Persischstunden

Persischstunden BiH 07.2021 © Discovery film

Im von Deutschland besetzten Frankreich wird der junge Belgier 1942 Gilles zusammen mit anderen Juden von der SS gefangen genommen und nach Deutschland in ein Konzentrationslager verschleppt. Dort gelingt es ihm, dem sicheren Tode zu entgehen, indem er behauptet, er sei Perser und kein Jude. Wegen dieser Notlüge gerät er jedoch erneut in Gefahr. Der Leiter der Lagerküche, ein Offizier namens Koch, träumt davon, nach dem Krieg ein Restaurant im Iran zu eröffnen und dafür will er Persisch lernen. Gilles muss Koch nun Farsi beibringen – ohne selbst ein einziges Wort zu beherrschen. Er ist gezwungen, eine vollkommen neue Sprache zu erfinden, Wort für Wort. Auf die ungewöhnliche Zusammenarbeit der beiden reagiert die Umgebung jedoch mit Eifersucht und Neid. Gilles wird klar, dass er sich von nun an keinen einzigen Fehltritt leisten kann - sonst fliegt er auf.

Mit „Persisch-Stunden” ist Vadim Perelman ein Regie-Meisterstück gelungen. Seinem Film gelingt etwas, woran viele scheitern: Er schafft es, einen würdevollen Umgang mit den Grauen der Shoah mit einem feinen Sinn für Ironie zu verbinden, den man wahrscheinlich braucht, um in einer solchen Lage überhaupt überleben zu können.