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Gezeichnetes Bild, 2 Personen sitzen nebeneinander, zwischen ihnen ein Radio, aus dem Geräusche kommen Tobias Schrank © Goethe-Institut

Zeit zuzuhören

Die aktuelle Situation zwingt viele Menschen auf der ganzen Welt, zu Hause zu bleiben. In dieser Isolation hören sie die Nachrichten einer globalen Krise und Bedrohung. Wie in Boccaccios „Il Decamerone” und vielen anderen Mythen und Büchern anderer Kulturen folgen auf die Beschreibung des Unglücks: Geschichten.

Das Projekt „Zeit zuzuhören” bietet eine Sammlung von Geschichten – erzählt von Erzähler*innen aus allen Bereichen der Kunst, von überall auf der Welt.

Portraitbild von T. C. Boyle, der eine Mütze trägt © T. C. Boyle

T. C. Boyle
Der Bär

Ein Ausflug mit der Familie, ein Haus im Wald. Die marinierten Hühnchen bruzzeln auf dem Lagerfeuer – und locken unerwarteten Besuch an. T. C. Boyle erzählt eine Geschichte mit überraschender Wendung, die zeigt, dass es selbst in den schlimmsten Situationen noch eine Erlösung geben kann.

Portrait von Gali Mir Tibon; sie hat lange Haare und trägt einen grünen Pullover © Gali Mir Tibon

Gali Mir-Tibon
Wie ich meine Mutter verriet

Galis Mutter kam als Waisenkind nach Israel aus der Bukowina, wo sie sich und ihrem Bruder mit ihren Nähkünsten das Überleben gesichert hatte. Das Mädchen schämt sich seiner Mutter, weil diese keine gebürtige Israelin ist. Trotz der Mutters Hilfe besteht Gali den Nähkurs in der Schule nicht.

Igiaba Scego © Igiaba Scego

Igiaba Scego
Eine kurzlebige Utopie

Eindrücke von einer Straße in Rom, die sich völlig von den anderen unterscheidet. Menschen, die nicht hinter materiellen Dingen her sind, die ihren Geschichten in ihren Gedanken folgen und eine Farbe wahrnehmen, die immer wieder zurückkommt ...

Portraitbild von Simon Stranger © Simon Stranger

Simon Stranger
Warten im großen weiten Ozean

Der 19-jährige Simon segelt ein Jahr lang auf einem kleinen Schiff mit einem Freund und dessen Vater durch das Mittelmeer, die französische und spanische Küste entlang. Trotz eines Schiffbruchs, beschließen sie, ohne Motor weiterzumachen, wie in den alten Zeiten.

Herta Müller © Herta Müller

Herta Müller
Füchse gehen in die Falle. Ich gehe nicht in die Falle!

Als Kind in Rumänien sollte Herta Müller einen neuen Wintermantel bekommen. Einen mit Kragen und Manschetten aus Fuchsfell. Beim Aussuchen des Fuchsfells fiel ihr die Ähnlichkeit zwischen Fuchs und Jäger auf. Der Geheimdienst folgte ihr später in ihre Wohnung und hinterließ Zeichen.

Hallgrimur Helgason © Hallgrimur Helgason

Hallgrímur Helgason
Das Steak ist vielleicht übergrillt

Als Bildender Künstler in New York bekommt Hallgrímur Helgason eines Tages Besuch von einem isländischen Landsmann, der sich im Laufe des Abends immer exzessiver betrinkt. Beim Essen kommt es zu einem vielsagenden Fauxpas.

Portraitbild von Sofi Oksanen © Sofi Oksanen

Sofi Oksanen
Wo eine bessere Zukunft entworfen wurde

Sofi Oksanen erzählt von einem Ort, an dem zu Zeiten der Sowjetunion – unbeobachtet vom Staat – ein freier Gedankenaustausch gedeihen konnte. Ein Ort, an dem jahrzehntelang Träume und Hoffnungen bewahrt wurden und seit Generationen eine einzigartige Kunst gepflegt wird ...

Portraitbild von Shamin Chibba © Shamin Chibba

Shamin Chibba
Vali

Shamin Chibba erzählt die Lebensgeschichte seiner Großmutter. Dabei fließen Gegenwart und Vergangenheit ineinander: Erinnerungen an ein hartes Leben, an politische Ereignisse in Indien, Schicksalsschläge genau wie Alltagserlebnisse… Momente eines Lebens.

Jeaninne Masika Harrysson © Jeaninne Masika Harrysson

Jeaninne Masika Harrysson
Nimm meine Geschichte!

Gegen die Angst und das Gefühl der Einsamkeit, das sich in diesen Zeiten einschleicht, handeln die Worte in diesem poetischen Text, der mit den Zeilen schließt: „… so entsteht Liebe“.

Portraitbild von Ken Follett © Ken Follett

Ken Follett
Die 99. Frau

Katharina wird von ihrem Vater, dem Zar, an den Sultan verheiratet. Sie ist seine 99. Ehefrau und direkt nach ihrer Hochzeit vergisst er sie. Bei einer Disko, die der Sultan veranstaltet, werden den Musikern die Augen verbunden. Da verrutscht die Augenbinde des gutaussehenden Gitarristen und die Geschichte nimmt ihren Lauf...

Redaktion: Thomas Böhm (Texte), Eliphas Nyamogo

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