Verena Kyselka IN STALGALLERY IN MASKAT, OMAN

  • StalGallery in Maskat, Oman © Verena Kyselka
  • Verena Kyselkas Ankunft in Maskat © Verena Kyselka

Als Residenzkünstlerin von Goethe-Institut Golfregion und Stal Gallery Maskat verbringt Künstlerin Verena Kyselka einen Monat in der Hauptstadt des Oman. 

Als Gast der Stal Gallery Maskat und Stipendiatin des Goethe-Institut Golf-Region arbeitet die Künstlerin Verena Kyselka im März an einem Kunstprojekt mit omanischen Frauen.

Zum zweiten Mal kooperieren Goethe-Institut Golf-Region und Stal Gallery Maskat unter Leitung des omanischen Künstlers und Direktors Hassan Meer, um die Bildenden Künste in Maskat und den kulturellen Austausch zwischen Oman und Deutschland zu fördern.

Die Stal Gallery bietet Verena Kyselka die Möglichkeit ein eigenes künstlerisches Projekt umzusetzen und Workshops mit omanischen Künstlern und Teilnehmern aus der omanischen Bevölkerung durchzuführen.

Künstlerischer Austausch

Verena Kyselkas Projekt in Maskat beinhaltet eine künstlerische Recherche über traditionelle Geschichten und Lieder aus Oman. Dazu arbeitet sie eng mit omanischen Künstlern zusammen. Als Ergebnis der Recherche dokumentiert sie die von Omanis gesungenen Lieder, fertigt Collagen und Zeichnungen an und produziert einen Videofilm mit Animationen mit landesüblichen Motiven wie z.B. Fotos, Stoffen, Designs, Ornamenten und andere Objekten.

Ankunft in Maskat

Bei ihrem ersten Abend kam Verena mit Hassan Meer und den Künstlern bei einer landestypischen arabischen Kaffeerunde inmitten von zeitgenössischen Malereien in der Gallery zusammen. Verena und die Künstler hatten einen regen Austausch über ihre eigene Kunst und über ihre Ansichten über zeitgenössische Kunst wie Performance Kunst, Sound Art und Kunstfilme aus den 60ern bis heute.

Im Austausch Verenas mit den omanischen Künstlern wurde ein Workshop konzipiert, für den die omanischen Künstler Lieder auswählen und singen, die Verena Kyselka aufzeichnet. Zusammen entscheiden sie über die Animation, mit welcher die ausgesuchten Lieder illustriert werden.  Die verwendete Technik variiert mit Formen aus Materialien, Fotos, Ornamenten, Designs und Zeichnungen, die in einer Animationsbox Bild für Bild abfotografiert werden, bis hin zu Schatten und Skizzen Animation. Am Ende des Workshops unterlegen die Künstler und Verena die Lieder mit den Animationsfilmen und präsentieren diese in der Galerie.

Inseniver Austausch mit der omanischen Bevölkerung

Im Rahmen der Recherche besuchte Verena mit der Künstlerin Muzna Al Musafer eine balutschistanischen Familie. Balutschistan war in der früheren Geschichte Teil des omanischen Reichs. Die Großmutter der Familie sang traditionelle Lieder aus ihrer Kultur und Region. Diese einzigartige Reise war für Verena eine Möglichkeit verschiedene Kulturen innerhalb Omans zu erleben und näher mit der omanischen Gesellschaft zusammen zu kommen.

Mit der Künstlerin Rawan Al Mahrouqi hat Verena zweimal einen Frauen Kickbox- Kampf besucht. Verena hat dazu kommentiert „In Deutschland wäre ich nie auf die Idee gekommen, aber hier ist total faszinierend, wie die Frauen die Abaya abwerfen und boxen.“

Mit der Klangkünstlerin Raiya Al Rawahi teilt sich Verena zur Zeit  Arbeitsräume in der Stal Gallery. Dies ermöglicht beiden einen intensiveren künstlerischen Austausch der sich deutlich im Workshop widerspiegelt, an dem Raiya auch teilnimmt. 

Biografie

Verena Kyselka lebt und arbeitet in Berlin. Ihre künstlerische Arbeit entwickelte sich in der Untergrundkunstszene in Ostdeutschland gegen Ende der 80iger Jahre. Zusammen mit der Künstlerinnengruppe Exterra XX gründete sie 1990 das Kunsthaus Erfurt. Dort kuratierte und arbeitete sie an interkultureller Performance, Atelieraustausch- und Ausstellungsprojekten. Von 1997 bis 2003 studierte sie Freie Kunst und Videodesign an der Bauhaus Universität in Weimar. Seitdem arbeitet sie raumbezogen mit Video, Performance und Installation. Ihre zahlreiche Videoprojekte über soziale, nationale Identität und Zeitgeschichte entstanden im interkulturellen Austausch in Albanien, Armenien, Cina, Taiwan, Bangladesh und Australien.