Marx-App

Karl Marx würde 2018 seinen 200. Geburtstag feiern. Foto (Ausschnitt): Johann Scheibner © dpa

Marx in Brüssel App

Anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx organisierte das Goethe-Institut Brüssel im Mai 2018 mehrere Stadtspaziergänge mit dem Historiker Edward de Maesschalck, die den Spuren seines Brüssel-Aufenthaltes folgten. Diese stießen auf ein so großes Interesse, dass wir Ihnen nun eine digitale Version des Spaziergangs anbieten, mit der Sie die Strecke selbst ablaufen können. Die Route ist in die vom Goethe-Institut herausgegebene Stadtspaziergang-App eingebettet und kann per QR-Code aufgerufen werden.

Die App führt entlang der wichtigsten Orte, an denen Marx während seiner drei Brüsseler Jahre gewohnt, gearbeitet und diskutiert hat. Marx lebte von 1845 bis 1848 in der Stadt. In diesen Jahren entwickelte er eine politische Praxis, verschärfte seine Auseinandersetzungen mit anderen sozialistischen Strömungen und wendete sich von der reinen Philosophie ab, hin zu einer empirischen Analyse gesellschaftlicher und ökonomischer Verhältnisse.

Der Spaziergang beginnt an seinem ersten festen Wohnsitz in Madou. Es geht weiter in die Nähe des Nordbahnhofs. Dort  kam Marx zu Beginn des Jahres 1845 nach seiner Verbannung aus Paris an. Über einen weiteren ehemaligen Wohnort am Boulevard Pachéco führt die Route zur Place Sainte-Gudule, wo Marx in der Pension Du Bois Sauvage unterkam. Hier wurde er 1848 verhaftet. Weiter geht es durch die Innenstadt, unter anderem zur Gaststätte Le Cygne an der Grand-Place, in der er mit dem „Deutschen Arbeiterverein“ die Silvesternacht 1847 verbrachte, und zur Rue de la Tête d'Or, in der er einst seine berühmte Rede über den Freihandel hielt. Die Tour führt auch zum Grand Sablon. Dort war die Kontaktadresse des „Kommunistischen Korrespondenzbüros“ beherbergt, dem Vorläufer des „Bundes der Kommunisten“. Sie endet an seinem letzten Wohnhaus in Ixelles, in dem er „Das kommunistische Manifest“ verfasste.

Wir haben für die App zudem zwei Marx-Kenner*innen beauftragt, uns Aspekte des Wirkens von Marx in Brüssel näher zu bringen. Herausgekommen sind dabei zwei so unterschiedliche wie interessante Texte. Patrick Eiden-Offe beleuchtet in seinem Beitrag Marx‘ politische Aktivitäten in Brüssel, während Bini Adamczak nach der Aktualität seiner Thesen über Feuerbach fragt, eine der wichtigsten in Brüssel entstandenen Arbeiten. Beide Texte finden sich auch hier auf der Homepage.
 
Für die Begehung der Route ist ein Handy oder ein Tablet mit GPS nötig. Die App kann sowohl im Google Play Store als auch im App Store unter dem Stichwort „Goethe-Institut Stadtrallye“ kostenfrei heruntergeladen werden. Nach erfolgreicher Installation der App muss nur noch der QR-Code gescannt werden, den sie auf dieser Seite runterladen können.

Artikel

Marx-Triptychon Kluge Filmstill: © Alexander Kluge

Alexander Kluge
Marx Triptychon

Zum 200. Geburtstag von Marx hat Alexander Kluge dem Goethe-Institut Brüssel dieses Marx-Triptychon geschenkt, das wir Ihnen nun hiermit präsentieren.

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