Buchvorstellung "Explorations in Urban Practice"

Exploration Foto: Gary Hurst

14.08.2018

Bibliothek des Goethe-Instituts

Avenida Corrientes 343
C 1043 AAD Buenos Aires

Wie können wir die Kunst der Stadtgestaltung erlernen? Im Vorfeld der 3. Ausgabe von „Comunes: Internationales Treffen zur Share Economy und freien Kultur“ findet im Goethe-Institut die Buchpräsentation von „Explorations in Urban Practice (dpr-barcelona, 2017) statt.

Dienstag, 14. August um 19 Uhr in der Bibliothek des Goethe-Instituts.
Eintritt frei.

In Essays, Gesprächen und Projektdarstellungen werden in „Explorations in Urban Practice“ Schlüsselfragen der Stadtgestaltung erörtert und neu gewonnene Erkenntnisse formuliert. Die Bandbreite der konkreten Beispiele reicht von der Errichtung eines Tragluftklassenzimmers über den Bau von beheizbaren Straßenmöbeln. „So kann die Publikation als Handbuch dienen, eine Grundlage bieten, um eigene Erkundungen und Formen urbaner Praxis umzusetzen“, so die Herausgeber Katja Aßmann, Markus Bader, Fiona Shipwright und Rosario Talevi.

Rosario Talevi, gerade zu Besuch in Buenos Aires, wird im Gespräch mit der Künstlerin und Projektleiterin von Alto Refugio, die verschiedenen Erfahrungen erörtern, die zu der Publikation geführt haben.

Exploration Libro Das 285-seitige Buch versammelt Erfahrungen und Methoden aus dem Projekt Urban School Ruhr, das von Urbane Künste Ruhr und raumlaborberlin ins Leben gerufen wurde. Die fiktive Bildungseinrichtung organisierte in Stadtlaboren unmittelbare Begegnungen zwischen der Bevölkerung und bildenden Künstlern sowie Akteuren aus den Bereichen Architektur, Raumgestaltung und Stadtplanung. „Resultat dieser Labore waren vielfältige Veränderungen, die jeweils auf ihre ganz eigene Art und Weise neue Ideen und Perspektiven in die lokalen Planungskontexte einbringen konnten“, so Katja Aßmann, künstlerische Leiterin.

Das Buch enthält Beiträge von Juan Chacón, Dirk Baecker, Merve Bedir, Pablo Calderón Salazar, Bianca Elzenbaumer and Fabio Franz, Benjamin Foerster-Baldenius, Silke Helfrich, George Kafka, Valentina Karga, Gilly Karjevsky, Hannes Langguth, Laura Lovatel, Torange Khonsari and Andreas Lang, Marjetica Potrč, Anna Giulia della Puppa, Julia Udall, Sam Vardy und Sabine Zahn.

Rosario Talevi ist Architektin. Sie hat an der Universität Buenos Aires und als DAAD-Stipendiatin in Berlin studiert. Ihr besonderes Interesse gilt räumlichen, redaktionellen und kuratorischen Projekten in Bezug auf zeitgenössische Architektur und Urbanistik. Seit 2007 ist sie Mitarbeiterin von raumlabor. In diesem Rahmen hat sie die Urban School Ruhr mitgestaltet, eine Lernplattform und ein pädagogisches Experiment, das partizipative und künstlerische Praxen im urbanen Raum untersucht. Die USR wird als unabhängige öffentliche Institution angesehen: eine Versammlung von Menschen, die sich um ein gemeinsames Interesse gruppiert. Im Anschluss daran war sie Mitherausgeberin der Publikation „Urban School Series: Explorations in Urban Practice (dpr-barcelona, 2017). Heute koordiniert sie Making Futures Bauhaus +, ein Aktionsforschungsprojekt, welches die zukünftige Entwicklung einer architektonischen Praxis in kollektiver Form erfragt und Architektur als Ressource versteht. Im Rahmen des Bauhaus-Jubiläums 2019 wird Making Futures Bauhaus + eine Summer School veranstalten, die sich mit der Gestaltung von Zukunft beschäftigt und deren Verbindung zu der vergangenen Zukunftsvision des Bauhaus hinterfragt. Seit 2009 unterrichtet sie regelmäßig in Argentinien und Deutschland.

Ana Vogelfang ist Architektin (UBA) und Meisterschülerin der Städelschule in Frankfurt am Main. Sie war Teilnehmerin des Künstlerprogramms der Universidad Torquato Di Tella UTDT 2009/2010. Ihre Ausbildung hat sie an der Technischen Universität Berlin (TUB) abgeschlossen. Als Dozentin war sie an der Universidad Nacional de Arte, dem Centro de Investigaciones Artísticas, FADU - UBA und an der TUB tätig. Sie hat mit Prof. Dr. Isabelle Graw im Rahmen von Seminaren zur Kunstgeschichte an der Städelschule und an der Universität der Künste in Berlin zusammengearbeitet. Ihre Arbeiten hat sie in Buenos Aires, Berlin, Frankfurt, Madrid, Rom, Venedig und New York vorgestellt. 2016-2017 leitete sie Finlandia Hall Buenos Aires und gründete im Anschluss daran Alto Refugio, einen Veranstaltungsort für Projekte und Ausstellungen.
 

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