Übersetzungs-
werkstatt
Das Ende der Affirmation

Übersetzungswerkstatt für neueste deutsche Dichtung und Anthologie

Das Goethe-Institut, die Filba-Stiftung und der Verlag VOX, unterstützt von María Elena S.A., laden Übersetzer aus dem Deutschen mit Erfahrung auf dem Gebiet der Lyrik ein, an einer Übersetzungswerkstatt für junge deutsche Dichtung teilzunehmen, die von dem Dichter und Übersetzer Timo Berger geleitet wird. Eine Auswahl der im Rahmen der Werkstatt entstehenden Übersetzungen wird auf dem Internationalen Literaturfestival (Filba Internacional 2014) in Buenos Aires vorgestellt und in einer zweisprachigen Anthologie veröffentlicht. Die Ausschreibung richtet sich an Übersetzerinnen und Übersetzer aus dem Deutschen. Bewerbungsschluss ist Freitag, 1. August 2014. (Bedingungen für Bewerbung und Teilnahme siehe unten).

 

Gespräch über das Panorama der jungen deutschen Dichtung und Lesung der im Rahmen der Werkstatt angefertigten Übersetzungen im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals 2014: Freitag, 26. September, 18.30 Uhr in der Bibliothek des Goethe-Instituts Buenos Aires.

Wenn man Lyrik übersetzt, stößt man auf besondere Schwierigkeiten und Herausforderungen, erhält aber auch ungeahnte Freiheiten. Mehr als jede andere literarische Form, benutzt das Gedicht Wörter auf eine oft eigensinnige Weise - weit entfernt davon, die Einträge in den aktuellen Wörterbüchern oder etablierte Verwendungsweisen bestätigen oder zu affirmieren. Die Worte im Gedicht erfinden bisweilen andere Verwendungen bis hin zu neuen Bedeutungen. Sehr viel wird aber auch von der Musikalität des Gedichts gesprochen und seine Übersetzung erfordert deshalb keine krude Übertragung, sondern vielmehr eine „Re-Kreation“, eine Neu-Schöpfung.

In der Werkstatt wollen wir erkunden, was und wie die neuesten deutschen Dichterinnen und Dichter schreiben und eine Auswahl von Gedichten einer Handvoll junger Autoren übersetzen, die der Verlag Vox in einer zweisprachigen Anthologie veröffentlichen wird. Die Arbeiten der ausgewählten Dichter zeichnen sich durch einen selbstbewussten Umgang mit der Tradition deutscher Dichtung aus und eine wachsende Durchlässigkeit für Literaturen aus anderen Weltregionen. Die Werkstatt wird als Arbeitsgruppe funktionieren und sich auf die gemeinsame Analyse von Übersetzungen konzentrieren, die die Teilnehmer vorher anfertigen müssen, ausgehend von Texten, die ihnen vorher vom Leiter vorgeschlagen werden.

Bewerbungs- und Teilnahmebedingungen

Vorausgesetzt wird, dass die Teilnehmer auf dem Feld der Lyrik oder der Übersetzung von Lyrik bereits erste professionelle Erfahrungen gemacht haben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verpflichten sich, vorab an den Übersetzungen der ihnen vorgeschlagenen Texte zu arbeiten, sowie die Übersetzungen der anderen ausgewählten Übersetzer kritisch durchzusehen.

Die Übersetzer, die für die Werkstatt ausgewählt werden, erhalten ein Honorar für die Übersetzungen, die in der Anthologie veröffentlicht werden.

Teilnahmewillige senden eine Mail mit der Betreffzeile „Das Ende der Affirmation: Bewerbung“ an
carla.imbrogno@buenosaires.goethe.org mit Kopie („Cc:“) an
timoberger@email.de und fügen als Anhänge an: Ein Motivationsschreiben (von nicht mehr als zwei Seiten), in dem die professionelle Vorerfahrung und die veröffentlichten Übersetzungen aufgeführt werden, sowie eine eigene Übersetzung von ein oder zwei Gedichten eines zeitgenössischen deutschen Autors / Autorin mit der Originalversion.

Bitte benennen Sie die angehängten Dateien eindeutig.

Timo Berger (Deutschland, 1974). Dichter, Journalist, Kurator und Übersetzer aus dem Spanischen und Portugiesischen ins Deutsche. Autor von Gedichtbänden und mehreren Erzählungen. Er gründete zusammen mit Rike Bolte, das Festival Latinale (Berlin und andere Spielstätten), dass die neue lateinamerikanische Lyrik vorstellt. Er war Mitgründer und Mitorganisator des Lyrikfestivals Salida al Mar (Argentinien, 2004 bis 2007) und kuratierte die Lyrikveranstaltungen auf der Internationalen Buchmesse (FIL) in Guadalajara, Mexiko, 2011 – das Jahr in dem Deutschland Ehrengast war. Er hat Schreibwerkstätten in Nicaragua, Costa Rica, Guatemala und Peru geleitetet. Zu seinen neuesten Veröffentlichungen zählt der Gedichtband Der Süden (parasitenpresse, Köln, 2014), die Anthologie De ahí nomás. Poesía actual de Centroamérica y el Caribe (Ediciones Germinal/Vox, San José/Bahía Blanca, 2013-2014), die er herausgab, und als Übersetzer, Die berauschende Wirkung von Bilsenkraut, von Javier Fernández de Castro (Klaus Wagenbach, Berlín, 2013).

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