smartphones kennen, scheint dies eine Technologie aus einer ganz anderen Zeit zu sein.”