Durch den Kampf für den Kampf

Sami Farocki © Renate Sami

Filmreihe: 25. April – 14. Mai 2019

Cinema Parenthèse und das Goethe-Institut Brüssel präsentieren eine Filmreihe, die das Verhältnis von Film und radikaler Politik untersucht. Der Titel der Reihe stammt aus dem letzten Brief des RAF-Mitglieds Holger Meins und greift in gewisser Weise auf die in dem Programm gezeigten Filme vor. Oder vielleicht auch nicht. Denn im Laufe des Programms kann „Kampf“ ganz unterschiedliche Bedeutungen annehmen. Zuallererst die eines Kampfes mit sich selbst, aber auch die eines moralischen Kampfes oder eines Kampfes mit der Form, der beispielsweise ein zentrales Element der Filme von Straub und Huillet darstellt. Dann folgt die historische Erfassung des Kampfes derjenigen, die vor den Nazis aus Deutschland und Frankreich fliehen mussten, der mit einem Kampf zwischen Gedächtnis und Geschichte, Bild und Text, Isolation und Rache einhergeht.

Diese Filmserie bietet mit ihren Vorführungen und Diskussionen eine Gelegenheit, die vielen möglichen Beziehungen zwischen Film und politischem Denken, der Verbindung von Film und Fernsehen, die kritischen Möglichkeiten der Filmgeschichte und die Annäherung von Literatur und Kino zu untersuchen.
 
Im Verlaufe dieses Programmes, werden verschiedene Gäste Licht auf einige der bereits genannten Aspekte werfen und somit ein intensive Auseinandersetzung mit den zahlreichen Strömungen, die im Inneren der Filme und ihrer Macher liegen, erleichtern. Wir freuen uns auf Volker Pantenburg (Professor von der Freien Universität Berlin) und Carolin Weidner (Filmkritikerin und Autorin aus Offenbach) als Gäste für diese Filmvorführungen.