Filmvorführung
Kunst und Macht: Dürers Erben

Lutz Dammbeck "Versuchsanordnung IV", 1985–1987
© Karin Plessing

Lutz Dammbeck an der Schnittstelle von Bildender Kunst und Film

The University of Melbourne, Arts West Building

Was passiert mit der Kultur, wenn der Staat zusammenbricht? Mit dem Ende der DDR 1990 und der darauffolgenden deutschen Wiedervereinigung, stand man vor der Aufgabe, die Kunst der DDR neu zu bewerten. Die öffentliche Meinung war zwiegespalten; einerseits war man misstrauisch gegenüber künstlerischem Schaffen ohne die ideologische Unterstützung des Staates, andererseits war das künstlerische Erbe ästhetisch wertvoll, nicht zuletzt aufgrund des Nachlebens des Sozialismus in Deutschland. Nobelpreisträger Günther Grass beispielsweise nannte Gemälde aus der DDR „mehr deutsch“ als die Kunst, die im Westen nach 1945 produziert wurde. Bis zum heutigen Tag werden Künstler die in der Tradition der Leipziger Schule stehen (z.B. Neo Rauch) international hoch angesehen.

Im zweiten Teil von Kunst und Macht, Dürers Erben (1996) spricht Dammbeck mit Künstlern wie Werner Tübke und Bernhard Heisig, beide Lehrer Rauchs, die von der DDR unterstützt wurden. Dabei zeigt er einzigartiges Material von Ost- und Westdeutschland zwischen 1945 und 1961. Durch das Zurückkehren zum interstitiellen Moment  stellt Dammbeck die Frage wie Kunstgeschichte, Erinnerung und Wert vom Staate erschaffen und transformiert werden.

Ort: 353 Interactive Cinema Space, Arts West Building 148 Royal Parade, Parkville VIC 3052

Lutz Dammbeck’s Dokumentarfilmreihe Kunst und Macht wird von Giles Simon Fielke und Nicolas Hausdorf kuratiert und vom Goethe-Institut sowie der University of Melbourne unterstützt.




Veranstaltungsreihe: Kunst und Macht

Details

The University of Melbourne, Arts West Building

148 Royal Parade
3052 Parkville

Sprache: Deutsch mit englischem Untertitel
Preis: Frei