Ausstellung Militanter Film und Filmemigration aus Nazideutschland

Marlene Dietrich Foto (Detail) © Cinematek

Mi, 25.05.2022 -
Di, 21.06.2022

CINEMATEK

Günter Peter Straschek

Günter Peter Straschek (1942-2009) war Filmemacher, politisch aktiv in der Protestbewegung von 1968, Historiker und der wohl größte Experte für die Filmemigration aus Nazideutschland: So lautete der Titel seiner fünfstündigen Fernsehserie (1975), die über vier Jahrzehnte in den Archiven eines deutschen Fernsehsenders schlummerte. Als Teil des ersten Jahrgangs von Studierenden an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) an der Seite von Personen wie Harun Farocki, Helke Sander oder Hartmut Bitomsky drehte er in den 60er Jahren drei militante Filme, die sich an der Ästhetik von Bertolt Brecht und Straub/Huillet orientieren.

Die Ausstellung über Straschek der CINEMATEK und des Goethe-Instituts Brüssel bietet die Möglichkeit, seine Filme zum ersten Mal in Belgien zu entdecken, ebenso wie die Filme anderer Filmemacher*innen von 1968, die ihm nahe standen. Außerdem wird Archivmaterial, wie Drehbücher und Vorbereitungsmaterial für seine Filmaufnahmen zu sehen sein. Ein weiterer Teil der Ausstellung befasst sich mit seinen Recherchen zur Filmemigration aus Nazideutschland. Gezeigt werden Materialien im Zusammenhang mit jenen Mitarbeitenden der deutschen Filmindustrie, die Deutschland aufgrund der Nationalsozialisten verlassen mussten. Parallel dazu werden in unserem Kino die großen Filme wichtiger Protagonisten dieser tragischen Geschichte, wie Billy Wilder, Fritz Lang, Ernst Lubitsch oder Douglas Sirk, gezeigt.

Kuratiert von Christophe Piette und Julian Volz.

Finissage am 21.06.22 mit Führungen durch die Ausstellung um 18h15.

Im Rahmen der "Nocturnes" werden am Donnerstag, den 02.06. Führungen durch die Ausstellung zu folgenden Uhrzeiten angeboten:

17.00 Uhr (EN) / 18.00 Uhr (FR) / 19.00 Uhr (EN) / 20.00 Uhr (FR)

Für die Führungen wird um eine kostenlose Ticketvoranmeldung gebeten. 


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