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Deutsches Kino. Eine Auswahl des Goethe-Instituts im Centro Cultural Kirchner

Im Rahmen eines kulturellen Kooperationsabkommens zwischen dem Goethe-Institut Buenos Aires und dem Centro Cultural Kirchner beginnt am Sonntag, den 10. April, ein von beiden Institutionen kuratierter Zyklus des zeitgenössischen deutschen Films. Die Reihe läuft bis zum Jahresende.


Die Filmvorführungen finden jeden zweiten und dritten Sonntag im Monat um 19 Uhr im „Auditorio 612“ statt, mit spanischen Untertiteln. Der Eintritt ist frei.

Die ausgewählten Filme richten sich monatlich an den Hauptthemen des Programms des Kulturzentrums aus und bieten eine zeitgenössische Reflexion über die aktuelle Produktion des deutschen Films. Gezeigt werden Filme von Regisseurinnen und Regisseure wie Helke Misselwitz, Thomas Heise, Doris Dörrie und jüngeren, sehr kraftvollen Regisseurinnen wie Janna Ji Wonders und Alison Kuhn. 


Juli: Jugend

Im Juli präsentieren wir zwei Filme zum Thema Jugend und ihre Trãume. Kokon von Leonie Krippendorf und Sonnenallee von Leander Haußmann erzählen aus der Perspektive ihrer jugendlichen Protagonisten den Übergang von der Kindheit in die Jugend: die ersten sexuellen Erfahrungen und die Suche nach der sexuellen Identität, Partys, Alkohol und Drogen, Kameradschaft und innige Freundschaften und konfliktive Beziehungen zu den Eltern. Es sind turbulente Zeiten, aber auch Zeiten der Freiheit. In Kokon, dem Eröffnungsfilm der Sektion Generation 14+ der 70. Berlinale fragt sich Leonie Krippendorf in der Gestalt ihrer Kreuzberger Protagonistin: Wer bin ich? In was für einer Welt lebe ich? Welchen Platz will ich darin einnehmen? Und: Wen will ich lieben? Die Komödie von Haußmann portraitiert dagegen humorvoll - in leichtem Ton aber ohne sich der Kontroverse zu entziehen, mit der damals beliebten Popmusik als Soundtrack - das Erwachsenwerden einer Gruppe Jugendlicher Ende der 70er Jahre.

Kokon © Jost Hering Filme / Martin Neumeyer

Kokon

2020, 94 Min., Spielfilm
Regie: Leonie Krippendorff

Sonntag 17. Juli - 19 Uhr

Sonnenalle © Boje Buck Produktion

Sonnenallee

1999, 94 Min., Spielfilm
Regie: Leander Haussmann

Sonntag 24. Juli - 19 Uhr


Frühere Programme


Juni: Vaterland ist ein streitiges symbolisches Territorium

Für den Monat Juni hat das Centro Cultural Kirchner einen ebenso herausfordernden wie treffenden Titel ausgewählt: La patria es territorio simbólico en disputa (Vaterland ist ein streitiges symbolisches Territorium). Bei dem Wort Patria kann man nicht umhin, sofort auch an Heimat zu denken, ein Begriff, der viele Übersetzungen zulässt, aber keine, die als absolut gelten könnte. Es gibt für Heimatländer so viele Lesarten wie es Rituale und Überzeugungen gibt, die sie definieren oder uns davon trennen. Zugleich gehört der Heimatfilm in die Kategorie des Sittenfilms. Aus einer zeitgenössischen Perspektive haben wir zwei kleine Monumentalfilme ausgewählt, die die Geschichte der letzten 100 Jahre Deutschlands aus einer Generationsperspektive mit eigener Prägung erzählen: Heimat ist ein Raum aus Zeit von Thomas Heise und Walchensee forever unter der Regie von Janna Ji Wonders.
 

