Grußwort
Deutsche Filmwoche 2021

Liebe Freundinnen und Freunde des deutschen Films,

„Und morgen die ganze Welt“ heißt der neue, spannende und politisch brisante Spielfilm der bekannten Regisseurin Juli von Heinz, in dem sie ihre persönlichen Erlebnisse im Kampf gegen die zunehmende Rechtsradikalität in Deutschland verarbeitet hat. Es könnte auch das Motto unserer diesjährigen Deutschen Filmwoche sein, denn die Themen der fünf von uns ausgewählten Spielfilme aus den vergangenen zwei Jahren sind von weltweiter gesellschaftlicher Relevanz: Rechtsdruck und Fremdenfeindlichkeit, Flucht und Migration, Identitätssuche und Aufarbeitung von Geschichte. Bekanntlich ist der deutsche Film weniger leicht verdaulich als das amerikanische Hollywood-Kino, denn wir Deutschen gehen Probleme am liebsten direkt, (selbst-)kritisch und lösungsorientiert an. Die deutschen Filmemacher halten der Gesellschaft und Politik den Spiegel vor und fordern die Zuschauer zum Nachdenken auf.
Das Goethe-Institut präsentiert in der Deutschen Filmwoche 2021 von Juli bis November an zehn Orten in ganz Bosnien und Herzegowina eine Auswahl von Filmen der Berlinale 2020, die thematisch fokussiert, gesellschaftlich relevant, sozial engagiert, politisch aktuell und … mehr als das amerikanische Mainstream-Kino ist. Ob open air oder im Kinosaal – endlich können Sie wieder echtes (deutsches) Kino erleben, erfahren und genießen: kostenfrei und künstlerisch wertvoll. Ich verspreche Ihnen spannende Unterhaltung und bewegende Momente und wünsche Ihnen viel Vergnügen und angeregte Diskussionen!
 

Ihre
Simone Voigt
Leiterin des Goethe-Instituts Bosnien und Herzegowina