Haus-Kino
Filmemacher im Dialog

Portrait links Jeanine Meerapfel |  Portrait rechts Thomas Heise

Jeanine Meerapfel und Thomas Heise im Dialog mit Fernando Juan Lima.

Samstag, 21. August
Argentinien und Uruguay 16 Uhr / Paraguay 15 Uhr
Mit Simultanübersetzung.
Zoom-Veranstaltung mit vorheriger Einschreibung.

Einschreibung

Jeanine Meerapfel wurde in Buenos Aires geboren, wo sie Journalismus studiert und als Journalistin tätig war. 1964 geht Jeanine Meerapfel nach Deutschland, um an der Hochschule für Gestaltung in Ulm bei Alexander Kluge und Edgar Reitz Filmregie zu studieren. Nach ihrem Diplom (1968) arbeitet sie als Kritikerin und Filmdozentin, 1980 dreht sie ihren ersten Spielfilm Malou. Seitdem sind weitere Spielfilme entstanden, Die Verliebten (1987), La Amiga (1988), Amigomío (1995), Annas Sommer (2001), Der deutsche Freund (2012). Meerapfel stellte auch mehrere Dokumentarfilme her: u.a. Desembarcos (1986-89), Wer sich nicht wehrt, kann nicht gewinnen (2008). 2022 wird ihr neuester Dokumentarfilm Eine Frau uraufgeführt. Von 1990 bis 2008 hat Jeanine Meerapfel als Professorin an der Kölner Kunsthochschule für Medien gelehrt. Seit 2015 ist Jeanine Meerapfel Präsidentin der Akademie der Künste in Berlin. Für ihre Erfolge als Filmemacherin und Autorin sowie ihren Einsatz für Menschenrechte, Meinungsfreiheit und die gleichberechtigte Vielfalt der Kulturen wurde sie 2020 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.
 
Thomas Heise ist 1955 in Ostberlin geboren. 1975 begann er als Regieassistent im DEFA-Studio für Spielfilme zu arbeiten. 1978 nahm Heise ein Regiestudium an der Hochschule für Film und Fernsehen 'Konrad Wolf' in Potsdam-Babelsberg auf (heute: Filmuniversität Babelsberg). Aufgrund der Zensur und des Aufführungsverbots seines Kurz-Dokumentarfilms Wozu denn über diese Leute einen Film? (DDR 1980), brach Heise 1982 das Studium ab und begann, als freier Autor und Regisseur in den Bereichen Theater, Hörspiel und Dokumentation zu arbeiten. Unter den zahlreichen Filmen Heises sind Stau – Jetzt geht's los (1992) Neustadt. Stau - der Stand der Dinge (2000), Vaterland (2002), Im Glück (Neger) (2006), Material (2009), Gegenwart (2012), Städtebewohner (2014) und Heimat ist ein Raum aus Zeit (2019) hervorzuheben. Von 2007 bis 2013 war Thomas Heise Professor für Film an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Seither ist er Professor für Kunst und Film an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Fernando Juan Lima
Fernando E. Juan Lima (Buenos Aires, Argentinien, 1968). Rechtsanwalt mit der Fachrichtung öffentliches Recht und Doktor der Rechte. Dozent im Jurastudium und für postgraduierte Studiengänge. Ehemaliger Vizepräsident des Nationalen Instituts für Film und Fernsehen INCAA. Verwaltungsrichter. Präsident des Internationalen Filmfestivals von Mar del Plata. Filmkritiker in Printmedien (El Amante/Cine, Otros Cines, Tageszeiung BAE, Caimán, Escribiendo Cine), Radio und Fernsehen. Teilnehmer und Jurymitglied diverser internationaler Filmfestivals. 2010 rief Lima die auf Film spezialisierte Radiosendung La Autopista del Sur ins Leben, die er seitdem leitet (samstags von 19 bis 21 Uhr in AM750).

Details

kostenlos; über Zoom
Anmeldung erforderlich