heimat ist ein raum aus zeit © Thomas Heise

Heimat ist ein Raum aus Zeit

228 min., Dokumentarfilm
Regie: Thomas Heise

Sonntag 12. Juni - 17 Uhr

Walchensee forever ©Flare Film

Walchensee forever

2020, 110 min., Dokumentarfilm
Regie: Janna Ji Wonders

Sonntag 19. Juni - 19 Uhr


Mai: Diesseits des Zauns

Welche sowohl reale als auch symbolische Gitter trennen uns, schließen uns gegenseitig aus? Auf der Grundlage des Programms des Centro Cultural Kirchner im Monat des Gedenkens an die Arbeitnehmerrechte und an die Revolution, die zur Unabhängigkeit Argentiniens führen sollte, hat das Goethe-Institut im Mai zwei bedeutsame Filme ausgewählt. Sie zeigen die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern am Arbeitsplatz auf und beleuchten die unerfüllten Bedürfnisse von Frauen in der Gesellschaft aus der Ich-Perspektive. In Winter Adé reist Helke Misselwitz mit dem Zug durch Ostdeutschland und enthüllt mit aussagekräftigen Zeugnissen den Arbeits- und Sozialalltag von Frauen verschiedenen Alters und unterschiedlicher sozialer Herkunft in der DDR. Weit ab von der vom Staat verbreiteten offiziellen Sichtweise sehen sich die Befragten nicht in den vermeintlich gleichen Arbeitsbedingungen abgebildet. In Alison Kuhns Filmdebüt The Case You ergründen und verurteilen fünf junge Schauspielerinnen in einem Akt wahrer Emanzipation den sexuellen Missbrauch, den sie vor Jahren erlitten haben. Frauen vor und hinter der Kamera können den Zaun niederreißen.

 

Adios invierno Ⓒ DEFA_Stiftung / Thomas_Plenert

Winter Adé

1988, 116 Min., Dokumentarfilm
Regie: Helke Misselwitz 

Sonntag 15. Mai - 19 Uhr

The Case You © Lenn Lamster

The Case You

2021, 80 Min., Dokumentarfilm
Regie: Alison Kuhn

Sonntag 22. Mai - 19 Uhr


April: Schlachten

Im April werden unter dem Titel Schlachten zwei herausragende Dokumentarfilme gezeigt, die sich mit Extremismus in Europa, Radikalismus und Gewalt gegen die Zivilgesellschaft auseinandersetzen.

Sonntag 10 - 19 h

Eine deutsche Jugend (2015, 93 Min., Dokumentarfilm) 
Regie: Jean-Gabriel Périot  
 
una juventud alemana ©Local Films Alina Film Blinker Filmproduktion Ein Rückblick auf die Bundesrepublik Deutschland der sechziger Jahre und die Entwicklung der Terror-Organisation RAF (Rote Armee Fraktion). Der französische Regisseur verwendet ausschließlich Archivmaterial, verzichtet auf jeden zusätzlichen Kommentar; seine Position ist in der Montage zu finden, die Dokumente aus dem „Untergrund“ konfrontiert er mit den Darstellungen in den Medien. So entsteht ein Kaleidoskop der Widersprüche; dem Zuschauer selbst bleibt die Aufgabe, Antworten und Erklärungen zu finden.

Sonntag 17 - 19 h

Exit – Mein Weg aus dem Hass (2018, 76 Min., Dokumentarfilm)
Regie: Karen Winther, 

Exit ©Sant&Usant Film Von einem Extrem ins andere: Die Filmemacherin Karen Winther war als Jugendliche erst in einer linksextremen Gruppe aktiv, dann schloss sie sich einer rechtsextremen an – bis ihr der Ausstieg gelang. In ihrem Dokumentarfilm begegnet sie anderen Aussteigern in Deutschland, Frankreich, Norwegen sowie den USA und stellt fest, dass sich alle den Mut, der eigenen Vergangenheit ins Auge zu blicken und über sie zu sprechen, hart erkämpft haben. Sie fragt Ex-Neonazis und ehemalige Dschihadisten, was sie dazu bewegt hat, der jeweiligen Szene den Rücken zu kehren - eine aufrüttelnde Reise, die zeigt, dass die Vergangenheit im extremistischen Milieu keinen der Betroffenen je richtig loslässt.

 

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