Deutsche Saison Katar 2017
Dokumentionen

Interview mit Jordis Schlösser

Die deutsche Fotografin Jordis Schlösser besuchte Doha im Rahmen des deutsch-katarischen Fotografenaustauschs. Jordis Schlösser gehört zur renommierten deutschen Fotografenagentur Ostkreuz und ist weltweit für Reportagen und Fotoprojekte unterwegs. Wir haben ihr drei Fragen zu ihrer Arbeit in Katar und zu ihrem Aufenthalt gestellt.

  • Deutsch-katarischer Fotografenaustausch, Jordis Schlösser © Jordis Schlösser
  • Deutsch-katarischer Fotografenaustausch, Jordis Schlösser © Jordis Schlösser
  • Deutsch-katarischer Fotografenaustausch, Jordis Schlösser © Jordis Schlösser
  • Deutsch-katarischer Fotografenaustausch, Jordis Schlösser © Jordis Schlösser
  • Deutsch-katarischer Fotografenaustausch, Jordis Schlösser © Jordis Schlösser
  • Deutsch-katarischer Fotografenaustausch, Jordis Schlösser © Jordis Schlösser
  • Deutsch-katarischer Fotografenaustausch, Jordis Schlösser © Jordis Schlösser
  • Deutsch-katarischer Fotografenaustausch, Jordis Schlösser © Jordis Schlösser
  • Deutsch-katarischer Fotografenaustausch, Jordis Schlösser © Jordis Schlösser
  • Deutsch-katarischer Fotografenaustausch, Jordis Schlösser © Gregor Schmidt
  • Deutsch-katarischer Fotografenaustausch, Jordis Schlösser © Gregor Schmidt
  • Deutsch-katarischer Fotografenaustausch, Jordis Schlösser © Gregor Schmidt


Dies war ihr zweiter Besuch in Katar. Zum ersten Mal waren Sie 2001 in Doha, um den damals noch jungen Fernsehsender Aljazeera zu porträtieren. Wie nehmen Sie die Veränderungen in Katar und Doha im Speziellen war? Was hat sich verändert und was ist gleich geblieben?

Beim ersten Besuch, muss ich gestehen, habe ich die Stadt Doha nicht so genau wahrgenommen, da ich mich in meiner Arbeit fast ausschließlich mit dem Fernsehsender beschäftigt habe. Doch was mich schon beim ersten Mal sehr frappiert hat, war der Eindruck einer künstlichen Stadt, die mitten in der Wüste am Meer aus dem Boden gestampft wurde.  In den 15 Jahren seit meinem letzten Besuch ist Doha noch mal rasant gewachsen. Wo früher nur vereinzelt Hochhäuser standen, ist jetzt eine gigantische Skyline zu sehen. Dazu kommen noch die neu im Meer gebauten, künstlichen Stadtteile. Gleich geblieben ist für mich die wundersame Modernität mitten in der Wüste.

Während Ihres Aufenthaltes haben Sie auch Ihre Arbeit und die Arbeit der Agentur „Ostkreuz“ in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt. Und sie trafen mit katarischen und in Katar lebenden Fotografen zusammen. Wie unterscheidet sich die Arbeitsweise in Katar von Ihrer? Gibt es Gemeinsamkeiten?

Für mich war es sehr bereichernd, mit den katarischen Fotografen zusammenzutreffen. Es gab ein großes Interesse an der Agentur Ostkreuz und meiner Arbeit. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

Sehr erstaunt hat mich, dass die lokalen Fotografen sich jeden Freitag im Souk treffen, um dort gemeinsam zu fotografieren. Der katarische Fotograf Khalifa Al Obaidly hatte uns mit dazu eingeladen. So ein gemeinsames Fotografieren kenne ich aus Deutschland nicht, wo Fotografie fast immer ein Einzelkämpferjob ist. Toll fand ich es übrigens, dass in der Gruppe auch eine katarische  Frau mit dabei war.

Wie nehmen Sie Katar und seine Bewohner nach dem jetzigen Aufenthalt war? Was war für Sie überraschend? Welche Themen in Katar wären für Sie interessant für eine fotografische Arbeit?

Eine generelle Antwort auf diese Frage ist für mich nicht einfach, weil ich drei unterschiedliche Welten vorgefunden habe: Die der Kataris, der Expats und die der Fremdarbeiter. Diese Welten scheinen eher isoliert voneinander zu existieren. Angenehm überrascht war ich, dass am Freitag, dem freien Tag, sich alle im Souk und an der Corniche treffen.

Katar ist ein wahnsinnig spannender Ort für Fotografen, voll von Themen. Angefangen von der Künstlichkeit der Stadt, über das Leben der Expats, den Alltag der Arbeiter, die atemberaubende Modernität, die vielen architektonischen Stile, bis hin zum Leben an der Corniche.