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Ulli Lust

Ulli Lust Ulli Lust ist 1967 in Wien geboren und besucht das Gymnasium Hollabrunn. Ab 1995 studiert sie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Ihr autobiografisches Comicdebüt „Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens“ wurde in mehrere Sprachen übersetzt und u.a. mit dem Prix de Revelation in Angouleme, dem Ignatz-Award und dem LA Times Book Award ausgezeichnet. 2013 erscheint ihre Comicadaption „Flughunde“, 2017 ihr autobiographischer Comic „Wie ich versuchte ein guter Mensch zu sein“. Seit 2013 lehrt sie Zeichnung und Comic an der Hochschule Hannover.


... antwortet

Der Unterschied zwischen Reisefotos und Reisezeichnungen... 
"... liegt in Timing. Beim Foto muss ich im richtigen Moment den Auslöser drücken, ein flüchtiger Blick genügt. Um ein Bild zu zeichnen, muss ich sehr genau beobachten, muss die Form in ihrer Gesamtheit mit allen Details gleichzeitig erfassen. Zeichnen erfordert ein besonders fokussiertes Sehen, einen Zustand der meditativen Versenkung, und der muss über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden."

Wenn ich zeichne, dann... 
"... fühle ich mich stark."

Inspiriert haben mich auf meinen „Reisen“ vor allem...
"... die Zeichnungen von Olaf Gulbransson und anderen Zeichnern der legendären Satirezeitschrift „Simplicissimus“. Ich mache keinen Unterschied zwischen dem Zeichnen von Reiseerfahrungen oder von Beobachtungen des täglichen Lebens. Der neugierige Blick ist auf Reisen wie im Alltag die Voraussetzung für erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit. Ein Problem auf Reisen ist allerdings das Fehlen eines Zeichentisches und der zugehörigen Abgeschiedenheit. Meine besten Arbeiten entstanden nicht spontan, im Trubel der Ereignisse, sondern später in Ruhe am Zeichentisch und nach umgehender Planung."

Ich würde gern noch... 
"... eine der Weltgegenden besuchen, in der Menschen in matrilokal organisierten Kulturen leben. Zum Beispiel die Mingangkabau in Sumatra, die Mosuo in China, die Khasi oder Garo in Nordostindien. Und darüber eine Reportage zeichnen."

Auf meinem nächsten Trip gehört in meine Reiselektüre... 
"... „Big Sur“ von Henry Miller. Anlässlich des Erscheinens der englischen Ausgabe von „Wie ich versuchte ein guter Mensch zu sein“ muss ich zur Comicon in San Diego, im Anschluss fahren wir ein paar Tage nach Big Sur. Ich möchte amerikanische Mammutbäume sehen."

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Alltagsspionage - Comicreportagen aus Berlin

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