Schnelleinstieg:

Direkt zum Inhalt springen (Alt 1) Direkt zur Hauptnavigation springen (Alt 2)

Autoren Residenz Burkina Faso
Über das Programm

Im Jahr 2019 hat das Goethe-Institut Burkina Faso eine Schreibresidenz für junge Schriftsteller*Innen (unter 40 Jahren) eingerichtet. Die Schriftsteller*innen kamen aus vielen verschiedenen Ländern Afrikas.  Der Impuls für diese Residenz war die Feststellung, dass es nicht genügend Schreibresidenzen auf dem afrikanischen Kontinent gibt. Die meisten Residenzen konzentrieren sich auf die Entwicklung von Film- oder Theaterdrehbüchern, aber die Literatur als solche, einschließlich Residenzen, Finanzierung und Verlage, findet in Förderprogrammen oftmals weniger Platz. Es gibt viele Initiativen, die sich auf afrikanische Künstler*innen / Schriftsteller*innen konzentrieren, aber die Programme sind oft außerhalb des Kontinents angesiedelt (meistens in Europa und Nordamerika).

Neben dem Angebot einer Plattform für afrikanische Literatur und afrikanische Schriftsteller*Innen wollte die Residenz einen Schwerpunkt auf relevante Themen legen, um Dialoge und Reflexionen über die oft problematischen sozialen und politischen Situationen in vielen afrikanischen Ländern zu ermöglichen. Es war auch eine Einladung an Schriftsteller*innen, die in ihren Schriften die Vision einer (anderen) Zukunft entwerfen, die in ihren Herkunftsländern Benachteiligungen unterliegen, oder an aktivistische Schriftsteller*Innen, sich in Bezug auf die sozialen und/oder politischen Veränderungen und Herausforderungen in ihren Ländern zu äußern.

Die panafrikanische Ausrichtung der Residenz war ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Einerseits treffen Nordafrika und Subsahara-Afrika nicht so oft im kulturellen Austausch aufeinander, andererseits behindern die Sprachgrenzen des Kontinents oft die Möglichkeiten des Austauschs. Viele Programme konzentrieren sich entweder auf den Norden, Osten, Westen oder Süden, aber selten auf den gesamten Kontinent.

Das Ziel dieser Residenz war es, Schriftstellerinnen und Schriftsteller vom Kontinent und aus der Diaspora zu einer Synergie von Erfahrungen, Diskursen und Geschichten einzuladen und ihnen einen Moment zu geben, der dem Austausch und dem Schreiben gewidmet ist, um vielversprechenden Projekte voranzubringen.
 
Top