Podiumsdiskussion Jenny Erpenbeck: Vertreibung & Migration

Jenny Erpenbeck © Katharina Behling Jenny Erpenbeck © Katharina Behling

Fr, 03.05.2019

Carriageworks

245 Wilson St, Eveleigh
2015 Sydney

Podiumsdiskussion: Nationalgefühl & Staatenlosigkeit

Noch nie gab es so viele Vertriebene in der Geschichte des Menschen wie heutzutage. Welche Rolle kann Literatur dabei spielen, Problematiken wie Flucht, Vertreibung und Migration in den Vordergrund zu stellen?

Jenny Erpenbeck und Omid Tofighian machen Nationalgefühl und Staatenlosigkeit zum Thema der Podiumsdiskussion unter der Moderation von Julian Burnside, australischer Anwalt für Menschenrechte und Menschen auf der Flucht.

Jenny Erpenbeck ist eine Schriftstellerin und Regisseurin. Zu ihren Werken zählen ihr jüngster Roman Gehen, ging, gegangen sowie Geschichte vom alten Kind, Heimsuchung und Aller Tage Abend. Sie gewann den Independent Foreign Fiction Prize und war für den International Man Booker Prize nominiert. Die Zeitschrift The New Yorker lobt ihre „klassische Zurückhaltung“ und verglicht sie mit JM Coetzee, VS Naipul und Teju Cole. Ihre Belletristik erscheint in 27 Sprachen.

Erpenbeck verbrachte ein Jahr lang damit, Gespräche mit Geflüchteten in Berlin zu führen, um ihren viel gepriesenen Roman zu schreiben. Tofighian beleuchtete im Zuge der Übersetzung der preisgekrönten Autobiografie von Behrouz Boochani Fragen zum Thema Haft und Überleben.   

Omid Tofighian ist Übersetzer, Dozent, Forscher und Aktivist an der American University of Cairo und der University of Sydney. Seine Arbeit verbindet Philosophie mit Interessen an Rhetorik, Religion, Populärkultur, Transnationalismus, Vertreibung und Diskriminierung. Er arbeitet mit Asylbewerbern, Geflüchteten und Jugendlichen aus dem Westen Sydneys zusammen. Er hat zahlreiche Buchkapitel und Zeitschriftenartikel veröffentlicht und ist Autor von Myth and Philosophy in Platonic Dialogues. Er hat eine Reihe von Artikeln für Behrouz Boochani für The Guardian übersetzt.

Jenny Erpenbecks Besuch in Australien wird vom Goethe-Institut unterstützt.

Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe Jenny Erpenbeck in Australien.

Zurück