Debatte „Der Untergang Europas?“: Reiner Hoffmann trifft Robert Menasse

Neue Wir-Erzählungen Sandra Kastl

Di, 14.06.2016

Vertretung des Freistaates Bayern bei der EU

Rue Wiertz - Wiertzstraat 77
1000 Brüssel

Welche neuen Geschichten können wir uns gegenseitig von Europa erzählen und gemeinsam entwickeln? Wer wollen wir sein und wo wollen wir gemeinsam hin? Die Reihe „Neue Wir-Erzählungen: Eine Zukunftsressource für Europa“ geht in eine neue Runde. Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), diskutiert mit Robert Menasse, Autor des Essays „Der Europäische Landbote“, über den Zerfall Europas. Moderiert wird sie von Matthias Krupa (Die Zeit).

Reiner Hoffmann © Reiner Hoffmann
Reiner Hoffmann ist in Wuppertal geboren und begann seine berufliche Laufbahn als Auszubildender bei den Farbwerken Hoechst. Über den zweiten Bildungsweg studierte er mit einem Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wuppertal. Sein Studium schloss er als Diplom-Ökonom ab und arbeitete zunächst als Assistent beim Wirtschafts- und Sozialausschuss der Europäischen Gemeinschaft in Brüssel. Von 1983 bis 1994 war er bei der Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf tätig und dort zuletzt Leiter der Abteilung Forschungsförderung. Von 1994 bis 2003 arbeitete er als Direktor des Europäischen Gewerkschaftsinstituts (EGI) in Brüssel. Auf dem Kongress des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) 2003 (Prag) wurde er zum stellvertretenden Generalsekretär des EGB gewählt und 2007 in Sevilla in diesem Amt bestätigt. Im November 2009 wurde er zum Landesbezirksleiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) Nordrhein gewählt. Seit Mai 2014 ist Reiner Hoffmann Vorsitzender des Deutsches Gewerkschaftsbundes.

Robert Menasse © Wolfgang Schmidt / Paul Zsolnay Verlag
Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und studierte in seiner Heimatstadt sowie in Salzburg und Messina Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft. Er lebt als Romancier und Essayist zumeist in Wien. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Hölderlin-, Doderer-, Breitbach-, Feuchtwanger-, Kaschnitz-, Fried-Preis, Österreichischer Kunstpreis. 1999 ist im Deuticke Verlag Der mächtigste Mann in Zusammenarbeit mit Kenneth Klein, Elisabeth und Eva Menasse erschienen. Zuletzt ist im Zsolnay Verlag sein viel diskutierter Essay Der Europäische Landbote (2012) erschienen, für den er u.a. den Friedrich-Ebert-Preis und den Heinrich-Mann-Preis erhielt. 2013 erschien bei Zsolnay sein Theaterstück Doktor Hoechst
 

Die Gesprächsreihe:

Was braucht man, um die Europäische Union, aber auch Europa insgesamt, als politisches, wirtschaftliches, kulturelles und gesellschaftliches Projekt voranzubringen? Welche europäische Erzählung haben wir, die uns Leitbilder und Leitmotive bieten kann, um unseren gemeinsamen Kurs zu bestimmen? Dies ist die Fragestellung der vom Goethe-Institut und anderen Partnern initierten Gesprächsreihe. Bisher diskutierten unter anderem  Gesine Schwan, Martin Schulz, Thomas de Maizière, Věra Jourová, Helmut Schmidt, Jacques Delors, Norbert Lammert und Geert Mak. Die Gesprächsreihe wird im Hörfunkprogramm von WDR 3 und im Internet unter wdr3.de präsentiert.

Eine Reihe des Goethe-Instituts in Zusammenarbeit mit dem ARD-Verbindungsbüro Brüssel und Die Zeit. Mit freundlicher Unterstützung der Vertretung des Freistaates Bayern bei der EU.

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